Alzheimer - Demenz - Lernen zum Vergessen

Stefanie Menzel - Autorin bei ViGeno

Alzheimer - Demenz ist Lernen zum Vergessen.

 

von Stefanie Menzel -

 

 

Lernen zum Vergessen
Die Vermittlung von intellektuellen Fähigkeiten, bei denen reines emotionsloses Wissen aufgenommen werden soll, schwächt das menschliche Bedürfnis, bei einer Herausforderung im Leben, selbst durch Ideen und Kreativität eine Lösung zu finden. Hier wären Gefühle als Orientierung gefragt. Denn nur Gefühle zeigen uns, was uns und unserem Körper guttut, Erfolg verspricht, und was nicht.

Das, was also eigentlich grundsätzlich zu unseren menschlichen Anlagen gehört und angelegt ist, um ein kraftvolles Leben zu führen, wird in der Erziehung nicht gesehen und nicht gefördert. Unsere Kinder erleben keine Umgebung, die sie in ihr persönliches Wachstum bringt, und in der sie lernen durch Erfahrung und Gefühle eine gesunde Empathie zu fühlen.

Viel zu früh wird der Verstand gefordert, und das eigentlich wichtige emotionale Entwicklungsbedürfnis wird nicht beachtet. Eltern, die ihre Kinder rein verstandesmäßig betrachten und lenken, rutschen gerne in das „Helikopterelternsyndrom“. Ergebnis: Man vertraut nicht dem Leben und den Möglichkeiten des eigenen Kindes, sondern Ängste und die Kontrolle des Lebens stehen an oberster Stelle der Erziehung.

Dann dominiert die intellektuelle Sprache den Alltag, alles wird diskutiert, erklärt, Gefühle werden interpretiert und analysiert, aber können nicht gefühlt werden. Die Kinder haben keine Chance zu lernen, wie sich lieben und geliebt werden anfühlen. Fehler machen zu können, um daraus zu lernen, traurig zu sein, Wut zu haben, toben zu dürfen und schmutzig zu werden, einfach mal ohne Kontrolle eigene Welten zu erobern; das sind alles Phänomene, die am Ende für den Aufbau einer sinnvollen zwischenmenschlichen Verbindung wichtig wären.

Energetisch betrachtet, werden die nicht gefühlten und ausgelebten Emotionen in der Aura als Blockaden gespeichert. Wir kennen, wie schon beschrieben, aus unseren Elterngenerationen, dass die schlimmen und sehr emotional belasteten Kriegsereignisse unterdrückt werden mussten, da das Bewusstsein, die Bereitschaft und die Zeit für eine sinnvolle Aufarbeitung gefehlt haben. Diese Generation hat das unverarbeitete wegstecken der Gefühle an die Folgegenerationen als Erzählungen weitergegeben.

Leider nicht als Erfolgsmodell, sondern eher als Krankheitsmodell. Denn all die verdeckten und unverarbeiteten Emotionen führen den einzelnen Menschen dazu, das eigene Leben nicht als bereichernde Erfahrung in Wachstum der Seele zu wandeln, sondern lieber als Belastung vergessen zu wollen.

Heute gibt es keinen Grund mehr die eigenen Erfahrungen und Emotionen zu vergessen, aber wir haben von unseren Vorgenerationen nie lernen können, wie Lebensprozesse sinnvoll in einen Reifungsprozess münden können.

Die Geschichte vom Apfelbaum
Die Überlegungen zur Reifung und zur Erkenntnis, was Leben eigentlich bedeutet, möchte ich mit einer kleinen Geschichte über den Weg eines Apfelbaumes beschreiben.

Stellen sie sich einen kleinen schwarzen Apfelkern vor, den sie in den Boden in ihren Garten eingepflanzt haben. Er braucht einen guten Boden, Mineralstoffe, Wasser und am Ende Sonnenlicht, um seine innere Kraft zu entfalten und zu einem Keimling heranzuwachsen. Mit immenser Kraft durchbrechen seine zarten Keimblätter die harte Schale von innen.

Der Keimling sendet hauchfeine Würzelchen aus, um nach und nach dem nun heranwachsenden Bäumchen einen sicheren Stand zu geben. Das Bäumchen wächst, bekommt Blätter, einen Stamm, Äste, und schon bald ist es groß genug, Blüten zu entfalten. Die zarten Blüten werden bestäubt, und stecken nun ihre ganze Energie in die sich entwickelnden Früchte. Zahlreiche kleine Äpfelchen wachsen so am Baum heran, und sammeln Wasser, Lebenskraft, Sonnenlicht und eine ganz spezielle Mischung von Aromen und Mineralien, um den besonderen Geschmack ihrer Sorte weiterzugeben.

Sie wachsen, geschützt von einer straffen Haut, zu einer schön anzuschauenden knackigen Frucht heran.  Unsichtbar und still, im Dunkel ihres Innern, gibt es ein Kerngehäuse, in dem die zunächst weichen grünen Apfelkernchen im Zentrum des Apfels alle Informationen sammeln und sicher verpacken, um sie zum Schluss mit einer harten Schale zu versehen.

Haben die Äpfel ihren knackigsten Zustand erreicht, und leuchten sie uns mit roten Backen entgegen, nennen wir sie reif, nehmen sie vom Baum, und genießen sie als Vitaminspritze und Energiespender für unsere Ernährung. Das Kerngehäuse nagen wir ab und überlassen es dem Biomüll. Soweit so gut!
Für mich geht die Geschichte weiter! Der Apfel, den wir zum Essen geerntet haben, ist nicht reif! Wir haben ihn aus der strahlenden Mitte seines Lebens gepflückt.

Lassen wir ihn weitere Zeit am Baum hängen, verliert das knackige Obst an Flüssigkeit. Seine bisher so straffe Haut wird schrumpelig, und alles Mögliche Ungeziefer und Schimmelpilze kommen, um unserem einst so prallen Apfel den Rest zu geben. Energetisch betrachtet, hat sich die Lebenskraft aus der Frucht nach innen zurückgezogen, und konzentriert sich nun langsam in den Kernen. Die Kerne werden satt und prall, und sind für das nagende Ungeziefer nicht von Interesse. Auch Schimmelpilze können ihnen nichts anhaben! Sie bergen hinter ihrer schwarzen Schale gut geschützt alle Informationen, die der Baum und die Frucht über die vergangene Lebensperiode gesammelt haben.

Die Blätter fallen vom Baum, das Wetter wird kalt und ruppig, und die kläglichen Überreste unseres Apfels fallen zu Boden und werden endgültig von Mäusen, Würmern und Schnecken zersetzt, um im nächsten Frühjahr als frischer Boden, als Basis für neues Wachstum, zur Verfügung zu stehen.

Alleine die Kernchen bleiben geduldig, unberührt und gut geschützt in der Erde liegen. Sie nutzen die Ruhezeit im Schutz der Kälte des Winters, um im Frühling mit aller Kraft den ewigwährenden Kreislauf des Lebens fortzusetzen. JETZT ist der Apfel reif!

Was wir als Menschen mit einem Apfel gemeinsam haben!
Wie ist es bei uns Menschen?
Wie bestehen wir den Kreislauf des Lebens?
Wir kommen als kleine Wesen zur Welt, die voller Neugier und Interesse alle Informationen der Umgebung in sich aufsaugen. Was von Beginn an zweifellos für jeden von uns feststeht, wir werden irgendwann sterben!

Zu Leben lernen wir durch das, was wir von unseren Eltern als Erziehung kennenlernen; immer nur ihr „Bestes“ geben sie an uns weiter, ob Erfolgsmodell oder nicht! Viele Verhaltensweisen des Alltags übernehmen wir schlicht durch Nachahmung der Eltern und Geschwister. Von den Großeltern, Tanten und Onkeln übernehmen wir die Familientraditionen.

Wir lassen ein Schulsystem über uns ergehen, das seit langer Zeit eindeutig auf die Schulung unserer rein intellektuellen Intelligenz ausgerichtet ist. Viel zu früh werden wir veranlasst unsere Lebenskraft zur Stärkung des Intellektes zu missbrauchen. Wir schaffen das, aber die dafür genutzte Kraft fehlt uns, um unseren Kinderkörper stabil und gesund aufzubauen.

Das Gehirn braucht die Energie, die uns dann für kreatives Spielen, für Freude und Lust am Leben fehlt. Bewertungen geben uns als Kind den Rest! Schulfächer wie „Glücklich leben“ sind einsame belächelte exotische Pflänzchen im Dschungel der reinen Ausrichtung auf das Wissen. Wir werden in unseren Schulen sozusagen nach alten, ja uralten und längst überholten Mustern erzogen, eingepasst in die Kultur, machen gute und meist auch sehr schmerzhafte, verletzende Erfahrungen, und müssen emotional so manche Klippe überwinden, eh wir erwachsen sind.

Dann gehen wir hinaus mit unserem Rucksack voller Erfahrungen in unser eigenes Leben, suchen unser Glück und suchen unseren individuellen Lebensstil. Wir finden einen Partner, bekommen selbst Kinder und geben unsere Themen, wie wir selbst erfahren haben als Erziehung, weil wir es nicht besser wissen und können, an die nächste Generation weiter.

Wir stehen voll im Saft, sofern sich nicht eine Krise oder Krankheit in unserem Leben eingestellt hat, sind wir erfolgreich im Beruf, sportlich, aktiv, haben uns zu allem eine Meinung gebildet und sind an dem Punkt des Lebens angekommen, den wir bei unserem Apfel als knackig und reif bezeichnen würden.

Wir sind in der Mitte unseres Lebens knackig und reif, und wünschen uns nichts sehnlicher, als diesen Zustand zu erhalten. Wir ahnen ganz tief in uns, irgendwo gut versteckt, dass wir wahrscheinlich mehr Zeit des Lebens bereits gelebt haben, als wir jetzt noch vor uns haben bis zu unserem Tod.

Aber das Wissen macht so viel Angst, dass wir ALLES tun, um dieses Gefühl nicht fühlen zu müssen. Was bisher ein Leben in ständiger Entwicklung und Veränderung war, soll doch jetzt bitte dringend an diesem Punkt stehenbleiben. Wir wollen an alles denken und uns damit gekonnt ablenken, aber bitte nicht an den Tod.

Energetisch betrachtet sind wir nun an einem der wichtigsten Punkt in unserem Leben angelangt. Wir, unser Körper und unser Geist, vollziehen in diesem Abschnitt unseres Lebens, ca zwischen dem 40 und 45 Lebensjahr, eine Wandlung.

Hier fällt man, bewusst oder unbewusst, die Entscheidung zu wahrem menschlichen Wachstum und Reifung, oder zu Abbau und Verfall. Der Körper hat in der Mitte des Lebens seine maximale Leistungsfähigkeit erreicht, überschritten, und die körperlichen Prozesse richten sich jetzt langsam auf Abbau ein.

Die Haut verliert an Spannkraft, die Falten nehmen zu, die Leistungsfähigkeit verringert sich, die lern- und Konzentrationsfähigkeit nehmen ab, die Vergesslichkeit nimmt zu. Sie werden jetzt zu Recht einwenden, dass wir Menschen in unserer Kultur durchaus noch viele Jahre nach der Lebensmitte sehr leistungsfähig und belastbar sind. Da stimme ich ihnen zu. Wir schaffen es tatsächlich in den westlichen Kulturen durch ganze Wirtschaftszweige das Alter immer weiter nach hinten zu schieben.

Wir altern zahlenmäßig, aber unsere Körper halten wir mit vielen Mittelchen vermeintlich fit. Wir treiben Leistungssport, nehmen Vitaminpräparate oder legen uns unters Messer, um Ersatzteile einzusetzen oder die Falten zu glätten, die unserem Leben unseren individuellen Ausdruck verleihen.

Doch was macht unser Bewusstsein? Wir kommen jetzt, jenseits der Lebensmitte, in eine Lebensphase, in der wir alles was wir erlebt haben verarbeiten, auf eine menschliche Art „nach Innen“ nehmen. So wie unsere Zellen langsam entspannen und nachgeben, weicher werden, schlaffer, weil sie die Kraft jetzt nicht mehr für die vielen Aktivitäten im Außen brauchen, könnte jetzt unser Geist durch Reifung wachsen.

Er ist vergleichbar dem Kern des Apfels, in dem sich alle Informationen des Lebens speichern, um den Lebenskreis sinnerfüllt abzuschließen. Aber wir haben in unserer Kultur keinen Raum und kein Verständnis für diese selbstverständlichen natürlichen Abläufe der Schöpfung. Wir erleben uns rein als Körper und materielles Wesen, dass man einfach, wie eine Maschine, am Laufen halten muss, und wollen einen statischen Zustand erreichen, statt die lebendige und sinnerfüllte Dynamik des Lebens zu genießen. Die Ersatzteillager der Schulmedizin sind gefüllt, und täglich kommen neue Medikamente und technische Möglichkeiten hinzu, die uns nicht altern wollenden Menschen, an diesem Punkt kurzzeitig Hoffnung machen.

Hier ist unser Weg vergleichbar mit dem umgekehrten Prozess in der Kindheit, in der uns zu früh die Kraft für den körperlichen Aufbau entzogen wurde, um intellektuelle Leistung bringen zu können. Jetzt im Älterwerden bräuchte der Geist die Lebenskraft zur Verarbeitung des Lebens, die wir jetzt oberflächlich in den Erhalt der Körperlichkeit stecken. Die sichtbare Folge: Der Körper bleibt knackig, aber der Geist zerfällt. Leider sind es auch nicht die intellektuellen Tätigkeiten, die uns hier weiterhelfen können.

Kreuzworträtsel lösen oder Sudokus sind wundervolle Ansätze den Kopf intellektuell fit zu halten und sich die Zeit zu vertreiben, für unsere geistige und emotionale Fitness und für den Reifungsprozess des Alters sind sie eine Sackgasse. Sie sollten sich die Zeit nicht „vertreiben“, sondern jede Sekunde genießen und nach Innen schauen, verarbeiten und den Sinn ihres Lebens erforschen.

Damit am Ende ihr menschlicher Kern, die Seele gereift ist, etwas mitnehmen und weitergeben kann. Die körperliche Hülle wird, nachdem das Leben abgeschlossen ist, zum Biomüll, oder wegen der hohen Schadstoffbelastungen durch Medikament und Geräte zum Sondermüll! Aber der Geist trägt all das wie ein Kern in sich, was sie als Erfahrung mitnehmen konnten aus ihrem sinnerfüllten Leben, um den Lebenskreislauf erfüllt und bewusst zu vollenden.

Im nächsten Alzheimer-Demez Text wird es darum gehen, das eigene Leben sinnvoll und zielführend, nach Möglichkeit reifend zu gestalten.

Herzlichst
Stefanie Menzel

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