Ich habe genug.
von Karl Gamper -
Eine rebellische Aktion von Jwala und Karl Gamper.
Wie bei einem Kippbild springt die Bedeutung dieser Botschaft und macht den eigenen Gesichtspunkt transparent. "Ich habe genug" kann der Ruf eines Spätpubertierenden sein, der der Welt den Stinkefinger zeigt und mit Schuldzuweisungen und Projektionen auf den Mangel im eigenen Leben reagiert.
Es kann aber auch eine ultimative Hinwendung zu uns sein; eine Aufforderung, endlich aufzuhören mit Ankündigungen, mit Verschiebungen in die Utopie einer nicht gelebten Zukunft. Genug vom eigenen Zaudern! Auch könnten wir "genug haben" von einer Weltsicht, die uns Menschen als getrennte, hautverkapselte Zwerge sieht, verloren in Einzelanstrengungen, geknechtet von Systemen, die uns in Angst und Schrecken halten und keinesfalls den Reichtum unseres inneren Königreiches fördern.


