Selbstheilungskräfte aktivieren

Ralph Wilms - Autor bei ViGeno

Selbstheilungskräfte aktivieren -

Jeder von uns hat eine Apotheke im Gehirn.

 

von Ralph Wilms -

 

Einer der Grundsätze der transpersonalen Psychologie lautet: „Solange ein innerer Zustand nicht bewusst gemacht wird, wird er in der äußeren Realität als Schicksal erlebt.“ Das trifft vor allem auf den Körper zu. Es gibt viele Dinge, die wir mit dem Körper anstellen können, aber irgendwann wird er uns deutlich machen, dass er seine eigene Agenda hat. Er ist eben kein „Leibeigener“, der nur auf die Befehle wartet, die von oben, das heißt vom Kopf kommen. Er will Mitsprache, er will gehört werden, er möchte den Dialog mit uns.

Der Körper, das sind Milliarden von intelligenten Zellen, ein hochkomplexes Zusammenspiel von Ernährung, Emotionen, Denk- und Lebensgewohnheiten, Hormonen, Enzymen, Bewegung, Umwelteinflüssen, Vererbung, Psyche, Beziehung, Seele und Bewusstsein. Für mich ist mein Körper ein Rätsel, ein Koan, wie man im Zen sagt, mein Koan. Wittgenstein ist die Aussage zuzuschreiben, dass man eine andere Welt nicht kennenlernen kann, wenn man ihre Sprache nicht beherrscht. Der Körper spricht eine andere Sprache, die wir im Laufe unseres Lebens erst lernen müssen.

Ich versuche seit Jahrzehnten mit ihm zu liebevoll zu kommunizieren. Das mag er. Manchmal höre ich gut zu und verstehe ihn, manchmal nicht. Am liebsten wäre es mir, wenn ich einfach nur etwas einwerfen müsste: Nahrungsergänzungen, Vitamine, Spurenelemente, Enzyme oder irgendeine Substanz, damit er sich wohler fühlt oder besser heilen kann. Aber so einfach ist es nicht.

Wir alle wissen intuitiv, dass Stress dem Körper auf die Dauer nicht guttut. Dann kann er nicht heilen. Die Neurologie weist darauf hin, dass Reparatur- und Selbstheilungsprogramme können dann nur aktiv werden, wenn wir entspannt sind. Wenn ich mir also Zeit dafür einräume, meinen Körper jeden Tag gut zu entspannen, habe ich bereits den wichtigsten Schritt in Richtung Selbstheilung gemacht.

Wenn ich darüber hinaus meinen Körper bei der Selbstheilung unterstützen will, sollte mir klar sein, ob ich mich als Opfer meines Körpers betrachte oder als Kooperationspartner, der eine neue Sprache lernen kann. Unglücklicherweise favorisiert unsere westliche Kultur eine einseitige Perspektive, nämlich die des Opfers. Wir sind scheinbar Opfer von Stress, Viren, Bakterien, Umwelteinflüssen, Genen, Pollen oder Vorgesetzten. Wir glauben, dass Heilung nur von außen kommen kann, obwohl Selbstheilung eine von der Natur eingebaute Fähigkeit ist. Solange wir glauben, dass wir ohnmächtig sind und die Verantwortung für unsere Gesundheit ausschließlich an Spezialisten, wie Ärzte, Heilpraktiker oder Heiler delegieren, verbleiben wir in unserer Ohnmacht.

Unser Körper besteht, wie alles andere auch im Universum, aus Atomen und subatomaren Partikeln. Diese wiederum bestehen zu 99,99% aus leerem Raum, d.h. Energie und Information. Die subatomaren Partikel selbst existieren nur für den Bruchteil einer Nanosekunde, d.h. sie bestehen lediglich als Tendenzen oder Wahrscheinlichkeiten. Wenn wir diese Erkenntnis und Haltung auf unseren Körper übertragen, dann existiert unser Körper bzw. Krankheit lediglich als Tendenz oder Fluktuation. Mit anderen Worten, die Partikel, aus denen unser Körper besteht, sind nicht fixiert oder definiert, sondern treten immer nur für eine Nanosekunde in Erscheinung und lösen sich dann wieder in reine Energie auf.

Was wäre, wenn wir diese Erkenntnis nutzen würden, um den Atomen, Molekülen oder Partikeln, aus denen unser Körper besteht, eine klare Absicht mitzugeben, nämlich die der Heilung. Was wäre, wenn wir davon ausgehen, dass unser Bewusstsein in der Lage ist, den Grundbausteinen unseres Lebens eine heilende Information zu verpassen. Gemäß der Quantenphysik ist es das Bewusstsein, das entscheidet, ob etwas als Energie oder als Materie erscheint.

Das bedeutet, dass unser Bewusstsein, unsere Überzeugungen, Einstellung, Haltungen und Beliefs für unsere Selbstheilung entscheidende Faktoren sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere unbewussten Überzeugungen zu Gesundheit, Krankheit und Selbstheilung genauer unter die Lupe nehmen. Nachweislich sind Menschen in der Lage sogar Geninformationen durch die Kräfte ihres Bewusstseins zu verändern. (Buchhinweis: Bruce Lipton - Intelligente Zellen, wie Erfahrungen unsere Gene steuern).

Der Zellbiologe B. Lipton zeigt in seiner Forschung auf, dass der Körper bzw. Zellen eben nicht nur durch rein chemische oder genetische Prozesse gesteuert werden, sondern dass unser Bewusstsein alle Zellen unseres Körpers mit einem größeren Energiefeld verbindet.

Unser physischer Körper ist ebenso Teil dieses komplexen Energiefeldes, wie unsere Gedanken und Gefühle. Daher haben unsere Haltungen, Gedanken und Stimmungen Einfluss auf unsere Zellen; manchmal direkt und unmittelbar, manchmal nur langfristig.

Der Placebo Effekt ist paradoxerweise einer der wissenschaftlich breit untersuchten Selbstheilungsmechanismen, die von der klassischen Medizin vollkommen ignoriert wird. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung zur spontanen Selbstheilung (Spontaneous Remission Project) des Instituts of Noetic Science wurden seit 1996 über 3500 Fälle von Spontan-Heilungen dokumentiert, für die es keinerlei medizinische Erklärung gibt.

Die Forschungsergebnisse lassen sich übrigens beim Institute of Noetic Science kostenlos downloaden und sind atemberaubend. Sie zeigen, dass es keine Krankheit gibt, die sich nicht mit dem Bewusstsein oder der richtigen Überzeugung heilen lässt, egal in welchem Stadium. Die neuere Forschung zeigt zudem, dass es nicht nur das Scheinmedikament ist, das die Patienten erhalten, sondern vor allem auch die liebevolle, unterstützende Haltung des Arztes oder Heilers.

Ted Kaptchuk von der Harvard Medical School, der sich viele Jahre intensiv mit dem Placebo-Effekt auseinandersetzte, konnte nachweisen, dass der Körper in der Lage ist, genau die Wirkstoffe zu produzieren, die der Organismus braucht. In einer kanadischen Studie wurde Parkinson Patienten statt eines Medikamentes ein Placebo verabreicht.

Unmittelbar nach Einnahme des Placebos konnten die Forscher messen, dass der Körper in der Lage war, exakt dieselben Wirkstoffe zu produzieren, die das Medikament beinhaltete, das man üblicherweise des Patienten gab. Das bedeutet, dass wir eine Apotheke in unserem Gehirn besitzen. Die Aufgabe besteht nun darin, dieses Bewusstsein und die damit verbundene Fähigkeit zur Selbstheilung systematisch zu entwickeln. Kaptchuk weist in seiner Forschung auch darauf hin, dass die Haltung des Arztes, d.h. wie achtsam, unterstützend und wohlwollend er den Patienten behandelt, für die Wirksamkeit des Placebos sehr wichtig ist. (Harvard Magazin) Wenn wir unser eigener Heiler sein wollen, ist es daher von Bedeutung, dass wir unserem Körper genau diese achtsame und respektvolle Haltung entgegenbringen. 

Praktische Anwendung:

1. Ändern Sie ihre Einstellung zum Thema Selbstheilung und Körper. Beginnen Sie mit der
    Arbeitshypothese, dass Ihre Selbstheilungskräfte viel grösser und wirksamer sind, als Sie bisher
    geglaubt haben.

2. Fragen Sie Ihren Körper, was er braucht. Definieren Sie Schlüsselworte, Begriffe oder Werte, die Sie
    im Moment am dringendsten brauchen. Gemäß des Neurologen Dr. Andrew Newberg reicht eine
   15-20-minütige Wiederholung eines positiven Schlüsselwortes im Bewusstsein, um die
    Funktionsweise von 120 Stress-reduzierenden Genen und Selbstheilung zu aktivieren. Das Gehirn ist
    in der Lage Ihre Absicht durch Hormone und Neurotransmitter direkt an die Zellen Ihres Körpers
    weiterzugeben.

3. Kombinieren Sie diese einfache Methode, Schlüsselbegriffe im Bewusstsein wie ein Mantra zu
    wiederholen, mit Entspannungs- oder Meditationstechniken. So haben Sie den Schlüssel zur
    Aktivierung von Selbstheilungskräften und schaffen ein Gegengewicht zu den durchschnittlich 50
    Stress-Reaktionen pro Tag, die die meisten von uns im Alltag erleben.

4. Designen Sie ihr eigenes Rezept mit Schritt 1-3 und praktizieren Sie diese Methode mindestens 21
    Tage, wenn Sie verifizieren wollen, ob es für Sie funktioniert. 21 Tage ist die Dauer, die Neurologen als
    Zeitraum für das Gehirn definieren, wenn Sie nachhaltige Ergebnisse erzielen möchten.

Herzlichst
Ralph Wilms
Gründer der Transpersonalen Akademie
Web: www.mindchange.ch 
eMail: r.wilms@mindchange.ch

Hier mehr zum Thema "Transpersonale Psychologie" von Ralph Wilms!

 


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Diplom Sozialwissenschaftler & Transpersonaler Psychologe - Kulturübergreifender Meditationslehrer: Zen, Shaolin, Taoismus, Yoga, Sufismus, griechische Mystik - Seit 25 Jahren Managementtrainer & Coach

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