Achtsamkeit - Spiegel für mein Inneres

Damien Wynne - Autor bei ViGeno

Spiegel für mein Inneres

 

Interview mit Damien Wynne – von Gundula Zeitz

 

Mein ganzes Umfeld ist ein Spiegel für mein Inneres
Woher ratternde Gedanken und heftige Gefühle kommen, was wir durch innere Klärung alles beeinflussen können und welche Rolle Achtsamkeit dabei spielt – darüber unterhielt sich Gundula Zeitz, Herausgeberin der Zeitschrift "einfach JA"mit dem Lehrer und Pionier Damien Wynne, der weltweit Menschen bei der Tiefenklärung emotionaler Verletzungen und geistiger Blockaden unterstützt.

Was verbindest du mit Achtsamkeit?
Bei Achtsamkeit geht es für mich um einen Zustand von Präsenz und Akzeptanz von allem, was in diesem Moment und Raum gerade ist. Es bedeutet für mich auch, meinen Verstand, meine Gefühle und meine Unsicherheiten zu akzeptieren und nicht aus meinem Bewusstsein einfach wegzudrängen, weil sie mir gerade unangenehm sind.

Es sagt sich einfach, dass man alles akzeptieren soll. Aber gerade wenn Gefühle besonders heftig erscheinen oder Gedanken keine Erholungspause lassen, ist das gar nicht mehr einfach.

Es ist zuerst einmal wichtig zu verstehen, dass wenn immer mein Verstand, meine Gedanken und Gefühle sehr aktiv werden, eine Verbindung zu vergangenen Ereignissen besteht.

Eine aktuelle Situation hat etwas in mir getriggert und Wunden aus der Vergangenheit berührt, sie wieder ins Bewusstsein gebracht.

Damit verbunden ist die Öffnung einer großen Menge an Informationen aus dieser Zeit: die damaligen Umstände, mit denen ich nicht adäquat umgehen konnte, Ängste, Wut, sorgenvolle Gedanken und anderes, was ich damals weggedrängt habe, weil es mir zu viel wurde – all diese Informationen sind jetzt plötzlich wieder aktiv, obwohl sie mit der aktuellen Situation nichts zu tun haben.

Solche Informationen müssen nicht nur aus meinem eigenen Erleben kommen, sondern können auch von meinen Eltern und Ahnen stammen, denn nicht nur unser Körper wird durch sie geprägt, sondern auch andere Teile unseres Wesens. So können auch Ereignisse, die geschichtlich lange zurückliegen und damals nicht vollständig verarbeitet wurden, immer noch Einfluss auf unser heutiges Denken, Fühlen und Handeln haben. Das erkennt man besonders gut an kollektiven Zuständen.

Wenn eine alte noch nicht verheilte Wunde berührt und wieder geöffnet wird, ist damit meist Trennung verbunden. Das Gefühl von Verletzung und all die damit verbundenen Informationen bringen den Wunsch nach Rückzug von der Welt in unsere Höhle. Wir trennen uns vom Leben ab – damals und heute wieder. Oder wir fangen an zu kämpfen, was auch auf einem Gefühl der Trennung beruht.

Wie können wir das verhindern?
Wenn ich diese Arbeitsweise von Verstand und Psyche verstanden habe, kann ich jedes Mal, wenn ich eine große Gefühlsladung und Gedankenüberflutung in mir bemerke, innehalten und akzeptieren, dass ein Großteil davon Informationen aus alten Zeiten sind und dafür Eigenverantwortung übernehmen, statt z.B. die andere Person dafür verantwortlich zu machen, die aktuell lediglich die Öffnung in mir getriggert hat.

Dann schaue ich, was noch übrig bleibt und mit der jetzigen Situation und der jetzigen Person zu tun hat und versuche dies angemessen zu lösen. Oft ist das Verhältnis 90:10 von alten Informationen zu aktuellen und ich kann nach dem Aussortieren all dessen, was jetzt gar nicht dazugehört, einen Konflikt leicht lösen. Voraussetzung dafür ist viel Achtsamkeit, um mir dieser Vorgänge in mir und auch in der anderen Person bewusst zu werden. Denn beim anderen laufen ja meist ähnliche Prozesse ab.

Und was, wenn uns dies nicht gelingt?
Dann entstehen die großen Dramen. Mit jedem Konflikt, den wir nicht richtig gelöst haben, sammeln wir eine Schicht von Gefühlen und Gedanken an, die wie eingefroren werden. Schicht für Schicht sammelt sich an, wie bei einem Baum die Jahresringe.

Wenn z.B. jemand unsere Grenzen überschreitet und wir nie klar Nein sagen konnten. Und dann passiert ein kleiner Vorfall, der all die alten Situationen triggert, und … – wir explodieren!

Es kommt z.B. jemand, der unsere Grenze nur ein klein wenig überschreitet, aber wir werden zum ersten Mal richtig wütend und werfen all die angesammelten Informationen auf ihn drauf.

Die andere Person reagiert auch entsprechend stark, weil ihre Seele sagt: "Nein, hier stimmt was nicht, all diese Informationen haben gar nichts mit mir zu tun!" und will sie dir zurückgeben. Und dann schicke ich sie noch mal rüber und der Kampf ist in vollem Gang … – ein Riesendrama entsteht.

Wie gehst du konkret innerlich vor?
Wie schon erwähnt, bleibe ich achtsam und halte vielleicht erst mal inne, bevor ich reagiere, um die Situation richtig zu sortieren. Alle Anteile meines inneren Aufgewühltseins, die zu früheren Situationen gehören, gebe ich innerlich dahin zurück. Es reicht, wenn ich die Absicht setze, dass die Informationen dorthin zurückfließen, wo sie ihren Ursprung haben. Dieser Satz reicht aus.

Ich muss keine konkrete Erinnerung daran haben. Dann beobachte ich, was sich in mir verändert und suche nach einer neuen Lösung für den aktuellen Konflikt, der übrig bleibt. Es geht nicht darum, naiv alles zu akzeptieren, was andere machen, ohne darauf zu reagieren. Wenn ich z.B. früher Grenzüberschreitungen immer schweigend ertragen habe, dann spreche ich sie jetzt klar an und sage Stopp. Indem ich jetzt in der aktuellen Situation den Konflikt richtig löse, so dass kein Groll, Schmerz etc. daraus hängenbleibt, löse ich damit gleichzeitig auch all die angesammelten Informationen auf.

Das ist das Gute und Einfache daran: ich habe mit meinem aktuellen Handeln die Möglichkeit, auch alte Konflikte aus meinem Energiefeld zu klären. Und dann stellt sich Stille in mir ein.

Aber wir nehmen trotzdem immer wieder Neues auf, besonders in unserem multimedialen Alltag.
Deshalb hat Meditation heutzutage so eine wichtige Bedeutung auch als eine Form der inneren Hygiene. Schon wenn wir Nachrichten anschauen, nehmen wir so viele Informationen mit oft starker emotionaler Ladung auf, dass es wichtig ist, immer wieder achtsam zu schauen, dass wir diese Drama-Gefühle nicht übernehmen und in uns ansammeln.

In Meditation können wir alle täglichen Erlebnisse und aufgenommenen Informationen verarbeiten und zu innerer Stille zurückfinden, wenn wir diese verloren haben.

Wie komme ich an alte festgefrorene Informationen in mir heran, wenn ich vielleicht nur ahne, dass es da etwas geben muss? Wenn mir aufgefallen ist, dass ich nur selten innerlich still bin, was laut deinen Erläuterungen auf Unverarbeitetes in mir hindeutet.

Nimm dein ganzes Umfeld, das alltägliche Leben als einen Spiegel für dich an, der dir dein Inneres zeigt. Jede Person, die in dir eine heftige Reaktion auslöst, jede Situation, gegen die du ankämpfen oder vor der du dich zurückziehen willst, kann helfen, dein Inneres zu entdecken und zu klären. Betrachte deinen Alltag spielerisch als Entdeckungsfeld und als Übungsparcours für Achtsamkeit.

Zum Abschluss möchte ich gern noch mal die kollektive Dimension ansprechen. Du hattest angedeutet, dass diese Vorgänge, die du beschrieben hast, auch auf größeren Ebenen wirken.

Ja, so wie sie im Einzelnen ablaufen, geschieht dies auch für ein Kollektiv, eine Großfamilie oder die gesamte Gesellschaft. Zurzeit kann man z.B. weltweit ein Erstarken rechter Bewegungen mit extremen Ansichten und der Nutzung von dramatischen Gefühlen beobachten. Dies hängt damit zusammen, dass sich aktuell alte Wunden aus dem 2. Weltkrieg öffnen und alle damals nicht geklärten Dinge, alle Informationen sich jetzt in das aktuelle Geschehen mischen.

Wenn wir z.B. in den Nachrichten Flüchtlinge sehen, werden alte Flucht- und Vertreibungserfahrungen getriggert – eigene und die von unseren Ahnen übernommenen. Terroranschläge triggern Erfahrungen von Angriffen und Überwältigung durch Fremde und rufen dann als Reaktion die Abwehr von jeglichem Fremden hervor usw. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Erfahrungen als Opfer oder als Täter gemacht wurden – die Schwingung ist die gleiche.

Es ist deshalb wichtig, auch bei solchen größeren Themen achtsam zu schauen, aus welchen Anteilen sie sich zusammensetzen und sich nicht an kollektiven Angstfeldern zu beteiligen. So etwas geht ganz schnell: Eine dramatische Nachricht erscheint in den Medien und triggert in jedem eigene alte (Ahnen-)Wunden und Angst entsteht.

All die Leute mit Angst beim Hören der Nachricht schaffen ein großes kollektives Angstfeld mit starker Wirkung, wodurch noch mehr Leute beeinflusst werden, die zuvor noch nicht so reagierten. Wenn diese Mechanismen unbewusst bleiben, können Politiker damit sehr gut große Massen beeinflussen. Indem wir selbst bewusst und achtsam bleiben bzw. werden, haben wir die Möglichkeit, uns davon nicht beeinflussen zu lassen bzw. unsere inneren Themen diesbezüglich zu klären und damit gemeinsam ein Schwingungsfeld von Klärung auf kollektiver Ebene zu schaffen. Alles ist möglich – wir sind die Schöpfer unserer Welt.

Damien Wynne - Meditation, Trauma-Arbeit, Energiearbeit und Bewusstseinsarbeit
Seminare, Webinare, Ausbildungen  und Einzelsessions im deutschsprachigen Raum und international.
Tipp: Zum Kennenlernen seiner tiefgehenden Arbeit eignen sich seine regelmäßigen Webinare bei Sofengo zur Klärung spezifischer Themen sehr gut. Buchung und auch Kauf älterer Aufnahmen ist über den Onlineshop auf seiner Website möglich.

Dieses Interview mit Damien Wynne wurde erstmals in der Zeitschrift "einfach JA" – DIE regionale Zeitschrift für Bewusstsein, Heilung und Kreativität im Osten Deutschlands – veröffentlicht, Ausgabe April/Mai 2019 zum Titelthema "Meditieren beim Abwasch? – Achtsamkeit im Alltag".

Hier mehr interessantes rund um das Thema "Selbstentfaltung - Höchstes Potential - Eigene Kraft" von Damien Wynne.

 


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