Bewusstsein: spirituelles Ziel

Oliver Unger - Tief berührt®-System - spiritueller Autor

Energiefluss: Spirituelles Ziel oder einfach nur zuviel Spannung im Körper?

von Oliver Unger

In vielen spirituellen Praktiken ist es chic, sich einer hohen Energieladung auszusetzen. Diese Energieladung wird den Teilnehmern jener Seminare als Möglichkeit verkauft, mehr Bewusstheit in ihr Leben, ihr Denken, ihr Schaffen zu bringen. Für manche Menschen ist dies auch zutreffend. Doch es gibt auch die andere Seite.

Lass uns noch einmal einen Abstecher in die Anatomie und Wirkweise unserer Nerven machen, um zu verstehen, worauf ich hinaus möchte. Unser Nervensystem beinhaltet zwei Komponenten, die vereinfacht ausgedrückt, wie Gas und Bremse im Körper wirken: Sympathicus und Parasympathicus. Der Sympathicus steuert die Aktivitäten des Tages, die Tätigkeit der Organe, alles was sich als Energieanhebung und Bewusstheit bemerkbar macht. Auch bei leichtem Stress wird der Sympathicus aktiv. Der Parasympathicus verrichtet seine Aufgaben eher Nachts. Auch der Parasympathicus steuert die Organe- er drosselt ihre Funktionen und verbindet uns mit dem Unbewussten. Bei starkem Stress bremst er die Sympathische Nerventätigkeit aus. Die beiden Nervenstränge sind Teil eines Systems. Sie kommunizieren miteinander. In einem gesunden Zustand führen die beiden einen Tanz miteinander aus. Du nimmst dein Leben als ausgewogen wahr. Diese Funktion von Gas und Bremse bestimmt über dein Lebensglück.

Je nachdem, welche Spannungszustände dein Nervensystem zulassen kann, bekommst du mehr oder weniger vom Leben mit. Ist dein Nervensystem sehr tolerant, mehr Spannung zuzulassen, lebst du bewusster, d.h. nimmst mehr von deiner Umwelt, deinen Mitmenschen, deinen eigenen Körperempfindungen wahr. Diese Möglichkeit, das Leben in vollem Umfang miterleben zu können, ein breites Spektrum an Erfahrung, Bindung und Emotion zulassen zu können, nennt man Resilienz oder Resilienzbandbreite.

Wie viel Spannung zugelassen werden kann, hängt davon ab, wie viel Spannung bereits in deinem Sympathischen System zirkuliert und wie sehr dein Körper in der Lage ist, diesen Energiefluss wieder zu erden. Sensitive Menschen und Menschen, die ein Trauma erlebt haben, tragen eine hohe Spannung in ihrem Sympathischen System und die Erdung bzw. Entladung der Spannung ist durch die Fülle der Einflüsse gehemmt. Daher ist nicht mehr viel Platz für zusätzliche Spannung. In manchen Fällen ist diese dauerhafte Spannung so hoch, dass der Parasympathicus mit seiner bremsenden Funktion gegenreguliert. Es ist ein wenig so, als würdest du beim Autofahren auf Gas und Bremse gleichzeitig treten. Kannst du dir vorstellen, wie sich jemand fühlt, dessen Nervensystem auf diese Weise belastet ist? Sicherlich würde er sich alsbald ausgelaugt, schlapp und überfordert fühlen. Chronische Erschöpfungssymptome sind die Folge.

Vielleicht erinnerst du dich noch an das Beispiel mit den Enten, die miteinander kämpfen. Sie haben eine gute Selbstregulation, die den Dampf, der beim Duell entsteht, im Nu wieder ablässt. Beim Menschen würde eine gesunde Autoregulation genauso geschehen. In einer Stresssituation steigt die Spannungskurve an. Adrenalin schießt durch deine Blutbahn, deine Präsenz und Wachheit erreicht ihre Spitze.
Sobald der Stress vorbei wäre, würde der Körper diese Spannung wieder herabregulieren und alles wäre wie vorher.

Bleibt die Autoregulation deines Körpers aus (im Beispiel der Enten „das Schütteln“), springt der Parasympathicus ein. Er „schützt“ vor zu hoher Sympathischer Spannung, indem er deine Wahrnehmung filtert. Nur, was leicht zu verkraften ist, wird noch wahrgenommen. Dies schränkt die Möglichkeiten ein, die man zur Verfügung hat. Dies ist eine Art Totstellreflex. Die aufgebaute Energie bleibt im Nervensystem gefangen. Und damit schrumpft die Resilienz. Dies ist ein Teufelskreis, denn der Körper kann sich leicht an diese Art der Einschränkung gewöhnen. Es entsteht eine Stumpfheit, die uns glauben lässt, dass wir auch ohne Selbstregulation des Körpers auskommen. Das ist der Zustand, in dem die meisten Menschen jetzt gerade leben. Klingt nicht gesund, oder?

Die Folge einer solchen dauerhaften Überlastung des Nervensystems ist Dissoziation. Das bedeutet, dass Teile der Wahrnehmung abgespalten werden. Sie sind zu viel, um sie adäquat zu verarbeiten. Unsere Kreativität und unser Handlungsspektrum sind auf diese Weise sehr stark eingeschränkt. Dissoziation bewirkt, dass wir auf Altbewährtes zurückgreifen. Selbst in neuen Situationen führen wir immer wieder herbei, was immer schon funktioniert hat. Das Interesse und der Glaube an angemessene, aktuelle und daher bessere Lösungen, schwindet. Dissoziation führt auf Dauer zu negativen emotionalen Zuständen. Sie kann depressive, psychoaffektive, zyklothymische oder sogar apathische Zustände hervorbringen. Letztendlich und über Jahre etablierte Dissoziation führt sogar zu psychosomatischen Symptomen und zu schwerer chronischer Krankheit.

Herzlichst Oliver Unger

 


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