Vegan leben: I. Vegane und nicht-vegane Ernährung

Vegan leben
I. Vegane und nicht-vegane Ernährung

Mehr als Verzicht auf Milch und Fleisch

Vegan zu leben, das ist weit mehr als auf Fleisch, Fisch, Milch und Eier zu verzichten. Menschen, die vegan leben, lehnen nicht nur den Verzehr von Tieren und den von Tieren erzeugten Lebensmitteln (wie Honig), sondern auch deren sonstige Nutzung zum eigenen Vorteil ab. Sie tragen z.B. kein Leder, nutzen tierversuchsfreie Kosmetika und machen um Zoos einen Bogen. Die Motivation dafür ist vielfältig. Sie reicht von der Tierethik über Umweltschutz, individuelle Gesundheit bis hin zur globalen Nahrungsmittelknappheit (01). „Es gibt viele Gründe für eine vegane Lebensweise“, sagt entsprechend Sebastian Zösch vom Vegetarierbund Deutschland (02). Diese Gründe können aber auch als unterschiedliche Ausdrucksformen einer bewussten Beziehung zum Tier, zum Menschen und zum Planeten betrachtet werden. Somit geht die vegane Lebensweise weit über Verzicht und Entsagung hinaus. In jedem Aspekt einer solchen Lebenseinstellung- von der persönlichen Ernährung bis zu einem umfassenden Mitgefühl- wird ein schlüssiger Gesamtzusammenhang deutlich, der das Wohl aller Beteiligten fördert.

Gesundheitliche Aspekte veganer Ernährung

2010 ernährten sich in Deutschland ca. 600.000 Menschen vegan (03). Nachdem die vegetarische Ernährung mit Milch und Eiern zunehmende Akzeptanz findet, wird vegane, also rein pflanzliche Ernährung immer noch mit Nährstoffmangel und gesundheitlichen Gefahren in Verbindung gebracht (04). Von ernährungswissenschaftlicher Seite wird jedoch darauf hingewiesen, dass vegane Kost bei sachkundiger Anwendung nicht nur zu empfehlen ist (05), sondern auch Vorteile gegenüber Mischkost bietet, wie der emeritierte Leiter des ernährungswissenschaftlichen Instituts der Universität Gießen, Prof. Dr.  Claus Leitzmann, erklärt: „Studien mit Veganern, die weltweit, aber auch von uns, durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganer im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung“ (06). Er hält beispielsweise den viel diskutierten Vitamin B12-, aber auch Eiweiß-, Eisen- und Kalziummangel bei veganer Ernährung für „relativ selten“ (07). Es reicht jedoch nicht, bei seiner Ernährung einfach die tierischen Lebensmittel wegzulassen, sondern sie muss auch vollwertig gestaltet werden. Entsprechende Nährwerttabellen zeigen sehr deutlich, dass pflanzliche Kost den kompletten Nährstoffbedarf abdeckt (08). Dies gilt für Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe (wie z.B. Kalzium, Eisen, Zink) und Vitamine. Der Vegetarierbund Deutschland hält eine vollwertige vegane Ernährung (eventuell mit Nahrungsergänzung) sogar in sämtlichen Lebensphasen, auch in der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit, im Teenager- und Seniorenalter für praktikabel (09).

Gesundheitliche Auswirkungen nicht-veganer Ernährung

Die Deutschen essen gut 245 g Fleisch pro Tag, das ist das Gewicht eines üblichen
Schweineschnitzels (10). Der Verzehr von Fleisch hat jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit, wie in zahlreichen Studien bestätigt wurde. Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und der Entstehung von Darmkrebs (11). Auf der anderen Seite kennen „Völker mit überwiegend pflanzlicher Ernährung“ weder Dick- noch Enddarmerkrankungen (12). Im anatomischen Vergleich mit Tieren wird sowohl hinsichtlich der Schneidezähne wie auch Magen und Darm (13) deutlich, dass wir zwar keine Kühe sind, denn wir können nicht von Gras leben. Wir sind aber anatomisch eben auch keine Fleischesser, sondern auch im Hinblick auf unsere Verdauung vergleichbar mit den frugivoren, Früchte essenden großen Menschenaffen. Kath Clements sagt hierzu: „von den echten Omnivoren (Allesesser)… unterscheiden wir uns… von Grund auf. Nach dem Verdauungsprozess im menschlichen Magen wird Fleisch im Darmtrakt mit Fäulnisbakterien durchsetzt. Karnivoren besitzen einen kurzen, glatten Darm zur schnellen Ausscheidung toxischer Abfallstoffe, unserer dagegen ist wesentlich länger“(14).

Übersäuerung durch tierisches Eiweiß und andere schwerwiegende Schäden

Für einen ausgeglichenen Säure-Base-Haushalt benötigt der Mensch basische Lebensmittel. Dafür sind pflanzliche Stoffe wie Obst, Gemüse, Salat und Soja gut geeignet. Tierisches Eiweiß hingegen führt zur Übersäuerung durch Schwefel- und Phosphorsäure. Käse, Wurst, Fleisch, Fisch und Eier sind alle stark säurebildend. Chronische Übersäuerung führt zu Nährstoffmangel, geschädigter Darmflora und Bindegewebe sowie Entkalkung von Knochen, Knorpel und Zähnen, allesamt Ergebnisse des Abbaus der zuvor durch die tierischen Stoffe eingenommenen Säuren. Langfristig kann es zu erheblichen Schäden des Immunsystems, Multipler Sklerose, Herzinfarkt, Osteoporose, Diabetes Typ II, aber auch zu psychischen Erkrankungen kommen (15). Fisch enthält trotz seiner angeblich gesunden Wirkung sogar erheblich mehr Cholesterin als Schweine- und Rindfleisch. Er wird auch zur Abdeckung von Omega-3- Fettsäuren nicht benötigt, da es „in ausreichender Menge in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie grünem Blattgemüse, Walnüssen und bestimmten Pflanzenölen enthalten“ ist (16). Milch ist entgegen ihrem Ruf eher eine bescheidene Kalziumquelle. Durch die Kombination mit dem Milcheiweiß wird die Kalziumausscheidung vermutlich sogar beschleunigt und „Allein im Sesam findet sich sieben mal soviel Kalzium wie in Vollmilch“ (17). Aber nicht nur das: wahrscheinlich gibt es kein tierisches Produkt, bei dem zwischen der vorgeblich positiven Wirkung und den tatsächlichen Schäden allein an der menschlichen Gesundheit eine so große Lücke klafft. Dazu zählen Herzerkrankungen, Krebs, Asthma und Diabetes, speziell bei Babys und Kleinkindern kommen noch „Ekzeme, Erbrechen, Koliken, Durchfall und Bronchitis“ hinzu (18). Kein erwachsenes Säugetier in der Natur nimmt Milch zu sich, nur der Mensch, und noch nicht mal die der eigenen Art. Damit das Kalb innerhalb eines Jahres 210 kg zunehmen kann, benötigt es die in der Muttermilch natürlich vorhandenen starken Wachstumshormone. Kuhmilch blockiert im menschlichen Magen das Enzym, welches ihre für den Menschen schädlichen Inhaltsstoffe zerstören könnte. Daher sind eben nicht nur Personen mit Laktoseintoleranz davon betroffen (19). Bekannter ist die schädliche Wirkung von Eiern. Sie sind nicht nur im Allgemeinen stark säurebildend, sondern auch „eine weit verbreitete Ursache für Allergien“ (20). Damit wurde gezeigt, dass im Gegensatz zu einer vollwertigen veganen Ernährung der Verzehr von Fleisch, Fisch, Milch und Eiern nicht nur unnötig, sondern auch schädlich für die Gesundheit ist.

II. Teil: "Tierrechte und Tierleid" folgt...

(01)    wikipedia.org/wiki/ Veganismus
(02)    „Vegan“, S. 127, Kath Clements, Echo Verlag, 2008
(03)    „Anzahl der Vegetarier_innen in Deutschland“, Artikel des Vegetarierbundes Deutschland,
          vebu.de, 2011
(04)    „Fleisch oder nicht“, Artikel auf news.de, 30.09.2011
(05)    Interview mit der Ernährungswissenschaftlerin Petra Forster im Film „easy.vegan“,
          veg- tv.info/Easy_vegan
(06)    „Statement zur veganen Ernährung“, vegetarier-forum.com, 11.10.2009
(07)     s.o.
(08)    „Vegan“, S. 121f, s.o.
(09)    vebu.de/Gesundheit
(10)    bvdf.de/in_zahlen/tab_06/
(11)    „Bleiben wir schön gesund“, S. 22f, Barbara Rütting, Goldmann-Verlag
(12)    diekoloproktologen.de/downloads/faserreiche_Ernaehrung.pdf
(13)    „Vegan + Sport“, S. 56f, Arnold Wiegand, Books on Demand, 2005
(14)    „Vegan“, S. 40ff, s.o.
(15)    „Wir essen und trinken uns krank“, S. 61ff, Dr. Andreas Modrzejewski, Books on Demand, 2007
(16)    „Über den Mythos, dass Fisch gesund sei“, Artikel von Dr. Hans-Günter Kugler im Journal
          „Das Friedensreich“, Ausgabe 07/03
(17)    „Bleiben wir schön gesund“, S. 42ff, s.o.
(18)    s.o.
(19)    „Wir essen und trinken uns krank“, S. 38ff, s.o.
(20)    vgl. veganissimo.vegan.de/band2


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