Minimalismus in der Wohnung

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Minimalismus in der Wohnung.


von Karina Goralczyk -

Ich hatte angekündigt, dass ich mehrere Artikel zum Thema Minimalismus schreiben würde. Es ist ein sehr interessantes Thema für Hochsensible, wie ich in den letzten Wochen feststellen durfte.

Die wichtigste Frage, die ich im letzten Artikel gestellt habe:

Was brauche ich wirklich?- ist eine, die man auch auf das Materielle beziehen kann. Ich weiß, dass man sich, wenn man spirituell oder bewusst lebt, mehr auf die „innere Welt“ konzentriert.
 
Was brauche ich in einer Beziehung? Welche Emotionen spielen bei mir eine große Rolle?
Ja das sind alles sehr wichtige Bereiche und jeder muss da durch, auf dem Weg zu sich selbst.
Aber was ist mit der Außenwelt?
Wir leben in Wohnungen, Häusern und haben irgendeinen Besitz. Die meisten von uns haben zu viel. Denn sie machen sich keine Gedanken darüber, dass sie irgendetwas horten.
Viele Menschen haben Hunger und Obdachlosigkeit während und nach dem 2. Weltkrieg erlebt. Und obwohl sie wissen, dass sie im völligen Überfluss leben, jedenfalls hier bei uns in Deutschland, horten sie Sachen. Aus Angst.
Diese Angst ist verständlich. Leider auch sehr hinderlich, denn sie lähmt uns und nicht nur uns selbst, sondern alle, die mit uns leben.    

Lasst uns doch durch unsere Wohnungen gehen und prüfen, was wir wirklich brauchen.
Ich habe meinen Badezimmerschrank halbiert. Naja vom Inhalt her. Ich habe mich für ein Parfüm entschieden, das was am besten riecht. Die anderen habe ich verschenkt. Die 10.000 Haarspangen aussortiert und nur eine halbe Hand voll da gelassen. Dasselbe habe ich mit Haargummis, Make-up und Bürsten gemacht. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich 4 Schampoos besitze und gleichzeitig benutze. 4! Jetzt kaufe ich solange kein neues, bis ich alle aufgebraucht habe.

Gehen wir weiter in die Küche. Ich habe mir damals, als ich in meine erste Wohnung zog, ein Tellerset für 6 Personen gekauft. Große, kleine und tiefe Teller, Schüsseln, Tassen, eine große Schüssel, Eierbecher. All das stand in meinem Schrank. Ich muss gestehen, dass ich immer eine Angst verspürte, während ich nach dem Abwasch die sauberen Teller in den Schrank zurück stellte. Ich hatte immer das Bild im Kopf, dass es mal zusammenkracht. Aber etwas davon weg tun??? Das kam nicht in Frage. Das war ein Set. Sowas schmeißt man nicht weg.

In den letzten Wochen stellte sich heraus, dass ich nur die kleinen Teller und die Schüsseln benutzte, alles andere nicht. Ich sortierte alles raus. Gut, ich habe auch die großen Teller behalten, falls mal Gäste kommen. Und was Tassen angeht, ich habe ca. 20 gehabt. Jetzt sind es nur 4. Aber ich liebe jede von diesen Tassen, weil sie mich an etwas Schönes erinnern. Das Gefühl, dass der Schrank zusammenkrachen könnte, ist übrigens nicht mehr da. Ein unglaublich befreiendes Gefühl nach 8 Jahren.

Als nächstes gehen wir jetzt mal ins Schlafzimmer. Da gibt es meinst ein Ungetüm von Schrank. Und alle paar Jahre wird ein neuer Schrank gekauft mit noch mehr Türen. Sie müssen ja nicht unbedingt nur noch ein paar Socken haben und einen Pulli. Aber wir horten ja immer Kleidung für die Eiseskälte, Kleidung zum Sport, Kleidung fürs Renovieren oder Basteln, Kleidung, die uns mal wieder passen wird und vieles mehr.
Ich habe mir schon vor Jahren angewöhnt Kleidung einmal im Jahr auszumisten. Aber jedes Mal blutete mein Herz. Vor allem bei so schönen Stücken, die ich noch nie anhatte, weil ich leider keine Prinzessin bin und auf keine Bälle gehe. Letztens ist mir jedoch etwas aufgefallen.
Ich habe, aus „Versehen“, nach dem Waschen meiner Wäsche, meine Kleidung im Wohnzimmer auf dem Sofa gelassen. Ich habe dann in den folgenden Tagen also die Kleidung vom Sofa genommen und wieder angezogen. Als diese schmutzig war, wurde sie wieder gewaschen und weil solche Bequemlichkeiten sich so gut einschleichen, blieb die Wäsche nach dem Waschen wieder auf dem Sofa. Das Spiel ging mehrere Wochen so. Bis mir auffiel, dass ich seit dem ersten Mal, als die Kleidung auf dem Sofa übernachtete, kein einziges Mal meinen Kleiderschrank aufgemacht hatte. Das war eine Wäscheladung. Eine einzige. Alle anderen Klamotten im Schrank habe ich nicht gebraucht, nicht angezogen. Ich habe noch nicht mal an diese gedacht. Machen Sie mal so ein Experiment und Sie werden  feststellen, wie wenig Sie wirklich anziehen. Alles andere können Sie zu 80% entsorgen. Vor allem aber die Kleidung, die Ihnen zu klein geworden ist und Sie meinen da irgendwann mal wieder reinzupassen.
Die Sachen, die Sie nicht anziehen aber an denen Ihr Herz hängt, tun Sie in einen Koffer und stellen diesen in den Keller. Gucken Sie da mal in 3 oder 6 Monaten noch mal nach. Vielleicht brauchen Sie auch diese nicht mehr.

Im Arbeitszimmer verhält es sich genauso. Bücher, Ordner und Dokumente stapeln sich bei mir. Vor allem bei Büchern weint mein Herz. Aber als ich meine Bücher durchsah, stellte ich fest, dass ich viele wirklich nicht mehr brauchte. Bei manchen war ich mir nicht sicher, deswegen bleiben sie noch für paar Monate bei mir. Die anderen und das sind erstaunlich viele, denn fast die Hälfte meiner Bestände, werden verkauft oder verschenkt.

Und jetzt kommt mein Hassthema: Krimskram, Nippes und Kleinzeug. Ich bin kein Deko-Mensch. Ich dekoriere äußerst selten, da mich das einfach stört. Trotzdem habe ich allerlei Kleinzeug. Kerzen, Steinchen, Sand, Duftblumen, Figürchen. Wo kommt das alles her? Da mich das Zeug nur aufregte, tat es mir auch nicht leid, es in den Müll wandern zu sehen.

Kommen wir zum Thema Farben in der Wohnung. Ich habe jahrelang immer Farbe an den Wänden gehabt. Orange, Rot, Türkis, Blau, Grün, Violett, Gelb, Lachs, Terrakotta. Und ich habe immer noch einzelne Wände farbig. Jedoch entdeckte ich DIE minimalistische Farbe überhaupt: WEIß! Es entspannt mich. Es regt mich nicht auf oder an. Ich gucke auf eine weiße Wand und denke: „Wow, das ist so sauber und da ist nichts.“

Als die erste Wand weiß wurde, das ist schon länger her, war ich wie verzaubert. Das bin ich immer noch. Jeden Tag aufs Neue. Es war wie ein stiller Schrei, der immer lauter wurde.
Ganz ohne Farbe finde ich es aber auch eintönig. Ich male Bilder, in den Farben, die aktuell mein Inneres Wiederspiegeln. Wenn ich aber fertig bin mit der aktuellen Farbe, kann ich das einfach abhängen. Muss nicht neu renovieren. Man kann auch viele Bilder auf der Wand haben, wenn man gerade viel türkis braucht.

Thema Möbel: Ich habe im Moment wenig Möbel. Bett, Sofa, Bücherregal, Schreibtisch und 2 Stühle, 2 Aufbewahrungsschränke. Noch vor einem Monat waren es doppelt so viele Sachen. Und fühle mich damit puddelwohl. Ich mag es freien Raum um mich zu haben ohne mich anzustoßen. Ich mag es eine Pirouette in meinem Wohnzimmer drehen zu können.

Die Hauptfrage, die man sich bei jedem Gegenstand, jedem Möbelstück und jedem Kleidungsstück stellen sollte, ist: Brauche ich das wirklich? Macht mich das glücklich?

Wenn ja, bleibt es. Wenn nein, geht es.

Aber bedenken Sie eines. Wenn Sie anfangen Minimalismus in Ihr Leben zu bringen, werden viele Emotionen hochkommen. Es hängen viele Erinnerungen, Verbote und gesellschaftliche Regeln an den Dingen. „Ein Tellerset darf man nicht trennen. Das Kleid kann ich nicht wegwerfen, da mein Mann es mir geschenkt hat.“ Es kommen viele unangenehme Dinge hoch. Alte Beziehungen, Streitereien, Dummheiten- alles.
Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie es machen. Jeden Tag ein kleines Bisschen. Mir hat eine sehr gute Freundin geholfen. Sie hatte keine emotionale Bindung zu meinem Kram. Sie half mir weiterzumachen und nicht in den schweren Gefühlen zu bleiben.
Wenn Sie es alleine nicht schaffen- who cares? Holen Sie sich Hilfe.
 
Als hochsensible Person kann ich es wärmstens empfehlen alles, was man nicht braucht, auszumisten. Es bringt neue Energie in die Wohnung, mehr Kreativität und Sie können mit ein paar von den alten Geschichten, die beim ausmisten aufsteigen, abschließen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und viele tolle Erfahrung.

Herzlichst,
Ihre Karina Goralczyk


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