Kaiserin Wu Zetian

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Marianne Rattay - Autorin bei VinGeno

Kaiserin Wu Zetian

von Marianne Rattay

Bereist man China, so bereist man eine Land mit Jahrtausende Jahre  alter Kultur und Geschichte und diese Geschichte  war vor allem in den letzten 4000 Jahren, eine voll von Grausamkeit, Gewalt, Krieg Eroberungen und Plünderungen.

Gab es noch in grauer Vorzeit auch friedliche mutterrechtliche Kulturen wie Grabfunde in der Nähe von Xiang beweisen, so sind das Zeugnisse aus grauer Vorzeit. Die Geschichte der kaiserlichen Dynastien seit dem ersten Kaiser sprechen vor allem die Sprache des Krieges. QinXiHuangDi war sogar grausam bis über seinen Tod, er fürchtete selbst posthum noch die Rebellion so sehr,dass er sich über 6000 lebensgroße Terracotta Krieger anfertigen ließ, um sie mit in sein Mausoleum zu nehmen.

Er wollte selbst nach seinem Tod noch seine Macht und Einfluss demonstrieren. Im Grund hat sich daran in China bis heute nichts geändert.

Und wer glaubt, dass in der Regierungszeit des einzigen weiblichen Kaisers das wesentlich anders war, der irrt. Obwohl es fraglich ist ob die historischen Aufzeichnungen, die Kaiserin Wu Zetian als besonders Monster darstellen der Wahrheit oder konfuzianiscche Übertreibungen sind.

Fakt ist, auch sie hat mit eiserner Faust und viel Grausamkeit regiert. Seit ich im April vor ihrem Grabstand, das auch das Grab ihres Sohnes und Gatten ist, hat mich diese Frau nicht mehr losgelassen.

Eine Frau 50 Jahre auf dem Drachenthron, der doch nach überlieferter Tradition einig und allein dem Sohn des Himmels vorbehalten ist, das ist Blasphemie. Aber diese Frau beschäftigt bis heute die Gemüter ähnlich wie Hatschepsut, die es ebenfalls wagte im fernen Ägypten (lange vor Wu Zetian) sich die Pharaonenkrone aufs Haupt zu setzen und die man dafür bestrafte, dass man nach ihrem Tod ihre Identität völlig auszulöschen versuchte.

Wu Zetian wurde nicht vergessen, dafür hat man ihr vorgeworfen, sie wäre nur durch Intrigen und Mord an die Macht gekommen, da ja nicht sein kann, was nicht sein darf, eine Frau als Kaiser und dann noch besser als die schon sehr verweichlichten Männer der Tang Dynastie.

Hier in Kürze ihre Biografie:
Die Quellenlage über Wu Zetian ist sehr widersprüchlich. Nicht auszuschließen, dass einige ihr zugeschriebenen Schandtaten gar nicht verübt wurden, da Chronisten mit ihr, ihrem Leben und ihrer Herrschaft nicht gerade zimperlich umgingen. Daher müssen die aus Chroniken übernommenen Schilderungen über Kaiserin Wu Zhao und ihr Leben kritisch hinterfragt werden. Frauen auf dem Herrscherthron wurden von chinesischen Chronisten häufig verunglimpft. Das spiegelt sich auch in Berichten über andere chinesische Herrscherinnen wieder. Das Bild über Kaiserin Wu Zetian wird erst seit den 1950er Jahren kritischer betrachtet.

Geboren wurde Wu Zetian im Jahre 625, (im gleichen Jahr wurde in China eine totale Sonnenfinsternis beobachtet) in einer aristokratischen Familie. Ihr Vater Wu Shihuo trag den Titel eines Herzogs von Taiyuan, ihre Mutter war mit der kaiserlichen Familie verwandt.

Im Alter von nur zwölf Jahren kam sie im Jahre 637 als Konkubine an den kaiserlichen Hof. Zu diesem Zeitpunkt regierte Kaiser Taizong. Als Kaiser Taizong 649 starb ging Wu Zetian, in ein buddhistisches Kloster, wo sie den Rest ihres Lebens hätte verbringen sollen, wohl ein übliches Schicksal für kinderlose kaiserliche Konkubinen in China.

Der nachfolgende Kaiser Tang Gaozong holte Wu Zetian aus dem Kloster zurück. Vielleicht wurde sie auch von der Hauptfrau des Kaisers zurückgeholt, die sich erhofft haben soll, mit der schönen Wu Zetian ihren Gemahl von einer anderen, wohl zu mächtig gewordenen, Konkubine abzulenken.

Nicht unwahrscheinlich, dass Wu Zetian das Kloster nie betreten hat, sie könnte bereits vor dem Tod von Kaiser Taizong seinem Kronprinzen bekannt gewesen sein. Als Konkubine des neuen Kaisers gelang ihr zumindest der Aufstieg, war sie unter seinem Vater noch eine untergeordnete Konkubine gewesen, stieg sie im Harem des neuen Kaisers schnell zu einer Konkubine zweiten Ranges auf.

Erzählt wird, dass sie für ihren Aufstieg über Leichen gegangen sein. So berichten die Chronisten, dass sie ihre eigene Tochter erstickte und diesen Mord der Hauptfrau des Kaisers in die Schuhe schob. Dieser habe sich von dieser prompt scheiden gelassen.

Bis 655 stieg Wu Zetian zur Hauptfrau des Kaisers auf. Ihr zuliebe soll der Kaiser die Resident nach Luoyang verlegt haben und auch ihren ältesten Sohn zum Thronerben erklärt haben. Ob das alles so stimmte bezweifeln in letzter Zeit besonders westliche Historiker.

Ebenso so zweifelhaft ist, dass sie Mann und Sohn langsam vergiftet haben soll um endlich die Alleinherrschaft zu erringen.

Man behauptet nun, dass sie ihren Mann der ab 660 20 Jahre lang an Schwindelanfällen und Kopfschmerzen, bis zu seinem Tod im Jahre 683 litt, langsam vergiftet haben soll. In dieser Zeit sicherte sie ihre Macht, sie übernahm Entscheidungen und war an der Regierung maßgeblich beteiligt. Feindliche Minister wurden aus der Regierung entfernt und durch Vertraute ersetzt. Für 675 wird ihr ein weiterer Mord nachgesagt, das Opfer diesmal ihr ältester Sohn, da er sich auf die Seite der Gegner schlug.

Ihr posthumer Name war Wu Hou und ihre Herrschaft, auch als Dynastie Zhou bekannt, über das chinesische Reich unterbrach die Zeit der Tang-Dynastie.

Es gab auch andere Frauen in der chinesischen Geschichte, die als Kaiserinnen durch Heirat oder Regentinnen Macht und Einfluss ausübten. Wu Zetian war die einzige Frau, die den Drachenthron wirklich bestieg und souverän regierte und der es gelang eine eigene Dynastie zu gründen, auch wenn diese ihren Tod nicht überstand.

Ihre Regierungszeit als Regentin für ihren Sohn Kaiser Zhongzong begann mit dem Tod ihres Mannes im Jahre 683. Schon im nächsten Jahr bemühte sich Wu Zhao um die Erneuerung der Verwaltung, ein dringendes Unterfangen, hatte das Tang-Reich sich beständig ausgedehnt und diese Expansion zu einem Durcheinander in der Verwaltung geführt.

Da Wu Zhao aber schon früh damit beginnen musste, ihre Herrschaft zu sichern, was ihre Reformabsichten in den Schatten stellte. Bereits Mitte 684 kam es zu einer Rebellion. Wu Zhao wurde mehrerer Morde beschuldigt: Ihre Mutter soll sie vergiftet haben, ihr Kind und ihre älteren Brüder getötet und auch Kaiser Gaozong ermordet haben.

An der Rebellion gegen die Kaiserin waren Mitglieder der Kaisersippe Li, Prinz Li Jingye führte die Revolte an, sowie ranghohe Beamte der Zentralverwaltung beteiligt.

Auf die Bevölkerung selbst griff die Rebellion nicht über. Wu Zhao überstand die Rebellion. Sie verlegte die Hauptstadt nach Luoyang, offenbar waren hier ihre Feinde nicht so einflussreich wie in Changan.

Und auch ihre Reformen der Verwaltung führte sie fort, so förderte sie die Beamtenprüfungen als Gegenmaßnahmen zum etablierten Adel. Aber das ganze führte 686 zur Gründung einer Geheimpolizei, die mit Mord, Folter, Hinrichtung und Verbannung unter den Gegnern der Kaiserin agierte, angeführt von dem bis heute in China berüchtigsten Folterer.

Unter den Opfern waren auch mehrere Prinzen. Die Geheimpolizei agierte bis ins Jahr 697. Nach einer letzten Verfolgung war das Ende dieses Apparates gekommen. Die Geheimpolizei wurde zerschlagen, Lai Junchen, einer ihrer Köpfe, in die Verbannung geschickt. Aber vielleicht konnte sich Wu Zhao auch so lange halten, weil sie die Meinung der Bevölkerung interessierte.

Sie führte eine Bronzeurne mit vier Schlitzen ein, in diese konnte die Bevölkerung ihre Empfehlungen, Beschwerden, Forderungen und Prophezeiungen stecken. Wer nicht schreiben konnte, hatte Anrecht auf einen Briefschreiber auf Staatskosten. Ausgewertet wurden diese Briefe von einem Vertrauten der Kaiserin. Im Jahre 690 stieg Wu Zhao endlich als Alleinherrscherin zur Kaiserin auf.

Mit Unterstützung der Buddhisten bestieg sie den Drachenthron. Ein Mönch namens Yue Huaiyi, einflussreich und ein ehemaliger Liebhaber, machte den Leuten glauben, Schriftrollen entdeckt zu haben, in denen geschrieben stand, dass der Maitreya (zukünftige Buddha) eine Frau sei.

Mit Hilfe dieser Behauptung gelang es leicht, die Zahl der Anhänger zu vergrößern. Es fanden sich immer mehr Unterstützter, die Wu Zhao auf den Kaiserthron von China sehen wollten und das trotz ihres Geschlechts.

Nach anfänglichem Zögern bestieg Wu Zhao den Thron und legte sich den Kaisertitel (Huangdi) zu. Ihr Sohn musste abdanken. 691 wurde der Buddhismus zur Staatsreligion erhoben. Mit der Thronbesteigung im Jahre 690 begründete Wu Zetian auch ihre eigene Dynastie, die Zhou Dynastie.

Mitte 703 wurde Kaiserin Wu Zhao ernstlich krank und ans Bett gefesselt, die ohnehin angeschlagene Staatsverwaltung stockte. Es kam zu einem Staatsstreich, hinter dem die Familie der Ex-Kaiserin Wei stand, der Frau Zhongzongs. Die Männer der Palastwache bahnten sich den Weg zur Kaiserin Wu Zhao, richteten zwei ihrer Minister (die Zhang-Brüder) hin und zwangen sie zur Abdankung zugunsten Zhongzongs.

Damit war die Tang-Dynastie erneut etabliert. Wu Zhao starb wenige Monate später eines natürlichen Todes. Bis zu ihrem Tod behielt sie den Kaiserinnen-Titel bei.

Kaiser Zhongzong waren nur wenige Jahre im Amt beschieden. Er regierte bis ins Jahr 710, seinem Todesjahr, wohl vergiftet von seiner eigenen Frau, der Kaiserin Wei. Kaiserin Wei wurde nur wenige Jahre später ebenfalls ermordet. Neuer Kaiser wurde Xuanzong, Sohn von Ruizongs und damit Enkel der Kaiserin Wu Zetian. Der Enkel der Kaiserin regierte zwischen 712/13 bis 756, seine Regierungszeit markiert den Höhepunkt und jähen Absturz der Tang-Dynastie.

Der einzige (??) weibliche Kaiser W? Zéti?n (* 625; † 16. Dezember 705), Kaiserin war sie nur am Anfang ihrer Karriere als Gemahlin des Kaisers, nach seinem Tod herrschte sie als Kaiser 50(!)Jahre lang. (Sie kannte übrigens viele Geheimnisse für Gesundheit und Liebeskraft).

Als ich auf der berühmten Geisterstrasse vor Ihren Mausoleum stand, indem aber sowohl ihr Sohn als auch ihr Mann begraben liegen, fragte ich mich:Was hat eine so ehrgeizige und machthungrige Frau, die es nicht leicht hatte in einem so extrem patriarchalischen System wie das alte China (im übrigen das neue China auch!!) zuerst als Regentin ihres Sohnes und dann als Alleinherrscherin anerkannt zu werden, bewogen, kurz vor dem Tod zu bestimmen, dass sie zusammen mit Sohn und Mann bestattet werden will, weil sie ja doch nicht nur Kaiser sondern auch Gattin und Mutter sei.

War sie doch nicht das Monster, das laut der chinesischen Geschichtsschreibung über Leichen ging, angefangen mit der ihrer neu geborenen Tochter, die sie angeblich eigenhändig erstickt hat, um die erste Frau des Kaisers anzuschwärzen und selbst an deren Stelle zu treten? Oder ging es bei der Grabwahl um die höchste Harmonie, das oberste Prinzip im Konfuzianismus, wonach das Wohl von Familie und Volk über das des Einzelnen geht.

Über diesem Prinzip steht nur der Kaiser und das um den Preis der Einsamkeit.

Wollte sie dann, alt und krank und müde der Einsamkeit, nicht mehr Kaiser sein und daher wenigstens im Tod wieder Gattin und Mutter und Teil einer Gemeinschaft sein.

PS. Moderne Historiker bezweifeln übrigens die ganzen Greultaten von Wu Zetian.
Viele offene Fragen, Ich würde mich freuen, wenn ich hierzu einige Anregungen und Feedback erhielte.

Grüße Marianne Rattay
Mit freundlicher Genehmigung für diesen Artikel aus dem Feng Shui Aktuell Magazin!


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