Tarot: Bewusstsein - Spiritualität

Gerd Bodhi Ziegler - Schöpferbewsstsein
Frage:

 „Wir (Bhairavi und Samarpan) haben in verschiedenen Büchern über das „Arbeiten mit Wünschen zur Gestaltung der Zukunft“ und „Das Leben ist ok, so wie es ist“ gelesen. Es gibt im Moment viele Bücher, die sich mit diesen Themen beschäftigen und sind teilweise Bestseller geworden. Wobei mir die „entspannende“ Version, dass alles sowieso kommt, sehr gelegen kommt.

Wir waren uns in der Beurteilung nicht einig, und führten mit Gerd Bodhi Ziegler ein Gespräch und baten ihn um seine Beurteilung dieser Widersprüche.“

 

Schöpferbewusstsein oder Vorherbestimmung?

von Gerd Bodhi Ziegler -

„Ja, das ist wirklich die Frage!“
Diese Frage beschäftigt mich schon seit langem. Zurzeit gibt es auf dem Büchermarkt faszinierende Bücher, die sich scheinbar gegenseitig widersprechen. Die eine Seite betont den freien Willen und die in uns wohnende Schöpferkraft und bietet eine Fülle von Methoden an, Wünsche zu realisieren.

Die andere Seite betont die Vorherbestimmung und sagt, dass alles, was zu uns gehört, bereits da ist. Man könne zwar mit Wünschen arbeiten, wenn es Spaß macht, aber es geschieht ohnehin, wie es geschehen soll. Es gibt keinen freien Willen und wir können unser Leben weder gestalten noch beeinflussen.

Demgegenüber stellen die Vertreter des freien Willens das grenzenlose Potenzial unserer Schöpferkraft in den Vordergrund. Hier folgt man dem Gesetz der Anziehung nach dem uralten Prinzip „wie innen – so außen“. Gleiches zieht gleiches an und jeder Gedanken- und Gefühlsimpuls, den wir in das Feld der unbegrenzten Möglichkeiten aussenden, bringt entsprechende Resultate und Ereignisse in unser Leben. Wir sind die Schöpfer unseres Lebens und verantwortlich für alle unsere Erfahrungen.

Auf der anderen Seite wird dagegengehalten, dass das Gesetz von Ursache und Wirkung nur in der linearen Zeit gültig ist. In Wahrheit ist Zeit eine Illusion und alles existiert bereits wie bei einem geschriebenen Buch oder einem bereits gedrehten Film. Wir vollziehen die Handlungen und Informationen lesend oder betrachtend in der zeitlichen Abfolge.

Doch das ganze Buch ist längst geschrieben und die Dreharbeiten des Filmes sind schon lange abgeschlossen. Die Faszination einer Handlung liegt für uns darin, dass wir das Ganze nicht überblicken können. Dennoch steht alles bereits fest. So ist in der „Null-Zeit“ bereits alles auf unendlich vielen Parallelebenen erschaffen. Sobald ein Mensch mit seiner Geburt in eine dieser Ebenen einsteigt, ist der Ablauf seines Lebensplanes bis in jedes Detail hinein bereits vorprogrammiert.  

„Beide Konzepte sind richtig und in sich stimmig“
Sie beschreiben recht gut jeweils eine Facette der Wirklichkeit. Beide können als Weg zur Erkenntnis genutzt werden, denn am Ende ist immer alles, also auch der Gegenpol, enthalten. Am Ende hat alles gleiche Gültigkeit in der Welt unseres dualen Denkens und polaren Erlebens – jenseits von Vorstellungen, Worten und Beschreibungen.

Menschen, die sich auf die Seite einer einzigen Perspektive stellen und behaupten, diese sei allein gültig, haben nicht den Mut oder die Fähigkeit, über den eigenen begrenzten Tellerrand hinauszuschauen. Oder man könnte auch sagen: Sie haben gewählt (es ist ihre Bestimmung), den anderen Pol auszublenden, so dass sie total und konsequent ihren eigenen Weg in die Ganzheit gehen können.

Am Ende jeden Weges wartet eine tiefe Entspannung und Erleichterung, eine bedingungsfreie Liebe, eine unbeschreibliche Freude, eine grenzenlose Freiheit, ein Staunen und Lobpreisen, tiefe Demut, und die Erkenntnis göttlicher Grösse und Macht. Denn am Ende führt jeder beschrittene Weg in die Ganzheit und Einheit mit Dem-was-ist, mit der Einen Kraft, mit dem Göttlichen. Am Ende erfahren wir: WIR SIND ES – WIR SIND ALLES und NICHTS (im Sinne von nichts, was in den Begrenzungen unseres Verstandes gefasst werden kann).  

„Es gibt kein entweder – oder, sondern sowohl – als auch“
Solange es für einen Menschen stimmig und hilfreich ist, eines der Konzepte (oder beide gleichzeitig) für seinen Weg zu sich selbst zu nutzen, können diese durchaus sehr wertvoll sein. Mir selbst macht es Freude, beide gründlich kennenzulernen und dabei zu beobachten, dass mein Verstand sich durchaus mit beiden identifizieren kann – jedoch nicht gleichzeitig!

Es gibt das Phänomen der so genannten Wechselbilder. Wenn man sie lange genug betrachtet, wechselt nacheinander die Bedeutung dessen, was man sieht. Eines der berühmtesten Bilder zeigt den Kopf einer alten Frau, der irgendwann übergehen kann in die Darstellung eines jungen Mädchens. So sehr der Betrachter sich jedoch bemüht, er kann immer nur eines von beiden auf einmal wahrnehmen – niemals beide gleichzeitig.

Wenn mein Verstand aus der einen Perspektive schaut, ist diese absolut gültig. Der Verstand kann nicht gleichzeitig beide aufnehmen, so oft und so schnell er auch hin- und herspringen mag. Auch ein brillanter Redner, der überzeugend zwei sich ausschliessende Wahrheiten darlegt, kann dies immer nur nacheinander im Wechsel tun.  

„Ich kenne beide Seiten sehr gut“
Auch in meinem Leben kenne ich beide Seiten. Da gibt es Zeiten, in denen ich einfach nur dankbar und zufrieden in meinem Sein ruhe und nichts unternehme. In diesem Zustand gibt es nichts zu erreichen, keine Ziele oder Projekte zu verwirklichen. Dann wiederum kenne ich die Freude und Begeisterung, wenn es darum geht, etwas Schönes und Wertvolles in die Welt zu bringen und es Menschen als Ausdruck meiner Liebe und Freude zur Verfügung zu stellen.

Ich kenne auch die Schattenaspekte beider Pole, Bequemlichkeit und Trägheit auf der einen Seite und Leistungsdruck und Angst, zu versagen auf der anderen Seite. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich eine harmonische Verbindung von Nicht-Tun und Aktivität finden kann – manchmal nacheinander und am liebsten gleichzeitig.  

„Welcher Weg ist hilfreich?“
Es gibt Menschen, die sich mit dem Wünschen und Kreieren unter Druck setzen. Sie fürchten, Fehler zu machen und falsche Entscheidung zu treffen. Sie treiben sich selber an und kämpfen mit dem Leben. Sie geraten leicht in Stress und verurteilen sich selbst für Unzulänglichkeit und Versagen.

Für solche Menschen könnte es hilfreich sein, sich eingehend mit dem Konzept der Vorbestimmung zu beschäftigen. Wenn alles bereits da ist, dann gibt es keine Möglichkeit Fehler zu machen oder etwas zu versäumen. Sie können sich entspannt zurücklehnen und dem Leben die Regie ihres Lebens überlassen. Nicht mein Wille, sondern der Wille des Ganzen geschehe! Diese Art, die Wirklichkeit zu betrachten, kann sehr entspannend und beruhigend sein. Sie gibt dem Verstand eine schlüssige Betrachtungsweise, mit der man sich vertrauensvoll dem vollkommenen Geführt- und Getragensein überlassen kann. (Bücher dazu: F.+ R. Egli, „LOLA-Prinzip, Teil 2“ und Satyam Nadeen, „Von der Zwiebel zur Perle“).

Andere Menschen neigen eher dazu, lethargisch in den Tag hineinzuleben, und haben Angst, sich zu zeigen und dem Leben zu stellen. Sie glauben, ihre Wünsche seien falsch und sündig. Sie verstecken sich und stellen ihr Licht unter den Scheffel. Sie fühlen sich klein und wertlos und glauben nicht an ihre innere Kraft und Grösse. Solche Menschen ermutige ich, ihr Schöpferbewusstsein, ihren freien Willen und die unbegrenzten Möglichkeiten ihrer Potenziale kennenzulernen und in Besitz zu nehmen. (Bücher dazu: E. + G. Hicks „Wünschen und Bekommen“ und R. Byrne „The Secret – das Geheimnis“).  

„Aber es ist doch ganz einfach!“
Es gibt aber auch noch einen ganz einfachen Weg ohne komplizierte Konzepte, ohne Gedankenmodelle, ohne Kampf und Mühe: Radikale und kompromisslose Selbstliebe und Dankbarkeit!

Wenn wir lernen könnten, alles, was wir sind und erleben, einfach nur zu umarmen, es wertzuschätzen und zutiefst dankbar zu sein, für das, was wir sind, haben und erleben, brauchen wir nichts weiter. Dann leben wir entspannt und hingebungsvoll, bereitwillig und vertrauensvoll in der einfachen und gleichzeitig tiefen Wirklichkeit jeden Augenblicks. Der Kampf gegen uns selbst und das Leben ist dann vorbei! Wir erleben uns nicht länger als getrennt, sondern sind uns der Einheit mit dem Lebensfluss, mit UNS SELBST und ALLEM bewusst!

Egal, welchen Weg wir beschreiten: Diese Einheit und Grenzenlosigkeit ist unsere Wahrheit. Hier nehmen wir unsere Wünsche und Bedürfnisse leicht und spielerisch, freuen uns über erreichte Ziele und lasen los, was uns nicht glücklich macht. Wir betrachten das Leben als göttliches Spiel, an dem wir durch unser blosses Dasein beteiligt sind. Und wir wissen: Egal, was geschieht, wir können niemals aus dem Sein der allumfassenden Liebe herausfallen.

Am Ende war jeder Weg, den wir gegangen sind, genau der richtige! 

Quotes
Das Arbeiten mit Wünschen – du bist der Gestalter deiner Zukunft!
Alles geschieht sowieso – es gibt keinen freien Willen!  

Herzlichst Gerd Bodhi Ziegler

 

 


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