Sexuelles Verlangen

Gerd Bodhi Ziegler - Autor bei ViGeno

Sexuelles Verlangen als Tor zum Eins-Sein

 

von Gerd Bodhi Ziegler -
 


Sexuelles Verlangen als Tor zum Eins-Sein
Wir lagen leicht bekleidet im „Löffelchen“. Die Energie verdichtete sich und begann zunehmend intensiv zu strömen. Auf einmal begann sie zu stöhnen: „Ich halte es nicht mehr aus... Ich begehre dich so sehr!“

Wie gut ich dies aus eigener Erfahrung kannte! Wie oft schon hatte ich mich gequält, wenn mein Verlangen keine Vereinigung und keine ausgleichende Erfüllung fand. Doch in diesem Moment war ich besonders tief entspannt und klar. Wir hatten eine Entscheidung getroffen, uns nicht körperlich zu vereinigen, solange dies anderen verheimlicht werden musste.

Klar und deutlich konnte ich spüren und beobachten, was in Situationen intensiven Begehrens geschieht: Der grenzenlose Energiefluss verengt sich und verlangt nach einem ganz bestimmten lust- und wonnevollen Körperausdruck. Wenn dieser sich nicht natürlich entfalten kann oder gar zurückgewiesen wird, beginnt die Energie sich auf unangenehme Weise zu stauen.

Der sich dann aufgebaute Druck kann mitunter qualvoll erlebt werden. Wir beginnen zu leiden, wenn es uns nicht gelingt, diese machtvolle Energie im ganzen Körper und über seine Grenzen hinaus ungehindert fließen zu lassen. Nur dadurch wird es möglich, eine intensive und zugleich wohltuende, uns genussvoll aufladende Ausdehnung zu erleben, anstelle eines quälenden Drucks.

In diesem Moment wusste ich unmittelbar, dass nicht Verneinung und Unterdrückung die Lösung sein konnte, sondern die Öffnung für eine erweiterte Präsenz. Es war mir möglich, alle körperlichen Regungen und energetischen Empfindungen wahrzunehmen, ohne jegliche Notwendigkeit, irgendetwas damit zu tun. In wacher und klarer Aufmerksamkeit gelang es mir, vollkommen offen und präsent zu bleiben.

Gleichzeitig öffnete sich mein Gewahrsein noch weiter, so dass es sich mit jener grenzenlosen Weite vereinen konnte, die uns immer umgibt.

Ganz behutsam versuchte ich, sie mit wenigen, einfachen, zärtlichen Worten und Berührungen in diese Ausdehnung hinein einzuladen. Und weil ihre Liebe und ihr Vertrauen so groß und bedingungslos waren, folgte sie dieser Einladung mit zunehmender Entspannung. Ihre tiefe Hingabe an die Liebe selbst gab ihr die Bereitschaft, einer neuen Möglichkeit ins Unbekannte zu folgen.

Spontan vertiefte sich ihr Atem. Sie begann, noch weiter loszulassen und sich noch tiefer zu entspannen. Ich spürte sofort, wie dieses behutsame innere Los- und Seinlassen auch in ihr den Raum von Ausdehnung und Weite öffnete. Eine fühlbare Erleichterung und Befreiung stellte sich ein und wir badeten gemeinsam in süßer, alles durchdringender Intensität.

Doch nach einiger Zeit, inmitten dieser uns durchflutenden Seligkeit, stieg in ihr ein anderes inneres Erleben auf und sie begann auf einmal leise zu schluchzen: „Ich liebe dich so sehr und es tut gerade einfach nur weh...“ „Deine Liebe zu mir tut dir weh?“ Als ich mich tiefer in sie einfühlte, spürte ich, dass dieser Schmerz einer uralten Wunde entsprang aus einer gemeinsamen, lange zurückliegenden Erfahrung von Trennung und Gewalt. Auch mein Körper erinnerte sich. In unserer Offenheit meldete sich das Echo dieser noch ungeheilten Verletzung.

Natürlich ging es jetzt nicht darum, sie zu trösten oder unseren Schmerz lindern zu wollen. Was sich so unerwartet und eindrücklich zeigte, war wesentlich und unendlich willkommen. Wir durften es in seiner Tiefe und Intensität vollständig fühlen und umarmen. Hier wollte sich ein Raum für Heilung einstellen, geführt von unserer inneren Weisheit und eingebettet in die Frequenz bedingungsfreier Liebe.

Gemeinsam nahmen wir diesen uralten Schmerz in die Bereitschaft unserer offenen Herzen. Und schon bald erlebten wir uns wieder eingehüllt in das wärmende Licht der Unendlichkeit, das uns einlud, uns ihm ganz anzuvertrauen. Ich spürte, wie ihr Körper und Atem sich erneut entspannte. Etwas begann von Innen her zu leuchten: „Jetzt kommt Frieden“, flüsterte sie. “Es wird ganz still... Wir sind frei...“

Sexualität als Gottesdienst

Sexuelles Verlangen kann eine Öffnung und ein Tor zu einem viel größeren Erleben von umfassender Einheit werden. Starkes Begehren kann sich in einen Raum von lichtvoller Intensität, glückseliger Verbundenheit und umfassender Heilung verwandeln.

Ein solcher Vorgang hat nichts zu tun mit Verzicht, Entsagung oder gar Unterdrückung. Dies wird leider allzu oft aus einem Missverständnis heraus verwechselt. Anstelle von Anstrengung und Verengung braucht wahre Transformation vielmehr eine einladende, Raum gewährende Ausdehnung unseres Bewusstseins.

Um die göttliche Dimension von Sexualität wahrhaft zu erschließen, sind vor allem entspannte körperliche und geistige Offenheit und Durchlässigkeit wichtig. Es braucht die Bereitschaft und Fähigkeit, die starken, intensiven Energieströme im ganzen Körper fließen zu lassen und sie über dessen Grenzen hinaus auszudehnen.

Dies öffnet den Raum für eine Liebespräsenz, die in körperlichem Empfinden und bewusstem Atem verankert ist. Gleichzeitig dehnt sie sich ins Unendliche und Ewige hinein aus und gibt sich dieser umfassenden Wirklichkeit hin.

Hier können wir miteinander in die Gegenwart der liebe- und lichtvollen Göttlichkeit allen Seins eintauchen. Der sich einstellende Magnetismus, die Kontaktzonen unserer Körper, das Spüren der Wärme, die Wahrnehmung energetischen Strömens, all dies sind die Ankerpunkte, die uns helfen, im gegenwärtigen Moment präsent und geerdet zu bleiben.

Dann ist es spannend zu beobachten, auf welche Weise uns die Energie bewegen will. Wir können uns überraschen lassen, wie die männlichen und weiblichen Gegenpole miteinander spielen, tanzen und sich vereinigen wollen. Dies ist ein ganz natürliches, vollkommen absichtsloses Geschehen. Es entfaltet sich einfach, ohne Tun und Wollen. So wird Sexualität wahrhaft Gottesdienst. Wir werden nach Hause geführt in die Wirklichkeit des Eins-Seins mit allem Leben.

Diese Art der körperlichen Liebe ist eine erhebende Weise, unsere sexuellen Bedürfnisse ohne jede Unterdrückung sowohl zu befreien als auch vollkommen zu sättigen und zu erfüllen. Die göttliche Dimension körperlicher Liebesvereinigung stellt sich früher oder später ein, wenn wir unser Bewusstsein auf die grundlegende Einheit allen Seins ausrichten und uns in dieser Wirklichkeit verankern.

Dann suchen wir immer seltener unser Glück und unsere Erfüllung bei etwas oder jemanden im Außen, von dem wir glauben, wir seien noch davon getrennt. Wie von selbst beginnt die innere Vollständigkeit als Frieden, Freude und bedingungsfreie Liebe durch unsere Augen und Körper zu allen Menschen und Wesen auszustrahlen als Ausdruck unserer wahren Natur.

Der Text ist ein Auszug aus meinem aktuellen Buch „Wer liebt hat alles“.

In meinen Seminaren schaffen wir gemeinsam ein Liebesfeld, in dem das Fallen ins Bodenlose und das Wiederfinden unseres Ur-Vertrauens möglich werden. www.gerd-bodhi-ziegler.com/

Herzlichst
Gerd Bodhi Ziegler

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