Liebe, Sexualität & Partnerschaft - Innenwelt

Gerd Bodhi Ziegler - Autor bei ViGeno

Liebe, Sexualität und Partnerschaft befreit leben -
Die Innenwelt.

 

von Gerd Bodhi Ziegler

 

Wer LIEBT, hat ALLES  - Das neue Buch von Gerd Bodhi Ziegler.
Die Innenwelt.
Schon einige Jahre vor meiner Pubertät, etwa im Alter von sechs oder sieben Jahren, begann ich mich zu verlieben. Ich war entzückt von einigen Mädchen in meiner dörflichen Umgebung und schwärmte von ihnen.

In meiner Vorstellung verwandelten sie sich in Prinzessinnen, mit denen ich zärtlich umschlungen durch sonnendurchflutete Landschaften schwebte.

Keine dieser frühen Angebeteten erfuhr jemals etwas von meiner Verehrung. Sie wurden zu Bildern meiner inneren Geliebten.

Erst später begann ich zu verstehen, dass tatsächlich alles, was im Außen eine so magische Anziehungskraft ausübt, nichts anderes ist als die Spiegelung der eigenen Seele, die nach Entfaltung drängt.

Die Schönheit und die Qualitäten, die ich auf andere Menschen projizierte, waren in mir selbst angelegt. Sie warteten darauf, bewusst erkannt und als Aspekte meines eigenen Seins integriert zu werden.

Beides blieb für mich auch im späteren Leben als Zugang zum Raum meines Seins bedeutsam: die Verbundenheit mit der geliebten Natur und die Begegnungen mit Frauen, die mir einen fremden und zugleich tief vertrauten Aspekt meiner selbst zu spiegeln vermochten.

Ihre Nähe schenkte mir Erdung und eine erweiterte Präsenz. Sie wurden für mich zu Quellen von Inspiration, Transformation und Heilung.

Beides lehrte mich Hingabe und Ekstase: die Natur durch ihre stille und ruhige Schönheit, der Eros durch die Intensität der Anziehung und das Feuer der Sinnlichkeit.

Hier machte ich Erfahrungen, die mir einen Geschmack von Einheit und Grenzenlosigkeit gaben. Sie schenkten mir hin und wieder den Zutritt zu Räumen erweiterter Wahrnehmung, zu einem umfassenden Gefühl ozeanischen Eins-Seins.

Doch ebenso habe ich den Gegenpol kennengelernt: Zurückweisung, Verlassenheit, Einsamkeit, Sinnlosigkeit und Enttäuschung.

Erst viel später lernte ich noch eine dritte Art von Glück kennen, für die kein bestimmter äußerer Stimulus nötig ist. Ich lernte, meine Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. 

Auf diese Weise mobilisierte ich mein volles Interesse, meine ganze Liebe und Gefühlstiefe für mich selbst und verschmolz mit dem unbekannten und doch so vertrauten Wesen, das in mir wohnt, oder besser – das ich bin.

Anfangs war die bewusste Wahrnehmung meiner Innenwelt nicht immer nur angenehm. Immer dann, wenn mir meine unterdrückten Bedürfnisse und nicht gelebten Sehnsüchte als Schatten und Dämonen gegenübertraten, brauchte es oft erhebliche Überwindung, um nicht gleich vor mir selbst davonzulaufen und mich zu verschließen.

Ich erinnere mich deutlich an Zeiten, in denen ich mich am Rande von Resignation und Verzweiflung befand.

Doch wann immer es mir gelang, bedingungslos allem, was auftauchte, Raum zu geben, es willkommen zu heißen und zu umarmen, erlebte ich tiefe Heilung und Befreiung.

Ich kam mir so selbst endlich wieder näher, wurde Liebender und Geliebter. Je weiter ich in diese Räume der Verbundenheit und Einheit vorstieß, desto größer wurde meine Hingabe und Verehrung gegenüber dem Göttlichen in mir.

Am eigenen Leibe habe ich erfahren, wie schwer, ja manchmal geradezu unmöglich es sein kann, der inneren Schattenwelt mit all ihren vernichtenden Urteilen, bedrohlichen Ängsten, brutalen Selbstanklagen und schmerzhaften Schuldgefühlen zu begegnen.

Auf der Suche nach den inneren Räumen von Licht und Liebe begegnete ich – wie auch die meisten Menschen, die ich begleite – erst einmal dem, was in mir unerlöst auf Heilung und Befreiung wartete.

Es brauchte Kraft und Entschlossenheit, durch die zähen Schichten von Schuld, Angst und Selbstverneinung zu jenen Ebenen von Transparenz, Offenheit und Durchlichtung durchzudringen, nach denen ich mich so intensiv sehnte.

Doch manchmal, gerade dann, wenn ich es am wenigsten erwarte, öffneten sich überraschend innere Räume von Glückseligkeit und Weite, die mit Worten schwer zu beschreiben sind.

In all jenen Momenten, in denen ich mein innerstes Sein berührte, wusste ich zutiefst: dorthin sehnt sich und strebt mein ganzes Wesen.

Dies motivierte mich, auch in den dunkelsten Zeiten, in denen das Licht am Ende des Tunnels unerreichbar erschien, offen zu bleiben. Das Sehnen nach dem Licht, das in meinem Inneren immer beglückend strahlt, begleitete mich seither auch unterschwellig in allen meinen Liebesbegegnungen.

Erste große Liebe.
Petra, meine erste große Liebe – ich war 18, sie 15 Jahre jung – besaß eine zarte, äußerst anmutige und sinnliche Ausstrahlung.

Wir wohnten 70 Kilometer auseinander und konnten uns – wenn überhaupt – nur an den Wochenenden sehen. Dann aber schwelgten wir in zärtlichen, romantischen Sphären voller selbstvergessener himmlischer Verliebtheit.

Mit unserer natürlichen hochsensiblen Sinnlichkeit entdeckten wir wonnevoll unsere Körper und erlebten behutsam den drängenden und leidenschaftlichen Wunsch nach körperlicher Vereinigung.

Nach etwa einem Jahr wäre dies für uns beide wünschenswert und natürlich geschehen, hätte nicht auch ihr religiöser Hintergrund diese Möglichkeit strikt zurückgewiesen.

So verzichteten wir auf das, was sich unsere Körper ersehnten und quälten uns weitere zwei Jahre lang mit Zurückhaltung und Verzicht.    

In dieser Zeit beobachtete ich zunehmend skeptisch das Verhalten der Menschen in unserem religiösen Umfeld.

Sehr bald entdeckte ich die offensichtlichen Zusammenhänge von Aggression, Feindseligkeit und Doppelmoral, die oft mit der Reglementierung und Unterdrückung von Sexualität einhergeht.

Und obwohl ich selber noch nicht wagte, das Tabu zu durchbrechen, begann ich die rigide Sexualmoral zu kritisieren und abzulehnen.

Dann, an einem Wochenende Anfang März, drei Jahre nach dem Beginn unserer Liebesverbindung, überraschte sie mich. Als Arzthelferin hatte sie Zugang zur „Pille“ und wollte einfach nicht länger warten.

Wie aufgeregt wir beide waren! Endlich, endlich durfte sein, worüber wir schon hunderte Male fantasiert hatten.

Ehrlich gesagt war ich dann doch etwas enttäuscht, als wir es schließlich „getan“ hatten. Ich glaubte tatsächlich, dass ich es vorerst nicht wiederholen wollte. Doch gleich am folgenden Tag vereinigten sich unsere Herzen und Körper wieder aufs Neue.

Ab diesem Zeitpunkt wurde es zunehmend schöner und lustvoller. Wir führten uns gegenseitig auf eine zärtlich-wonnevolle Weise in die körperliche Liebe ein und konnten kaum genug davon bekommen.

Die warme Jahreszeit kam, und auf unseren gemeinsamen Streifzügen durch die bewaldete Natur fanden wir die schönsten Plätze für unseren Liebesaustausch.

Es war pures Entzücken und jedes Mal ein Fest für unsere Sinne, Körper und Seelen. Es schien möglich, diesen Bereich unserer Liebe heimlich und jenseits moralischer Gebote und Vorschriften zu zelebrieren.

Alles war so echt, so wirklich und natürlich, dass wir nie das Gefühl hatten, etwas Unrechtes oder gar Sündiges zu tun. Oder waren da doch unterschwellige, unbewusste Schuldgefühle, die nach einigen Monaten zu einem jähen Ende unserer unbeschwerten Zeit führten?

Petra war wieder zu einem Wochenende bei mir und schrieb in ihr Tagebuch, sie habe einmal die Pille vergessen und befürchte nun eine ungewollte Schwangerschaft.

Sie wurde nicht schwanger, doch ließ sie das Tagebuch aufgeschlagen in meinem Zimmer am Boden liegen. Als meine Mutter die Blumen gießen wollte, stolperte sie über das Buch und die verräterischen Zeilen sprangen ihr entgegen.

Entsetzt und todernst nahm sie mich beiseite und konfrontierte mich mit ihrer schockierenden Entdeckung. Ich suchte verzweifelt nach einer Ausrede, doch es gab kein Entrinnen.

Wir mussten unsere „Todsünde“ bekennen. Sofort wurden auch Petras Eltern informiert. Das Entsetzen war auch dort sehr groß, und wir wurden vor die Wahl gestellt, entweder umgehend zum Standesamt zu gehen und zu heiraten oder uns nicht mehr zu treffen.

Unsere Wahl war klar, denn die Strafe einer gewaltsamen Trennung erschien uns unerträglich. So schlitterte ich überstürzt und unvorbereitet in eine moralisch erzwungene Ehe.

Anfangs glaubte ich noch, dieser „formale Akt“ würde nichts an unserer Liebe ändern. Doch schon sehr bald musste ich einsehen, dass ich mich darin gründlich geirrt hatte.

Es war wie das Eintreten in ein neues, gesellschaftlich reglementiertes Energiefeld mit ehelichen Pflichten und Begrenzungen. Der Zauber unserer Liebe löste sich darin unaufhaltsam auf.

Der natürliche Tanz unserer unbeschwerten Freude und Anziehung wurde unversehens ersetzt durch eine auferlegte Bindung und einen offenen Zwang.

Diese gefühlte Unfreiheit begann mehr und mehr auf mir zu lasten, und ich erinnere mich an herrliche, sonnige Frühlingstage, in denen ich verzweifelt in depressiven Zuständen zu versinken drohte.

Der Ehering an meiner noch so jungen Hand wurde für mich zum Symbol einer Fessel und unterhöhlte zunehmend die Echtheit und Schönheit unserer Liebe.

Hinzukam, dass sich das Fundament meines übernommenen Glaubens unaufhaltsam aufzulösen begann, was mich in eine zusätzliche Sinnkrise stürzte. Zum ersten Mal dachte ich über die Möglichkeit von Freitod nach.

Wir übersiedelten ins damalige West-Berlin, wo für mich eine intensive Selbstfindung und spirituelle Neuorientierung begann.

Doch hierbei konnte und wollte Petra mir nicht folgen. Wir lebten uns zusehends auseinander und unsere Ehe wurde geschieden. Nach sieben Jahren war unser beider erste große Liebesverbindung zu Ende. Bald darauf lernte sie einen anderen Mann kennen und wurde die Mutter ihrer gemeinsamen Kinder.

Herzlichst
Gerd Bodhi Ziegler

Gerd Bodhi Ziegler, Bestsellerautor verschiedener Tarot-Begleitbücher stellt in diesem Buch vor, wie bedingungslose Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft zu einem befreiten Leben führen kann.

Dies lehrt er in auch in seiner engagierten Seminararbeit und begleitet Menschen auf ihrem Weg in diese Befreiung. Das, was er in seinem Buch beschreibt, kann man in seinen Seminaren unmittelbar selbst erfahren und erleben.

www.gerd-bodhi-ziegler.com

 


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