Spiritualität: Lieben & Kampf

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Dennis Raach - Autor bei ViGeno

Spirituell sein, lieben und kämpfen gleichzeitig - geht das?

 

von Dennis Raach -

 

Lieben und gleichzeitig kämpfen – geht das?
Ein Phänomen, welches ich bei spirituell interessierten Menschen häufig antreffe, ist der Pazifismus – die Ablehnung jeglicher Gewalt. Warum das problematisch ist, möchte ich Dir im Folgenden erklären.

Gefühle sind der Motor des Menschen, sie bewegen ihn zum Handeln. Die Gefühle eines Menschen lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen: Zum einen jene Gefühle, die auf Angst basieren -  und zum anderen Gefühle, die in der Liebe ihren Ursprung haben.

Letztlich ist dies der entscheidende Punkt, um eine Handlung passend bewerten zu können. Wenn eine Handlung wirklich aus der Liebe heraus entsteht – also mit der Kraft des Herzens - wird sie immer nachhaltig sein, sie wird Sinn stiften und dem Besten aller Beteiligten dienen.

Entspringt sie allerdings aus der Angst, wird es immer früher oder später Probleme geben und auf irgendeine Weise dem großen Ganzen schaden.

Wenn nun ein Mensch  jegliche Form von Gewalt ablehnt, so ist er nicht bereit, sich so sehr zu lieben, dass er z.B. sein ureigenes Recht auf Leben durchzusetzen bereit ist – und wenn es von etwas oder jemanden bedroht wird, eben auch zu beschützten.

Das Ablehnen von Gewalt macht sich dann auch auf unbewusster Ebene bemerkbar, indem das Immunsystem geschwächt wird:

Auf körperlicher Ebene im mikroskopischen Bereich finden ständig Kämpfe statt. Der Körper tötet z.B. ständig Bakterien ab, die er nicht in seinem Reich gebrauchen kann und schaden.

Ein ebenso kriegerischer Akt ist die Verdauung, wo erst das Essen ''gewaltvoll'' aufgespalten wird und dann in nützliche und unnützliche Bestandteile sortiert wird – hier zeigt sich die wichtige Fähigkeit des Menschen zum Ablehnen und Nein-Sagen zu unnützen Dingen sowie zum Annehmen und Ja-Sagen zu nützlichen Dingen auf körperlicher Ebene.

Das grundsätzliche Ablehnen von Gewalt macht sich also auch hier bemerkbar,  indem der Körper  diese Funktionen nicht mehr so gut ausführen wird – weil er im Zwiespalt zwischen der Notwendigkeit des Lebens und dem Verbot der Gewalt steht.

Nun, letztlich ist also die entscheidende Frage nicht, ob Gewalt im Handeln  ist oder nicht, sondern ob die Angst oder die Liebe der Grund für eine Handlung ist. Und somit auf das Wohl des Ganzen abgestimmt ist.

Liebst Du schon so sehr, dass Du bereit bist, das kostbare Geschenk des Lebens von Dir und den Deinen zu beschützten – oder gibst Du lieber dem Chaos und der Sinnlosigkeit den Raum in dieser Welt? Du bist ein freies Wesen  und entscheidest. Jetzt. In  diesem Moment.

Liebe Grüße
Dein Dennis Raach

 


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