Die Trauer ein Tabuthema von Ängsten und Gefühlen

Stefan Schmitt - Astrologe - Tarot - Edelsteintherapeut - Numerologe - Autor

Trauer darf und muss gestattet sein und darf kein Tabuthema bleiben!

Die Trauer:

In unserer Gesellschaft ist das Thema Trauer meist ein Tabuthema und man redet nicht darüber, weil man es sich einfach nicht traut. Es ist ein Tabuthema, welches uns große Angst macht. Doch jeder von uns wird früher oder später im Leben mit diesem schmerzlichen Thema konfrontiert werden, sei es, das ein lieber Mensch stirbt oder auch ein lieber Mensch wegzieht.

Auch wenn man in völliger Isolation lebt und keinen an sich ranlässt, so wird sich ein Gefühl der Trauer, nämlich der Eigentrauer entwickeln. Niemand kann um die Trauer einen Bogen machen, niemand kann sich diesem Thema entziehen. Wenn das Thema Trauer aktuell wird, dann kommen in uns Gefühle hoch, die nicht alltäglich sind, die wir nicht so kennen, wie die „normalen“ Gefühle der Freude oder auch Angst. Sie machen uns Angst und wir glauben, dass wir diese Gefühle nicht aushalten können und noch verrückt werden. Wenn man sich mit dem Thema der Trauer nicht auseinandersetzt und sie überwindet, dann wird man daran körperlich und seelisch zerbrechen.

Ich möchte nun einmal auf die 4 Phasen der Trauer einzugehen:
1. Die Trauerphase des Nicht-Wahrhabens-Wollens und der Verleugnung:
In dieser Phase der Trauerarbeit will man erst einmal nicht wahrhaben, dass ein uns nahe liegender Mensch „weg ist“, und zwar für immer. Man befindet sich in einem Schock und in einer Art Trance.

2. Die Trauerphase ist der Aufbruch der Gefühle:
Man hat die Hoffnung aufgegeben und verspürt den vollen Schmerz und die Verzweiflung. Es treten öfter Gefühlsschwankungen auf und es kann gut möglich sein, dass man plötzlich anfängt zu weinen. Der Körper ist völlig aus dem Gleichgewicht. Man kann nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, nicht mehr ruhig sitzen, keine Freude. Man hat das Gefühl, dass man nie wieder glücklich sein kann. Man hadert nur noch mit seinem Schicksal und fragt sich, warum man selber gerade unter diesem schlimmen Schicksal leiden muss. Man beneidet alle anderen Menschen und sieht nur das Schöne und Gute beim anderen.

 Man reagiert auch oft gereizt, wenn andere einem das Beileid aussprechen. Die Gedanken kreisen nur noch um den „Verlorenen“, was man nicht mehr mit ihm gemeinsam machen kann. Das Leben außen ist wie ein Film, an dem man nicht mehr teilhaben kann. Diese Trauerphase ist die schmerzlichste und schwierigste Phase der Trauerbewältigung.

3. Die Trauerphase der Neuorientierung:
So langsam beginnt man wieder, sich nach außen zu orientieren. Man kann sich zeitweise wieder konzentrieren und auch einmal wieder Freude zeigen und erleben. Trauern und Hadern lassen langsam nach und sind nicht mehr so intensiv. Doch die Stimmungsschwankungen sind noch vorhanden. Doch der Körper kommt wieder langsam in den normalen Rhythmus.

4. Die Trauerphase des neuen Gleichgewichts:
Man ist wieder zu einem neuen Gleichgewicht, sowohl körperlich als auch seelisch gelangt. Natürlich fühlt man noch Wehmut, wenn man an die alten, vergangenen Tage denkt, jedoch sieht man die Zukunft wieder vertrauensvoll. Natürlich vergisst man den „Verlorenen“ nie, doch man lenkt den Blick wieder auf die Gegenwart, was man noch alles erleben und haben kann. Diese Träume und Gedanken versucht man wieder mehr und mehr zu verwirklichen. Man hat sich eine neue Lebensaufgabe gesucht und sich neue Fähigkeiten zugelegt. Man hat die Trauerarbeit abgeschlossen.

Dies klingt jetzt sehr theoretisch und nach einem tollen Schema, wie es sein sollte und wie man zu einem Erfolg kommen kann. Doch wichtig ist auch zu begreifen, dass Zeit keine Wunden heilt. Man durchläuft die einzelnen Phasen der Trauer nicht automatisch.

In jeder Trauerphase gibt es Menschen, die verharren.
Einige Menschen leben nur noch in der Vergangenheit, wie in der Trauerphase 2.
Andere fragen sich nur noch, warum ihnen das so passiert ist und es der Nachbarin immer so gut geht.
Andere wiederum drücken ihre Trauer nicht aus, sie unterdrücken sie, mit Alkohol, Tabletten oder mit psychosomatischen Beschwerden. Dies ist aber keine gute und erfolgreiche Trauerarbeit, ich betone hier die Arbeit nicht das Unterdrücken der Ängste.

Es ist nicht einfach, aber man soll es anpacken, denn jede Arbeit, die erfolgreich abgeschlossen wird, beginnt mit dem ersten Schritt.

Doch es ist auch interessant zu beobachten, wie unsere Gesellschaft mit Trauer umgeht. Oft kann die Gesellschaft nicht unseren Gefühlsausdruck deuten, wenn es einen „Verlorenen“ gibt. Die Gesellschaft dreht sich oft ab und behandelt es wie ein Tabuthema. Wenn man danach fröhlich und stark wirkt ist es nicht gut und wenn man nur noch ein Frack ist, dann auch nicht! Doch man sollte nicht sich von manch harten Aussprüchen und Getratsche runtermachen lassen, das ist ganz wichtig. Lassen sie sich nicht fertig machen, egal wer was sagt!

Doch sie werden sich jetzt sicher fragen, was sie tun können, also nicht irgendein theoretischer Kram, sondern eine praktische Anleitung. Die versuch ich ihnen hier zu geben:

Der Weg der Trauer bis zum neuen Gleichgewicht dauert oft drei bis fünf Jahre, aber es gibt keine Regelzeit, das ist ganz wichtig zu betonen, und diese Angaben sollen ihnen auch keine Angst machen. Erst einmal ist es nur wichtig, dass sie lernen, ihre Gefühle zu akzeptieren. Wenn sie nachts das Radio laufen lassen wollen, dass sie das Gefühl und die Angst der Einsamkeit nicht mehr haben, dann machen sie es. Doch bitte keine Tabletten, Alkohol oder andere Drogen!

Auch ein Tagebuch kann ihnen ein sehr guter Diener sein, dem sie Tag und Nacht, egal wann, ihre Verzweiflung und ihre Ängste anvertrauen können. Informieren sie sich auch einmal, ob es bei ihnen eine Trauerbewältigungsgruppe gibt, in der sie einfach mit Gleichgesinnten über ihre Gefühle und Ängste reden können und Tricks austauschen können. Vermeiden sie bitte auch in der Zeit der Trauer große Entscheidungen, wie Umzug, Hausverkauf, größere Käufe oder Stellenkündigungen.

Machen sie einen Tagesplan, in dem sie kleine Schritte festlegen, wie ihr Alltag zu regeln ist, und halten sie sich bitte auch daran. Wichtig ist es auch, die Wochenenden zu planen. Vielleicht möchten sie sich ja verschiedene Gruppen anschließen oder sich mit jemandem treffen. Wenn sie nachts das Gefühl verspüren, eine menschliche Stimme zu hören und zu spüren, und niemanden haben, dann trauen sie sich und rufen sie die Telefonseelsorge an.

Achten sie auch auf ihren Körper und eine gesunde Ernährung, denn es wäre sehr kontraproduktiv, wenn es ihnen schon seelisch schlecht geht und dann auch noch körperlich beschissen geht.

Achten sie darauf, dass sie genug Vollwertprodukte, Salat, Obst und Gemüse zu sich nehmen. Informieren sie sich in ihrer Apotheke, wichtig ist in der Apotheke, nach Nahrungsergänzungsmittel, das sie genug Vitamine, vor allem B, C und E und Mineralstoffe zu sich nehmen.

Nur Achtung: Zu viel kann wieder bei bestimmten Vitaminen schädlich sein. Um ihre körperliche Anspannung abzubauen, machen sie einen Spaziergang oder informieren sie sich über Entspannungsübungen (Volkshochschule, Yoga etc.).

Und noch ein Tipp:
Die Trauerarbeit ist wie eine Bergbesteigung. Sie müssen unten im Tal beginnen, ganz unten, und sich dann ganz langsam, Schritt für Schritt hocharbeiten, mit viel Mühen, bis sie wieder eine neue Lebensperspektive bekommen. Sicher ist, dass sie die Person, die verstorben ist, nie vergessen werden. Die Gedanken werden sie dann aber nicht mehr so schmerzen, und glauben sie mir, die Bergbesteigung lohnt sich und wenn sie erst den Gipfel erreicht haben, werden sie eine herrliche Aussicht ohne Wolken und Nebel und herrliche Luft genießen können.
 


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