Der gemeinsame Nenner machts.

Norbert Paul - Autor bei ViGeno

Weshalb scheitern so viele Bemühungen es anders zu machen, als es mit den bisherigen idiologischen, politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mitteln, Wegen und Strukturen möglich ist?
Weshalb landen alle "alternativen Parteien und Gruppierungen" früher oder später im gleichen Fahrwasser wie die Alten?

Weshalb schaffen es so viele großartige Ideen und Konzepte nicht in die Realisierung?

Weshalb kommen trotz ständigem "Fortschritt" immer wieder die großen Sinnfragen auf?

Aus meiner Sicht fehlt hier ein kleinster gemeinsamer philosophischer Nenner, der die Seele und die elementaren Bedürfnisse anspricht, die Ideen und Konzepte, wie auch die Menschen verbindet. Wenn z. B. alles als beseelt angesehen wird, nicht auf verklärte, sondern auf ganz pragmatische Weise, dann finden sich mit Leichtigkeit Lösungen für die anstehenden ökologischen und ökonomischen Probleme, die wir ja haben, weil uns diese Sichtweise bisher fehlt.

Der Punkt bei diesem so wichtigen, verbindenden philosophischen Netz ist der, dass es sowohl den Verstand, das Herz und die Seele ansprechen muß, damit es funktionieren kann. Um dies zu erreichen, sollte ein solches Modell klar verständlich und gut strukturiert sein. Auf diese Weise haben die Menschen eine Chance sich zu orientieren und einen Sinn, sowie schlüssige Erklärungen für die großen Fragen ihres Lebens finden. Zahlreiche Zugänge machen es zudem leichter sich damit auseinanderzusetzen und gleichzeitig Raum für die eigene Entfaltung zu haben. Pragmatische, in den Alltag umsetzbare Beispiele, motivieren zusätzlich zum Reinschnuppern und Ausprobieren dieser Lebensweise. Natürlich sollten auch Werkzeuge und Methoden vorhanden sein, die jedem die Möglichkeiten geben, sich ganz individuell zu entwickeln. Hierzu ist die Arbeit auf körperlicher und auf energetischer Ebene als absolut gleichwertig und sich gegenseitig bedingend zu betrachten. Durch die Seelenarbeit, wie sie auf naturspirituellen Wegen praktiziert wird, werden beide verbunden. Man kann zu jedem Zeitpunkt selbst entscheiden was man bereit ist zu tun und wie weit man gehen möchte. Einen Zwang, ein bestimmtes Ziel erreichen zu müssen, gibt es nicht.

Wir alle kennen genug Negativbeispiele für „fehlgeschlagene“ Konzepte, wie z. B. in Form der monotheistischen Lehren (Christentum, Islam, Kapitalismus, Sozialismus, …).

Ihnen fehlt etwas Entscheidendes, weshalb sie reine Machtgebilde waren und sind, nämlich der Einklang mit der Schöpfung. Aus diesem Grund waren sie zwar Sinne von Macht und Ausbeutung erfolgreich, scheiterten jedoch kläglich im Sinne der Schöpfung.

Wie sarkastisch ist z. B. das christliche Weltbild, in dem der Mensch in einem einzigen Leben alles richtig machen muß um in den „Himmel“ zu kommen, wo er doch schon schuldbeladen auf diese Welt kommt. Dieser Weg kann nur in die Hölle führen und auf diesem Weg dieselbe entfachen. Ein Weg voll Werten, Verurteilen, Ablehnen, Entzweien, Bekämpfen, Strafen, Ausbeuten, mit Gewalt „überzeugen“, voll Arroganz und Scheinheiligkeit. Und die anderen monotheistischen Systeme stehen da um nichts nach.

Wie erleichternd ist im Vergleich dazu eine naturspirituelle Sichtweise auf diese Welt und die Schöpfung, die sich an eben dieser orientiert. Wenn wir in die Natur schauen, durch die sich die Schöpfung sichtbar und greifbar manifestiert, finden wir ein ewiges Werden, Sein und Vergehen, das wir auch für uns Menschen und ganz besonders für unsere „unsterbliche Seele“ annehmen dürfen. Es muß hier nicht alles „Gute“ in einem Leben erreicht werden, den das Leben ist ein Weg des Lernens. In jeder Inkarnation hat man die Möglichkeit sich ein Stück weiter zu entwickeln. Hier ist auch Raum für „Fehler“, aus denen man lernen kann, die ausgeglichen werden können und die letztendlich zu diesem Weg dazugehören. Hier gibt es keine Hölle, sondern so viele Versuche, wie man braucht, um eine Sache zu verstehen!

Die großen Fragen des Lebens – Wer bin ich? – Wo kommen wir her? – Wo gehen wir hin? – Was ist der Sinn meines Lebens? – Wo liegt der Sinn in dem Ganzen? – entstehen aus dem unbewussten Verlangen und Streben nach einem Leben in Einklang mit der Schöpfung. Diese als Beispiel zu nehmen und unsere Verstandeskonzepte daran auszurichten, ist sicher ein Weg in die richtige Richtung und zu einem gemeinsamen Handeln. Einem erfüllten, berufenen und lebensfrohen Lauf des Lebens können wir damit sehr nahe kommen.

Der Neue Abendländische Schamanismus ist so ein pragmatischer, philosophischer gemeinsamer Nenner in Einklang mit der Schöpfung und eine echte Alternative.

Mit herzlichen Grüßen, Norbert Paul

 


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