Kraft der Visionen - Dopamin die Zauberdroge

Melanie Jochem - MK Akademie - Autor bei ViGeno

Die Kraft der Visionen - Teil 2.

 

von Melanie Jochem - MK Akademie -

 

 

Wie Visionen unser Gehirn und unser Leben verändern.
Ist Dopamin die Zauberdroge, aus der Visionen gemacht werden?
Mehr als alles andere löst die positive Erwartungshaltung die verstärkte Freisetzung des „Vorfreude-Hormons“ Dopamin aus. Dieses Hormon wiederum lässt neue Nervenzellen sprießen, die uns Lust machen auf das zukünftige Ziel - gleichgültig ob es sich nun um einen bevorstehenden Urlaub, einen neuen Partner oder eine andere Belohnung handelt.

Dopamin aktiviert verschiedene Bereiche des Mittel- und Großhirns. Alle beteiligten Hirnareale bilden zusammen das sogenannte Belohnungssystem. Einer der weltweit führenden Dopamin-Experten Prof. Wolfram Schultz - hat in Konditionierungsexperimenten mit Menschenaffen herausgefunden, dass nicht die Belohnung selbst nach einer absolvierten Übung – in diesem Fall eine Banane – für eine erhöhte Dopaminausschüttung sorgt, sondern der Zeitraum, kurz bevor die Affen ihre Banane als Belohnung bekamen.

Hatten sich die Affen nach einigen Übungsversuchen an die Belohnung gewöhnt, stellte das Gehirn seine erhöhte Dopaminausschüttung komplett ein. Erst als die erwartete Belohnung durch die Gabe von zwei und mehr Bananen übertroffen wurde, reagierte das Affengehirn wieder mit erhöhter Dopaminproduktion.

Auf den Menschen übertragen bedeutet das, dass Emotionen der freudigen Erwartung stets von hohen Dopmaninschüben begleitet werden.

Wie groß die Bedeutung der Vorfreude tatsächlich ist, hat der holländische Tourismusforscher Dr. Jeroen Nawijn am Glückszustand von 1530 Urlaubsreisenden in den acht Wochen vor der geplanten Reise untersucht.

Verglichen mit Nichturlaubern waren die Urlauber vor allem vor der Reise zufriedener und glücklicher. Nawijn fand in seiner Studie heraus, dass die Dopaminausschüttung vor allem vor den Ferien hoch ist - am Urlaubsort angekommen, lässt sie nach. Sein Fazit:

Damit der Urlaub nicht zu einer vorhersehbaren Enttäuschung wird, braucht der Mensch, sobald er angekommen, ist immer wieder neue Ziele, um die Momente der Vorfreude zu erhalten. Vorfreude fördert also in besonderem Maße die Dopaminfreisetzung.

Reicht alleine die Ankurbelung dieses „Neugierhormons“ aus, um neue Ideen für die Zukunft zu entwickeln oder gar selbst zum Genie zu werden?

Genies sind ebenso wenig ein Zufallsprodukt wie die Fähigkeit, visionär denken zu können. Seit Jahrhunderten wird darüber gestritten, ob es der Natur, der Kultur oder eher der göttlichen Eingebung zu verdanken ist, dass Visionen die Welt verändern.

Der weltweit wohl renommierteste Kreativitätsforscher Prof. Mihaly Csikszentmihalyi hat nahezu sein ganzes Forscherleben damit zugebracht, eine Antwort auf die Frage zu bekommen, was besonders kreative und visionäre Menschen auszeichnet.

Er hat dabei in zahlreichen Studien und persönlichen Befragungen tausender visionär begabter Menschen drei Voraussetzungen ermittelt, die Kreativität fördernd wirken:

1. Es muss einen Bereich geben, in dem man sich besonders gut auskennt.
2. Das gesellschaftliche Umfeld muss die neue Idee anerkennen und positiv beurteilen
3. Man muss selbst von seiner visionären Idee überzeugt sein.

Seine Analyse ergab darüber hinaus, dass ausgeprägte Kreativität und geniale Geistesblitze sehr häufig geradezu gegensätzliche Charaktermerkmale mit sich bringen.

Menschen dieser Kategorie sind z.B. verspielt und diszipliniert zugleich. Sie verhalten sich smart und doch oft naiv. Realistisches und imaginäres Denken vereinen sie; sie fragen sich „warum eigentlich nicht?“, wenn sie eine neue Erfahrung machen können. Visionär begabte Menschen geben sich also nicht nur ihren Dopmaninschüben hin und warten ab, sondern werden aktiv.

Ihr im präfrontalen Cortex angesiedelter Verstand ist dabei mindestens genauso aktiv wie ihre emotionale Leidenschaft. Die Fähigkeit zu Selbstkritik und Zweifel ist ihnen wichtig, um offen zu bleiben für neue Entwicklungen oder Korrekturen.

Insofern vereinigen erfolgreiche Visionäre auf beeindruckende Weise nahezu gegensätzliche charakterliche Eigenschaften. Diese Vielseitigkeit lässt sie neue Zusammenhänge erkennen, die schließlich z.B. solch bahnbrechende Erfindungen wie das Telefon, die Glühbirne oder das Internet hervorbringen.

Wie gelingt es dem menschlichen Gehirn, sich immer wieder neu zu begeistern?
Was die Alltagserfahrung seit jeher lehrte - nämlich dass unerwartete Ereignisse besser im Gedächtnis bleiben, hat der Neuroforscher Dr. Nicolai Axmacher gemeinsam mit seinem Forscherteam untersucht.

Mithilfe bereits zuvor eingesetzter Elektroden wurde den Gehirnen von acht Epilepsie- und sechs Depressionspatienten bei der Arbeit zugeschaut. Die aus therapeutischen Gründen implantierten Elektroden konnten jeweils dann eine erhöhte Aktivierung des Gedächtniszentrums, d.h. des Hippocampus feststellen, wenn unerwartete Bilder gezeigt wurden.

Das führte zu einer Art Rückkopplungsmechanismus auf den Hippocampus, so dass das Neuerlebte einen stärkeren Eindruck im Gedächtniszentrum hinterlässt.

Neue Ereignisse aktivieren auf diese Weise das Belohnungssystem. Dieses selbst erzeugte Glücksgefühl sorgt dafür, dass kreative Menschen ihre Ideen auch in schwierigen Situationen weiterverfolgen.

Die intrinsische Belohnung wirkt gleich zweifach: Zum einen wird das Neugelernte besser gespeichert, und zum anderen macht diese positive Erfahrung Lust darauf, noch mehr zu lernen oder zu erforschen. Ein Mechanismus, der, sofern er immer wieder aktiviert wird - bis ins hohe Alter die Freude am Lernen erhalten kann.

Geniale Geistesblitze stimulieren also die Ausschüttung körpereigener Drogen. Die Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Lebensidee ist sinnstiftend und fühlt sich sehr gut an.

In manchen Fällen können Forscher, Erfinder und Entdecker sich geradezu an ihren eigenen Phantasien oder Projekten berauschen. Forschende Workaholics vergessen alles um sich herum - Essen und Trinken werden zur Nebensache.

Die handlungsbegleitenden Emotionen entscheiden in hohem Maße darüber, welche Werte und Normen verinnerlicht werden. Es sind aber nicht nur die großen phantastischen Ideen, die unsere Hirnchemie positiv beeinflussen. Auch die vielen kleinen Dinge des Alltags, denen wir Aufmerksamkeit schenken, wirken sich hirnphysiologisch vorteilhaft aus.

Der bekannte deutsche Neurobiologe und Mediziner Professor Tobias Esch hat nachgewiesen, inwieweit „Glück“ trainierbar ist. An einer seiner Studien nahmen 147 Mitarbeiter eines Versicherungsunternehmens teil, die sieben Wochen lang täglich per E-Mail Glücksaufgaben gesendet bekamen.

Diese Aufgaben dauerten 10 bis 15 Minuten und leiteten dazu an, sich täglich glücksfördernden Verhaltensweisen zu widmen, wie z.B. Sport zu treiben, seinen Freunden kleine Geschenke zu machen, Bekannten von den eigenen Wünschen zu erzählen oder etwa ein Glückstagebuch zu führen.

Am Ende der Studie wurden alle Teilnehmer danach befragt, wieweit ihre eigene Grundstimmung sich verändert habe.

Das Ergebnis war beeindruckend. Die psychischen Effekte der Trainingsteilnehmer waren eindeutig: Gegenüber der nicht trainierten Kontrollgruppe waren sie glücklicher, zufriedener, erholter und achtsamer.

Glücks- und Zufriedenheitsgefühle wirken also wie ein Psychopharmakon - und nicht nur das: Glücksgefühle wirken auf den ganzen Körper. Sie stärken das Immunsystem und steigern die Widerstandskraft sämtlicher Organsysteme.

Der Vergleich von Forschungsergebnissen aus mittlerweile ca. 150 Ländern dieser Erde zeigt, dass die größte Quelle für Lebensglück im menschlichen Gehirn steckt. Leider vielfach auch das Gegenteil!

Positives Denken in Kombination mit einem als sinnvoll empfundenen Dasein verlängert rein statistisch gesehen die Lebenserwartung um sieben Jahre! Kein anderes Organ des menschlichen Organismus hat demnach so einen enormen Einfluss auf unser Lebensschicksal wie unser Gehirn!

Prof. Esch hebt in seinem Buch „Die Neurobiologie des Glücks“ ebenfalls die außerordentliche Bedeutung unseres Charakters für das eigene Lebensglück hervor. Die Fähigkeit, „glücklich zu sein“, sei zu 50% angeboren, zu 10 % von den äußeren Umständen abhängig und zu ca. 40 % aktiv durch den Menschen selbst beeinflussbar.

Im nächsten Teil berichte ich über das Thema: „Wie müssen wir denken, damit unser Gehirn und unser Körper gesund bleiben?“

Herzliche Grüße
Ihre Melanie Jochem

MK Akademie = Bau Dir Deine Brücke zum Sinn

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