Interessantes: Was ist Integrale Ökologie

Georg Dehn - Analytische Astrologie - Integrale Ökologie - Autor

Was ist Integrale Ökologie

Der Integrale Begriff ist ein Neologismus, der vor nur wenig mehr als 300 Jahren geprägt wurde. Wir bewegen uns in diesem sehr abstrakten Bereich in Vorstellungswelten, die nur alle paar Jahrzehnte ihre Vordenker und menschlichen Leuchttürme hervorbringen. Hochinteressant ist die Tatsache, dass die beiden unabhängigen, konkurrierenden Entwickler des Integralen Gedankens zwei hochkarätige Philosophen, ganzheitliche Denker und Metaphysiker waren.

Wir wissen von den Alchemistischen Interessen und der astrologischen Erfahrung des Isaac Newton, wir kennen den lebenslangen Versuch von Gottfried Wilhelm Leibniz, eine einheitliche Vorstellung des Weltganzen zu formulieren. Seine Annäherung über die Monadenlehre war keine einheitliche kosmologische Theorie wie wir sie heute wünschen, aber mehr als das, nämlich ein ganzheitlicher Entwurf, der sowohl philosophische als auch naturwissenschaftliche Gültigkeit hatte. Leider wurde dieser wegweisende Ansatz von den Naturwissenschaften verschlafen. Die fünfzig Jahre später bereits in der Blüte befindliche Aufklärung kippte aus reiner Kirchenfeindschaft mit ihrer Ablehnung der Spiritualität das Kind mit dem Bad aus und darunter leidet die Wissenschaft bis heute, weil sie nicht fähig ist, ganzheitlich zu denken.

Beide Forscher konnten aus der Fragestellung ihrer intimsten Problematik, die vorrangig spiritueller Natur war, viele naturwissenschaftliche Gesetze erklären und aufstellen. Als Abfallprodukt sozusagen. Das populärste Beispiel ist Newtons Entdeckung und erstmalige Formulierung der Gravitation. Unabhängig von, aber gleichzeitig mit Leibniz entwickelte er auch die Integrale Mathematik. Übrigens war in Zeiten des 30-jährigen Krieges, also nur wenige Jahrzehnte vor diesen Genies, Kepler von der Astrologie, Geometrie über die Musiktheorie so nebenher auf die Planetengesetze gestoßen. Seine Hauptleistung war jedoch die Herausarbeitung der astrologischen Aspektelehre. Hier hat er den über tausend Jahre ruhenden Stand seit Ptolemäus entscheidend weiterentwickelt und dieser Disziplin wieder einen eindeutig wissenschaftlichen Impuls gegeben. Es geht uns (ich war lange Jahre Mitglied im DAV, dem deutschen Astrologenverband) allerdings immer noch wie dem jungen Sigmund Freud, dessen Seelenforschung in den ersten Jahren noch mit dem Vorwurf des Okkultismus konfrontiert war.

Wenn ich von dem Phänomen des Integralen spreche, das uns auch in der Integralen Ökologie als Fundament dient, dann muss ich von den heutigen Zeitgenossen zu allererst Ken Wilber erwähnen, der uns jedoch nicht als Vorbild dient. Sein Ansatz ist mit unserem identisch, jedoch sehe ich ihn persönlich als zu strukturgebunden an. Seine Quadranten sind undynamisch, setzen harte Grenzen, sind dualistisch betont. Seine Ebenen sind ebenfalls zu kategorisch. Die Kritik teilen wir mit den Integralen Psychologen.

Der große Mann im 20. Jahrhundert, der die integrale Begrifflichkeit aufgriff und neu prägte, sie rein philosophisch sowie spirituell definierte, ist Sri Aurobindo mit dem Integralen Yoga. Ein großer Wurf, der leider den meisten Menschen zu viel an Bemühung und Vertiefung abverlangt.

Wulf Mirko Weinreich, ein Mann der sich klar und einfach auszudrücken versteht hat mir vor wenigen Jahren innerhalb seiner Psychotherapeutischen Theoriebildung erklärt, es geht schlicht und ergreifend nicht um den Dreh, einige bisher unabhängige Methoden zusammen zu bringen. Dazu gibt es die integrative Psychotherapie. Aber das ist ein unzureichender Krückstock. Es geht vielmehr darum, die bestehenden psychologischen Systeme zu analysieren, in Verbindung zu bringen mit der seelischen Entwicklung des Menschen und ihre Stelle in einem gewünschten therapeutischen Prozess zu bewerten.

Ich habe die beiden großen Wissenschaftler des Spätbarocks genannt, weil in der Integralen Mathematik Grenzwerte die Rolle spielen, weil aus benachbarten unebenen Flächen auf Rauminhalte gerechnet werden muss. Dies versinnbildlicht die Prozesse, die wir hier ansprechen.

In den 90ern war mir klar geworden, dass der Umweltbegriff zu sehr das biblische Thema bedient, „machet Euch die Erde untertan“. Die Konsequenzen dieses falsch verstandenen Zitates war ein menschliches Laissez Faire, das uns an den Rand der Katastrophe brachte. “Umwelt” lässt nicht genügend Freiraum für die positive Perspektive kreativer Veränderungen und zukunftsweisender Innovationen, sondern dient dem schlechten Gewissen und dem lammfrommen Entgegensehen auf eine Apokalypse, die wir uns vielleicht sogar gehörig verdient haben. So denken die ewig gestrigen und sagen, okay, dann ist auch alles egal.

Damit konnte der Umwelt- und Naturschutz alter Prägung, mag er noch so gut gemeint sein, nicht mehr funktionieren, weil er immer nur reagiert und Schäden beseitigt. Es ging darum, eine neue Stellung als Menschheit zu finden und dazu passte der Begriff „MITWELT“. Verantwortung ist hier das Schlüsselwort, das in die Zukunft greift und nicht der moralisierende Sprachbrei, der sich letztendlich auf Gefühle von Schuld und Sühne reduzieren lässt.

Plötzlich entdeckte ich den Unterschied zwischen einem Globus und einem Planeten. Das eine ist die mathematisch exakte Kugel, ein Gebilde vom Schreibtisch, vom Reißbrett, ein Produkt der Kartographen, die auf weißem Papier mit Zirkel und Lineal ein ideales Gebilde zeichneten. Das andere ist ein Himmelskörper mit abgeplatteten Polen und manchen Unregelmäßigkeiten, einem “Profil” wie Mensch sagt, wenn er in den Spiegel sieht. Die Erde ist keine homogene Masse, sondern ein lebendiges Wesen, das sich in Schichten aufbaut und an dessen Oberfläche sich weitere Schichten von Wasser, von Gasen finden, eine Aura wie die eines Menschen aus verschiedensten energetischen als auch psychischen Kraftfeldern aufgebaut, die magnetisch, elektrisch, schwerkraftmäßig veranlagt sind und zudem vollkommen ungleichmäßig über diese Oberfläche verteilt sind.

Der Mitweltbegriff sieht ein einheitliches Biotop in dem mineralisches, pflanzliches, tierisches Wesen sich mischt und ergänzt, lebt, bekämpft und um geistigen Fortschritt ringt. Das über die Zeitalter des Planeten Erde hinweg gesehene Potential an geistigem Impuls, wo es jeweils am höchsten ausgebildet war und ist, empfand sich, sah sich, nannte sich: Mensch. Diese Krone der Schöpfung ist nicht als herrschaftliche Zuweisung genannt, sondern um die Spitze, das heißt die höchste Übersicht zu markieren. Wir könnten uns ja auch als die Narren auf dem Hügel sehen. Der Mensch, der das Treiben der Welt betrachtet und sich ruhig zurücklehnt ohne einzugreifen. Auch das wäre eine Krone. Die des Selbstbewusstseins. Ein Selbstbewusstsein, das die Natur nicht bereits vergewaltigt hat und ohne Angst und Machtstrategien das Wunder des Lebens in Genügsamkeit betrachtet.

Wir sehen die Völker dieses Planeten als einen Teil des Biotops, ein Soziotop, das sensibel beobachtet werden kann. Wir entdecken die Urvölker, die mit der Natur noch im Geben und Nehmen sind und dadurch Wahrnehmungsfähigkeiten bewahrt haben, die wir nicht einmal auszudenken fähig sind. - Ein Aboriginal spürt Wasser sprichwörtlich in den Fußsohlen.

So wird im Integralen Denken sowohl horizontale Erkundung der Welt, als auch vertikale Erschließung der Zusammenhänge und Strukturen möglich. Hier sind alle geschichtlichen Ansätze (ob Leibniz, Aurobindo, Wilber) deckungsgleich. In diesem Bewusstsein werden wir zu Menschen und Wesen der höheren Dimensionen. Wir sind uns der 3. und 4. Dimension im täglichen Leben vollkommen bewusst. Erfahrung ist das Schlüsselwort der 4. Dimension. Wenn ein Mensch zu denken und sich einzuordnen beginnt in seine Mitwelt macht er die Erfahrung von Veränderungen, die zeitgebunden sind. Den inneren Zusammenhang von Bewegung, Entwicklung, Lernen, Kommunikation und der Zeit begreift jeder. Deshalb ist es ein Armutszeugnis, wie heutige Physiker uns Raum und Zeit erklären wollen (Lisa Randall z. B., die in ihrem Buch Verborgene Universen uns alles über Dimension 3 als “zusätzlich” erklären will. Dabei verheimlicht sie nicht, dass bis hin zur Quantentheorie alles Glaubenssätze sind. Sie nimmt diese Denkmodelle jedoch ängstlich ernst. Wie ein höherer Kleriker hat sie ihr wichtigstes Dogma jedoch unter Verschluss und manipuliert damit: Wir dürfen nicht mehr lachen.) Jedoch haben wir auch die nächsten Dimensionen längst verinnerlicht, wissen intuitiv was Macht, was das Geheimnis des Lebens ist, die Harmonie der göttlichen Einheit, die innere Sammlung im emotionslosen Gewahr sein ewiger Zeitlosigkeit, die Fülle und der Überfluss der geistigen Ströme, die unablässig durch und in allem fließen, was IST. Die grenzen freie Verbindung von Emotion, Geist, Materie – ohne auch nur eine einzige mathematische Formel bemühen zu müssen.

Die Wissenschaft will uns nach wie vor für dumm verkaufen und denkt in Begriffen, die älter als die Aufklärung sind. Sie lächelt über die Kirche, spricht aber deren Sprache. Und wir wissen, alleine die Wissenschaft ist es nicht. Deshalb hat ein Newton Alchemie betrieben, ein Leibniz mit der protestantisch ausgerichteten neuen herrschenden Klasse philosophiert und ein Voltaire sich zu den Freimaurern begeben, einer Gesellschaft, die keine erklärten Atheisten zulässt und auf den humanistischen Werten von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit basiert.

Der Integrale Gedanke führt zu neuen Verbindungen, zu Netzwerken und zu einer Bewusstseinserweiterung, die einem „konservativen“, sprich angstgepanzerten Menschen nicht mehr nachvollziehbar ist. Denn wie schon erwähnt es geht nicht um Durchmischung. Spirituell gesehen geht es darum, das Göttliche zu erkennen, den Anteil an Überpersönlichem in sich erspüren, intuieren, er-meditieren zu lernen. Gott ist tot, das ist die umkehrbare Realität des reinen Geistes. Gott können wir in uns verwirklichen und damit wiederum ins Leben rufen, das ohne ihn gar nicht stattfinden würde. Der Schöpfer kann sich nur in dem sich bewusst entwickelnden Wesen spiegeln. Gott, der Schöpfer setzt sich in dem sein Selbst verwirklichenden Menschen die Krone auf. Diese  unschätzbare Aufgabe können wir verwirklichen und diese unerwartete Chance sollten wir nutzen. Damit erfüllen wir die Verheißung als “Krone der Schöpfung”. Schöpfer und Geschaffener in einem zu sein. Der höchste Ausdruck der Integralen Idee.

Aus dieser Kraft harmonisierend und heilend einzuwirken auf die Mitwelt ist die praktische Umsetzung dieser Erfahrung und Erkenntnis im Alltag. Wir sind Teil der Welt und die Welt ist Teil von uns. Ein universelles Einheitsprinzip.


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