Feng Shui: Die Schildkröte - Spiritualität und Mythologie - Stein des Monats

Franz Ludescher - Autor bei ViGeno

Die Schildkröte

von Franz Ludescher -

Schildkröten leben seit knapp 250 Millionen Jahre auf unserer Erde. Sie sind wechselwarme, eierlegende Reptilien und waren schon vor den Dinosauriern auf der Erde. Es gibt ca. 300 Arten und diverse Unterarten. Landschildkröten leben in Mediterranen Gebieten, aber es gibt auch Wüstenschildkröten. Die kleineren Wasserschildkröten kommen meist in Nordamerika und Südostasien vor. Die größeren Flussschildkröten leben in Südamerika. Auf einigen Inselgruppen leben Riesenschildkröten, Weichschildkröten gibt es in Asien und Schlangenhalsschildkröten leben in Australien. Darüber hinaus gibt es noch die Meeresschildkröten. Man kann also sagen, dass fast überall auf der Erde Schildkröten leben.

Keinem Tier in der Welt werden so viele unterschiedliche, positive Eigenschaften zugesprochen und Legenden angedichtet, wie den Schildkröten.

Im allgemeinem bringen die meisten Menschen die Schildkröte mit Langsamkeit und Behaglichkeit in Verbindung. Im Traum verkörpern sie auch den Panzer, den der Träumende oder ein Mensch in seinem Umfeld entwickelt hat, um vor Angriffen geschützt zu sein. Schildkröte symbolisiert meist Sensibilität und reiches Gefühlsleben, diese Eigenschaften werden aber hinter scheinbarer Härte und Gleichgültigkeit verborgen, weil man Verletzungen fürchtet. Bewegt sich das Tier langsam, ermahnt das oft zu Geduld, Ausdauer und Beharrlichkeit, damit man alle Hindernisse allmählich überwindet.

Psychologisch betrachtet ist die Schildkröte ist ein Tier, das sich bei der geringsten Gefahr oder auch nur Annäherung in seinen Panzer zurückzieht. Deshalb ist sie im Traum ein Symbol für die Unsicherheit, Zurückhaltung, Verschlossenheit und Empfindsamkeit des Träumenden. Sie deutet aber auch auf seine Kommunikationsprobleme und Berührungsängste hin. Sie symbolisiert den schützenden Panzer, den wir um unser oft angefeindetes Ich legen, die Einkehr, die wir in uns selbst halten. Als Traumsymbol mahnt sie zur Zurückhaltung, weil uns dann nichts geschehen kann. Da manche Menschen Schildkröten als Haustiere halten, kann sie im Traum ebenfalls diese Bedeutung annehmen. Darüber hinaus ist die Schildkröte ein Symbol für langes Leben.

Symbol

Die Schildkröte steht für Weisheit, Stärke, Ausdauer, tiefe Verbindung mit Mutter Erde, Fruchtbarkeit, Gabe alter Weisheit, Stabilität, Güte, Geduld und ewiges Leben.

Mythologie

Die vielen sehr unterschiedlichen Arten von Schildkröten, ganz besonders aber die Landschildkröten, haben im Laufe der Menschheitsgeschichte unzählige Legenden, Bräuche und mythische Symbole entstehen lassen.

Die Naturvölker Asiens verehren die Schildkröte, weil sie gut gepanzert und ausgesprochen widerstandsfähig und langlebig ist. Die Menschen wollen ebenso sein und bilden sie figürlich nach, um ihnen einen besonderen Platz im Hause zuzuweisen. In manchen Fällen setzen sie noch eine Geweihhälfte des Berghirsches in den Rückenpanzer einer Schildkrötenfigur, um die Schnelligkeit und die Waffe dieses Tieres den Eigenschaften der Schildkröte hinzuzufügen. So verkörperte man alles, was man für sich und seine Familie wünschte in einem Phantasie-Gebilde und setzte es neben Buddha auf den Hausaltar.

In der chinesischen Tradition wird die Schildkröte als Verkörperung der Weisheit und Klugheit verehrt. Man sagt ihr nach, sie trage alle Lebensweisheit auf ihrem Panzer. Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Schildkröte im Traum die Schöpfung. Sie ist Fruchtbarkeitssymbol der Aphrodite (Venus) und steht für Gesundheit, Vitalität und Unsterblichkeit. In China glaubt man, wenn man über seinem Bett ein Bild von einer Schildkröte hat, dann hat man ein langes und glückliches Leben. Die Chinesen geben ihren Kinder, wenn sie krank sind, ein Schildkrötenamulett. Dieses soll sich schneller wieder gesund machen und vor einer erneuten Erkrankung schützen.

In Japan wird der Gott der Weisheit und des Glücks Fukurokuju wird mit hoher Stirn dargestellt. Er wird begleitet von einem Hirschen und einer Schildkröte. Diese beiden Tiersymbole stehen für ein langes Leben. Außerdem gibt es einen weiteren japanischen Gott. Der Gott der Langlebigkeit und des Glücks in alten Tagen Jurojin wird auch von einer Schildkröte und einem Kranich begleitet. Dies bedeutet für die Japaner, dass auch ein glückliches Leben in alten Tagen vorherrschen kann. Für die Chinesen ist die Schildkröte ein Abbild des Universums. Auch in China gilt sie in Anbetracht ihres hohen Alters als Symbol der Weisheit.

Für die Mongolen und die Inder trägt die Schildkröte den Weltenberg (die Erde) auf dem Rücken. Weiterhin wurden früher in der Mongolei die Gräber in Form einer Schildkröte angelegt, da die Schildkröte als Zeichen der Unsterblichkeit galt. Auch in einigen Religionen spielt die Schildkröte eine wichtige Rolle.

Im Buddhismus und Hinduismus glaubt man an die Wiedergeburt und nach Ansicht der Gläubigen befinden sich in jeder Schildkröte verschiedene Seelen von Menschen, die auf dem Weg ins Nirwana sind. Aus diesem Grund ist es jeden Buddhisten verboten eine Schildkröte zu töten.

Für die Hinduisten haben die Schildkröten eine besondere Bedeutung. Die Schildkröte ist die zweite Inkarnation des Gottes Vishna. Laut der Überlieferung soll der Gott Vishna bei einer großen Sintflut in eine Schildkröte verwandelt worden sein und konnte anschließend auf dem Rücken dieser Schildkröte eine neue Welt entwickeln.

Jeder gläubige Buddhist macht sich ein Leben lang Gedanken darüber, welchen Körper seine Seele nach seinem Ableben wohl zugewiesen bekäme. Das Ziel wäre die endgültige Erleuchtung, wie sie Buddha zuteil wurde. Das zu erreichen, hält wohl jeder für utopisch. Aber wenn man es auch nicht zu einem wohlhabenden Menschen schafft, dann wenigstens zu einem angesehenen Tier – und da wäre das Fortleben der Seele in einer Schildkröte bei all den Sünden, die man als Mensch begangen hat, eine wünschenswerte Inkarnation für viele Buddhisten.

Thailändische Menschen glauben, wenn du eine Schildkröte in die Freiheit bringst, wirst du ein langes Leben haben. Bevor die Schildkröte frei gelassen wird, beten die Thailänder, dass sie ein langes, gesundes Leben haben werden. Und das sie im nächsten Leben wieder ihren guten Freunden und den guten Ehemann/-frau treffen werden. Wenn du nachts von einer Schildkröte träumst, dann wird in naher Zukunft etwas gutes in deinem Leben passieren. Viele Thailänder spielen dann Lotto. Die Schildkröte bedeutet, dass sie Menschen von dem Bösen und den Gefahren auf der Welt beschützt. Aus diesem Grund möchten viele thailändische Menschen ein Schildkröten-Amulett aus dem Tempel bei sich tragen.

Doch auch bei uns in Europa gibt es einige Mythen. Zum Beispiel in Griechenland, da Meeresschildkröten viele Eier legen sind sie auch noch ein Symbol der Fruchtbarkeit. Die Fabel vom „Hasen und der Schildkröte“ (bei uns etwas abgeändert durch den „Hasen und den Igel“), steht für die Weisheit der Schildkröte. Und im alten Griechenland gab es bereits einen erstaunlichen Mythos. Dort gab es die Chelone (griech. Schildkröte). Sie war eine Jungfrau, die von Hermes in eine Schildkröte verwandelt wurde. Dies geschah, weil sie bei der Hochzeit von Zeus und Hera zu Hause geblieben war. Aus diesem Grund musste sie auch ihr Haus auf dem Rücken tragen.

Der Stamm der Irokesen glaubt, dass die Schildkröte die Erde aus dem Urozean gezogen hat. Außerdem sagt man ihr nach, dass sie sehr zäh wäre, da sie auch bei schweren Verletzungen und Krankheiten gute Erholungschancen hat. Aus diesem Grund werden Talismänner aus dem Panzer der Schildkröte gemacht, die dann bei feierlichen Zeremonien zur Abwehr und Heilung von Krankheiten eingesetzt werden.

Die Schildkröte ist im inneren Kreis des Medizinrads das Tier der mit dem Element Erde verbundenen Mutter Erde. Schildkröten gehören zu den Reptilien und leben häufig auf dem Land. Sie können mitunter ein ungewöhnlich hohes Lebensalter von bis zu 150 Jahren und mehr erreichen. Die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents ehrten die Schildkröte, indem sie Nordamerika als »Schildkröteninsel« bezeichneten. Unter anderem liegt die Ursache hierfür in mehreren Legenden, in denen es heißt, daß die Schildkröte oder Meeresschildkröte ihren Rücken als Fundament für das heutige Nordamerika und Kanada zur Verfügung gestellt hat. Dies hatte sich zugetragen, nachdem die Erde durch die Macht des Wassers gesäubert worden war. Eine Geistfrau, Erste Frau, kam aus den Himmeln, fand eine Handvoll Erde, verteilte sie auf dem Rücken der Schildkröte und blies der Erde Leben ein, damit die Schildkröte zurückkehren und mit den Kreaturen ihrer eigenen Art leben konnte. Der Schildkröte und ihrer Opferbereitschaft wurde Ehre erwiesen, indem die Indianer Nordamerika nach ihr benannten.

Krafttier: DIE SCHILDKRÖTE

Die Schildkröte ist sehr alt und weise und steht für Harmonie und die Mutter Erde. Wenn die Schildkröte Dein Krafttier ist, besteht die Möglichkeit, Deinem Leben eine entscheidende Wende zu geben. Wahrscheinlich versuchst Du, Dich gegen jeden und alles zu schützen. Obwohl nach außen hin alles an Dir abzuprallen scheint, bist Du tief in Deinem Herzen sehr verletzlich. Versuche Schwäche und Stärke sowie Trauer und Freude in Harmonie zu bringen. Bleib mit beiden Beinen auf der Erde und gib Deinem Leben eine neue Richtung. Aber - Gut Ding braucht Weile, lass Deine Gedanken heranreifen. Nimm Kontakt zur Mutter Erde auf. Du wirst alt und weise werden, wenn es Dir gelingt, Harmonie zwischen Körper und Seele herzustellen.

Die heute wohl bekannteste Schildkröte ist die Kassiopeia und spielt in MOMO, ein 1973 erschienener Roman von Michael Ende.

In einer Phantasiewelt, die sehr an das Heute erinnert, ist die Gesellschaft der grauen Herren am Werk. Sie versuchen, alle Menschen dazu zu bringen, Zeit zu sparen. In Wahrheit werden die Menschen um ihre Zeit betrogen; während sie versuchen Zeit für später zu sparen, vergessen sie, im Jetzt zu leben. Denn Zeit kann man nicht sparen wie Geld. Je mehr man versucht, Zeit zu sparen, desto „kürzer“ werden die Tage und Wochen.

Als die Welt schon fast den grauen Herren gehört, beschließt der weise Meister Hora (der geheimnisvolle „Verwalter der Zeit“) zu handeln. Er hält die Zeit an, wodurch die ganze Welt zum Stillstand kommt, und schickt seine Schildkröte Kassiopeia mit dem kleinen, hilfsbereiten Mädchen Momo, das eine Stundenblume für eine Stunde Zeit in die Hand bekommt, in den Kampf gegen die übermächtig erscheinenden grauen Herren.

 


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