Spiritualität: Kommunikation & Psychopathen

Bärbel Mechler - Autorin bei ViGeno

Spiritualität: Kommunikation mit psychopathischen Menschen.

von Bärbel Mechler -

Psychopathische Menschen haben ihre ganz eigene Art zu kommunizieren: Sie sind nicht daran interessiert, ihren Horizont zu erweitern, neue Erkenntnisse zu gewinnen oder ganz einfach ihr Gegenüber verstehen zu wollen. Ein gegenseitiger Austausch wird, wenn nicht zur Machtdemonstration, so wenigstens als eine willkommene Gelegenheit zur Selbstdarstellung, Manipulation oder Vorteilsbeschaffung genutzt.

Wer mit solchen Menschen kommuniziert, für den ist das auf den ersten Blick nicht immer leicht zu durchschauen und wenn doch, wird es schnell sehr unangenehm. Die meisten Menschen fühlen sich deshalb in solchen Momenten absolut hilflos. Doch das ist noch lange kein Grund zum Verzweifeln. Denn Sie können durchaus lernen, diesen Gesprächen eine ganz neue und pfiffige Dimension zu verleihen. Denn welche Bedeutung Sie einer Situation beimessen, hängt alleine von Ihnen ab.

Nur Sie alleine bewerten, was schlimm ist und was nicht. Es gibt in Wirklichkeit nicht „die“ Wahrheit, es gibt allenfalls „Ihre“ Wahrheit. Ich möchte Sie deshalb gerne ermutigen, Ihren Blickwinkel nach und nach zu verändern und sich schrittweise innerlich aus Ihrem gewohnten Verhalten zurückziehen. Sicherlich geht das nicht von heute auf morgen, und es bedarf auch vielerlei Übung, aber es ist möglich, und das zählt.

Ich möchte Ihnen hierzu gerne von einem eigenen Erlebnis aus der Rubrik „Machtdemonstration“ berichten. Doch geht es hierbei nicht um verurteilen, sondern lediglich darum, eine mögliche Taktik aufzuzeigen, wie man sich entlasten und mit sich selbst im Reinen bleiben kann.

Vor vielen Jahren rief ich während meiner Tätigkeit als Sekretärin einen gegnerischen Anwalt an und bat ihn freundlich nach einer Kontoverbindung. Das war alles. Doch bevor ich überhaupt meinen Satz beenden konnte, begann dieser mich in unverschämter Weise zu beschimpfen und zu beleidigen.
Ich beschloss damals, mich innerlich nicht von seinen Defiziten angreifen zu lassen und hörte zunächst alles geduldig an, um mir ein genaues Bild von ihm zu machen. Dann antwortete ich ganz ruhig und ohne Vorwurf:

„Ich hätte nie gedacht, dass jemand mit einer akademischen Bildung sich so gehen lassen kann. Liegt es vielleicht daran, dass Sie keine Manieren haben, keine gute Erziehung oder sogar einen schlechten Charakter?
Ich werde Sie morgen noch einmal kontaktieren, vielleicht haben Sie bis dahin herausgefunden, an was es liegen mag“.

Er schrie mir noch etwas Beleidigendes hinterher und warf den Hörer auf, doch am nächsten Morgen kam er mir sogar zuvor. Er meldete sich und entschuldigte sich überschwänglich und versicherte mir, dass er weder schlechte Manieren, noch eine schlechte Erziehung und schon gar keinen schlechten Charakter habe. Im Gegenteil. Er sei der beste Rechtsanwalt der Stadt und nur wegen starken terminlichen Drucks etwas ungehalten gewesen. Gleichzeitig bot er mir eine großzügige Zusammenarbeit an. Und nicht nur das, er stellte mir zu meinem Erstaunen seinen persönlichem Schutz zur Verfügung und sagte:

„Wenn irgendjemand es in Zukunft wagen sollte, unverschämt zu Ihnen zu sein, dann genügt ein Anruf und ich mache ihn fertig. Sagen Sie auch ihrem Chef, dass das auch für ihn gilt“.

Dass es ihm keine Probleme bereiten sollte, jemanden fertig zu machen, davon war ich überzeugt. Lustig fand ich jedoch seine Annahme, dass andere Menschen unverschämt zu mir sein sollten. Er hatte wohl von sich auf andere geschlossen. In der folgenden Zeit rief er mich mindestens drei Mal die Woche in seiner Mittagspause an und sagte, dass es für ihn nichts Netteres gäbe als mit mir zu plaudern, da ich der einzige intelligente Mensch sei, der ihm auf Augenhöhe begegnen könne.

Genau dieses Verhalten ist urtypisch für seine psychopathische Struktur. Er konnte nicht nur den Gesichtsverlust nicht wegstecken, er nahm auch jede sich bietende Gelegenheit wahr, um mir von seiner Großartigkeit zu berichten. Doch das war für mich ganz in Ordnung, denn die Gespräche mit ihm hatten immer noch einen hohen Unterhaltungswert, da er auch sehr witzig und überaus charmant war.

Wie Sie sehen, können aussichtslose Situation eine ganz andere Wendung nehmen, wenn wir uns nicht von einer negativen Vorgabe einfangen lassen, und lieber unserem Gegenüber mit einem unverhofften Überraschungsmoment den Wind aus den Segeln nehmen.

Wir können also größtenteils selbst entscheiden, ob wir uns angegriffen fühlen, oder innerlich sogar eine schützende Distanz aufbauen lernen. Und die Mühe lohnt sich in vielerlei Richtung. Aus ursprünglich verletzenden Absichten kann sogar Gegensätzliches entstehen. Probieren Sie es aus!

Herzlichst
Bärbel Mechler

Begrifflichkeit Psychopath 
Den Ausdruck Psychopath benutze ich als Überbegriff im umgangssprachlichen Gebrauch für Menschen mit der psychopathischen Charakterstruktur, aber auch ganz allgemein für all jene mit starkem antisozialem Verhalten. Er ist keine Diagnostik im medizinischen Sinne.

 


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