Selbst belügen - spirituell - Seminarjunkies

Ava Hauser - Autorin bei ViGeno

Seminarjunkies – oder wie ich aufhöre mich selbst zu belügen.

 

von Ava Hauser -

 

Junkies sind abhängig von einem Stoff, der immer rascher in immer höherer Dosis gebraucht wird, um nicht abzustürzen in die totale Verlorenheit. Bedient der Stoff die Erwartungen nicht mehr, gelangt man schnell zur nächsten, noch stärkeren Droge. Denn es gilt die Angst im Zaum zu halten. Angst, die aufsteigt, sobald spürbar wird, dass die alten Dämonen im Inneren nicht tot sind, sondern nur geschlafen haben. 

Nach Jahrzehnten unter spirituell Suchenden erscheint mir der Vergleich mit dem Junkie nicht mehr provokant. Unzählige Menschen hängen an den Lippen eines spirituellen Meisters oder einer spirituellen Meisterin und erhoffen von dort die ewiggültige und heilbringende Wahrheit.

Zunächst genießen sie die typische Euphorie des Einstiegs – alles ist gut und alles wird verklärt. Dann kommt die Ernüchterung und bevor die Angst wieder zuschlägt der Umstieg auf die nächste Droge, den nächsten Guru, den nächsten Trend. 

Nicht immer sind es diejenigen auf der Bühne, die sich selbst zum Guru erklären. Oft werden sie auf dieses Podest gehoben, und zwar durch die Erwartungen derjenigen, die sich gerne von jemand reparieren lassen, anstatt selbst Hand ans eigene Leben zu legen und sich der Angst zu stellen. 

Der erste Schritt, der aus diesem circulus vitiosus herausführt, ist das Erkennen von dem was ist. Das ehrliche und aufrichtige Anerkennen der Tatsache, dass man Heilversprechen hinterherrennt ohne etwas davon umzusetzen.

Das Zulassen der Erkenntnis, dass man dies wie eine Pille gegen die Angst benutzt. 

Du brauchst kein Seminar, du brauchst keine Bücher, du brauchst im Grunde nicht einmal diesen Artikel. Denn in Wahrheit trägst du alles in dir und hast mehr als genügend Mittel, um die Angst zu besiegen und endlich etwas zu ändern. Du weißt es. 

4 Schritte raus aus der Abhängigkeit und der Angst:
1. Beende das Vergleichen mit Anderen
Der schnellste Weg zum Unglücklichsein ist das ständige Vergleichen mit anderen. Das Beste Mittel dazu sind die sogenannten Social Media. Wir werden mit bunten Bildchen überschwemmt, die andere uns vorhalten. Jene, die es geschafft haben und jene, die uns erzählen wollen, wie es geht.

Dabei blicken wir durch das Nadelöhr Social Media (Facebook, Instagram & Co.) auf einen wirklich kleinen Teil der Realität. Und vor allem ist es die Realität der Anderen.

Wieviel davon wahr und authentisch ist, weiß niemand. Es führt jedoch oft dazu, dass der Leser/Betrachter sich schlecht fühlt. Er fühlt ein künstliches Defizit, denn sein eigenes Leben ist nicht vergleichbar.

Jeder Mensch ist unvergleichlich. Also nochmal: Vergleichen macht unglücklich! Lass es bleiben. Du bist dein eigener Maßstab.

2. Akzeptiere deine Macht
Es gibt nur einen einzigen Menschen, der etwas ändern kann. Das bist du selbst! Wenn die Umstände schlecht sind, das Umfeld negativ und dein Leben voller Angst, dann bist du der/die einzige, die es in der Hand hat das zu ändern!

Glaube niemandem, der dir verspricht, dass sein Buch, sein Workshop, sein Webinar dein Leben ändern wird.

Letztendlich bist es immer du selbst, der aktiv werden muss. Höre auf, Versprechungen im Außen zu glauben. Beginne stattdessen nach innen zu hören. Lausche auf dein Herz und was es dir sagt. Die Angst führt dich immer auf den richtigen Weg.

Horche in dich hinein was du willst und beginne mit dem kleinsten Schritt. Ja du hast richtig gelesen: mit dem kleinsten Schritt. Egal wo dein Ziel ist oder wie groß deine Angst ist, du beginnst mit dem kleinsten Schritt.

Setz ein überschaubares Ziel und überlege wie klein die Schritte sein können. Denn alles ist besser, als sich gar nicht zu bewegen. 

3. Komme ins TUN
Jetzt wirst du konkret. Du hast dutzende Workshops besucht, hunderte von Büchern gelesen und kannst mit Zertifikaten deine Küche tapezieren. Sehr schön.

Das alles vergisst du jetzt. Denn du hast zu viel Input. Jetzt geht es um Output.

D.h. du beginnst mit diesem kleinsten Schritt. Dann gehst du wieder den nächsten kleinsten Schritt. Setze Schritt um Schritt und du wirst dich wegbewegen von der Angst und hin zu deinem Ziel. Du darfst nur nicht stehenbleiben.

Wende endlich die Dinge an, die du gelernt hast und das Wissen das du gesammelt hast. Du brauchst nicht mehr, sondern weniger Wissen. Du musst ins TUN kommen. 

4. Erkenne die Veränderung
Sei dir im Klaren darüber, dass die Veränderung während sie geschieht nicht wahrgenommen wird. Es ist immer der Moment, an dem du stutzig wirst, weil du erkennst, dass du zum ersten Mal etwas anders gemacht oder etwas anderes gefühlt hast als bisher.

Das ist der Moment, in dem du die Veränderung realisierst. Sie war schon vorher da. Nun übst du die erreichten Ziele wahrzunehmen. Denn leider ist der Mensch perfekt darauf konditioniert, vor allem Fehler und Negativität wahrzunehmen. Wenn die Angst weg ist, folgt nicht das Glück, sondern die nächste Sorge. Also ist es sinnvoll, die Erfolge zu dokumentieren.

Schreibe in dein Tagebuch jeden Abend etwas Positives. Schreibe am Jahresanfang und zum Monatsbeginn deine Ziele auf. Nach einem Jahr lies deine Notizen und du wirst merken, dass sich vieles verbessert hat und dann sofort aus deinem Fokus verschwunden war. So trainierst du deine Fähigkeit, positive Veränderungen wahrzunehmen. 

Verordne dir selbst regelmäßig digitales Fasten – also Pausen von den negativen Schlagzeilen des Internet und der Scheinwelt der Social Media.

Wo die Angst ist, ist der Weg. Dein Weg entsteht aus dir heraus, so wie auch alle Ressourcen längst in dir stecken. Denn wir bringen alles mit, was für eine erfolgreiche Lebensbewältigung nötig ist. Alle Bücher und Seminare sind nur Landkarten und Reiseführer, gehen müssen wir den Weg selbst.

Ein Artikel von Ava Hauser

 


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