Auflösung des Schmerzkörpers

Alexandra Rieger - Autorin bei ViGeno

Auflösung des Schmerzkörpers.

 

von Alexandra Rieger -
 

 

Der Schmerzkörper ist eine Ansammlung der bewussten und unbewussten Erfahrungen, die ein Mensch in seinem Leben bisher gemacht hat.
Diese Erfahrungen werden auf  feinstofflicher Ebene – im Bereich des Seelischen - gespeichert und sinken ins Reich des Unbewussten ab.

Auch Erfahrungen aus vorangegangenen feinstofflichen Zuständen unsers Seins bzw. Seelenkörpers spielen hier mit hinein, die uns in unserer Betrachtung zunächst nicht tangieren.

Der Begriff Schmerzkörper wurde durch Eckhart Tolle geprägt und drückt mit einem treffenden Wort aus, was wir alle mehr oder weniger  in uns spüren: einen diffusen Schmerz.

Je unbewusster wir sind, desto weniger wollen wir mit unserem Schmerzkörper in Kontakt kommen und sind bemüht diesen zu unterdrücken bzw. zu “übertünchen”. Hierzu haben wir in unserem modernen Leben sehr viele Möglichkeiten. Der eine versucht den Schmerzkörper mit exzessiver Arbeit zu überschütten, ein anderer durch Alkohol oder andere Suchtmittel, wieder ein anderer mit Sport usw.

Das In-Kontakt-kommen mit dem Schmerzkörper ist zunächst, so wie es der Begriff ausdrückt, schmerzhaft. Doch nur in der bewussten Begegnung kann dieser Schmerzkörper Stück für Stücke aufgelöst und wir dadurch erlöst werden.

Das Erlösen des Schmerzkörpers bewirkt eine “innere Befreiung”, die eine Befreiung von äußeren Zwängen als Konsequenz mit sich bringt.

Ganz pragmatisch gesprochen ist es wie folgt: Wenn wir uns in einer äußeren Situation befinden, die uns in unserer Entscheidungsfreiheit einengt und versklavt, dann kann eine solche Situation nur über eine “Erlösung” von inneren konditionierten Seelenanteilen erfolgen. (In der Psychologie bedeutet „konditionieren“: Eine Reaktion tritt auch dann ein, wenn an die Stelle des ursprünglich auslösenden Reizes ein anderer auslösender Reiz tritt.) 

Der unbewusst in uns lebende Schmerzkörper kann auch dafür verantwortlich sein, dass wir uns immer wieder in Situationen bringen, die wir als schmerzhaft erleben.

Auch in einer solchen Situation kann uns nur eine innere Befreiung wirklich Erlösung bringen. Immer sind die Veränderungen von “innen nach außen” zu bewirken.

Nie kann eine Veränderung nur im Außen bewerkstelligt werden. Das Gesetz der Entsprechung besagt: wie Innen so Außen, wie Außen so Innen. Das ergibt sich aus der Natur unseres Seins: Alles, was in uns im Geistigen geschieht, will sich im Äußeren zeigen, will sichtbar werden, weil die Kraft des Geistes der Verursacher von allem ist, was durch die 5 Sinne erfahrbar wird.

Versuchen wir in unserem äußeren Sein Veränderungen zu erzielen, dann ist das so als würden wir uns vor dem Spiegel betrachten und feststellen, dass es etwas an unserem Äußeren zu verändern gibt bzw. verbesserungswürdig ist. Jeder würde es als absurd betrachten wenn nun diese äußere Person versuchen würde, die Veränderungen im Spiegel zu bewirken, z.B. in dem sie versucht im Spiegel durch Farbe z.B. graue Haare zu übermalen.

So klar und absurd uns dieses Beispiel gegenüber steht, so unbewusst verhalten wir uns oft bzgl. notwendiger innerer Veränderungen in unserem Leben. Wir beginnen meist im Außen und wundern uns dann, dass diese Veränderungen nur oberflächlicher und unbefriedigender Natur sind.

Wenden wir uns wieder dem Schmerzkörper zu. In der modernen Psychologie wird der Schmerzkörper als “Assoziationsgeflecht” dargestellt, der sich aus Mustern und Teil- Persönlichkeiten zusammensetzt.

Die Qualität dieser inneren Energien, die sich untereinander vernetzen und das so genannte Assoziationsgeflecht oder den Schmerzkörper, was dasselbe benennt, bilden, ist verantwortlich dafür, wie der Einzelne die Welt wahrnimmt. Ist die Qualität vorrangig negativ, dann nimmt dieser Mensch seine Umwelt hauptsächlich negativ wahr. Im umgekehrten Fall ist die Wahrnehmung vorwiegend positiv.

Unser Schmerzkörper ist uns größtenteils unbewusst, wir wollen und in den meisten Fällen können wir ihn nicht erkennen. Er ist der “blinde Fleck” in unserer Seele, der Schattenanteil. Insbesondere ist zu bedenken: Die konditionierten Energien haben viele unterschiedliche Bezeichnungen, doch meinen sie immer jene Bereiche in uns, die wir nur schwer oder gar nicht mehr erkennen.

Hier kommt uns das Leben zu Hilfe, denn es „spiegelt“  uns durch die Situation in der wir leben und die Ereignisse, in die wir verwickelt sind, unsere energetische innere Verfassung.

Hierzu gehören auch die menschlichen Begegnungen, die für uns Herausforderungen darstellen können.
Da wir im täglichen Leben oftmals überfordert sind im Erkennen unseres Schmerzkörpers wenden wir uns verschiedenen Methoden und Techniken zu, die es uns erleichtern einen Zugang zu jenen Bereichen zu finden, die womöglich in die Tiefen unserer Seele abgetaucht sind.

Eine der effektivsten Methoden um an verschüttete Seeleninhalte heranzukommen ist das ganz bewusste Eintreten – das bewusste Hineingehen -  in eine momentan anstehende  Situation. Denn sobald ich ganz bewusst in mir bin, kann ich die Identifikation von Seeleninhalten (es ist die vorhandene Konditionierung) erkennen und durch das Erkennen ist die Identifikation bereits zum Gutteil aufgelöst.

Ich muss also in die Position des Beobachters eintreten, um erkennen zu können, denn durch das Erkennen erwecke ich in mir die Kraft der Veränderung.

Was haben nun Pferde mit diesem Thema zu tun?
Pferde hohlen uns in das Jetzt, sie bringen ihre Gegenwart zu uns und wir befassen uns damit. In ihrer Gegenwart kommen wir aus Gedankenhypnosen heraus und können dadurch, da wir nicht mehr durch einen ständigen eigenen Gedankenfluss absorbiert sind, erkennen.

Noch mehr. Wir kommen durch die spezielle Vorgehensweise von „Rraidho Healing Horses“ in Kontakt mit unseren konditionierten Energien. Es ist nicht nur ein intellektuelles Erkennen, sondern vielmehr treten wir in direkten Kontakt mit der konditionierten Energie und erleben sie.

Im Erleben, da der mit einem Pferd Übende eben nicht nur intellektuell erkennt, wird eine sofortige Auflösung der bewusst gewordenen Konditionierung möglich.

Pferde sind Gefühlsverstärker. Sie führen uns Menschen in unsere eigenen Gefühle hinein, vor allem in jene Gefühle, die wir selbst gar nicht mehr bewusst wahrnehmen, da sie irgendwann unterdrückt wurden und nun als Blockade in uns schlummern: es sind „weggesperrte“ Gefühle.

Da es jedoch gerade unsere unterdrückten, sprich unbewussten Energien sind, die uns beeinflussen und uns unbewusst in Situationen führen, die auf bewusster Ebene oftmals unerklärlich sind, bekommt das Erkennen können und das Transformieren von unbewussten Energien in uns eine große Bedeutung.

Durch die Hilfe der Pferde nähern wir uns in den meisten Fällen sehr schnell solchen Dynamiken in uns, die Konditionierungen sind.

Wie kann man sich das praktisch vorstellen?
Beispiel:
Karin eine junge Frau, die im Rahmen der “Raidho Healing Horses”-Ausbildung mit dem Pferd in einem abgegrenzten Raum eine Übung durchführt, wird durch die Interaktion mit dem Pferd gewahr, dass das, was sie gedanklich umsetzen will, nichts mit dem zu tun hat, was sie energetisch ausstrahlt.

Diese energetische Inkongruenz wird ihr durch das Pferd sehr deutlich gespiegelt und in ihr werden durch die Spiegelung des Pferdes Gefühle wach. Sie fühlt sich plötzlich sehr traurig. Karin war von Anbeginn der Ausbildung sehr aufgeschlossen und überfreundlich. Sie war fast ein bisschen überdreht. Jetzt in der Übung kommt sie mit ihrer Traurigkeit in Berührung, die sie bisher durch eine übertriebene und oft aufgesetzt wirkende Freundlichkeit zu kompensieren versuchte.

Ich führe sie in der Übung tiefer in ihre Traurigkeit und lade sie ein ihre  Traurigkeit zu befragen: warum empfinde ich so?  Ich bitte sie in die Traurigkeit einzutreten und zu erfühlen, ob diese Traurigkeit eine Form und eine Farbe hat. Ich sage ihr, dass Gefühle, also ihre Traurigkeit, eine Form und eine Farbe haben kann, aber nicht haben muss. Dies sage ich hinzu, damit sich Karin nicht unter Druck fühlt, wenn sie keine Farbe und Form wahrnimmt.

Ich fordere sie weiterhin auf sich im Leben zu beobachten und all jene Situationen in sich an die Oberfläche treten zu lassen, die sich so anfühlen wie die Situation mit dem Pferd, in der sie das Traurigkeitsempfinden hat.

Ich erkläre Karin, dass eine Botschaft aus der Tiefe ihrer Seele kommen kann, die in ihr Klarheit schafft, warum die Traurigkeit in ihrem Leben immer wieder eine Rolle spielt. Diese Botschaft kann im Rahmen der Übung kommen, kann jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt eintreten. Das ist nicht so wichtig.

Wichtig ist, dass Karin jetzt - in diesem Moment - bewusst geworden ist, dass die Traurigkeit einen Seeleninhalt in ihrem „inneren Raum“ darstellt. Durch das Bewusstwerden, dass das „traurig sein“ ein „Inhalt“ ist und nicht sie selbst ist, ermöglicht ihr, sich von der Identifikation mit dem Gefühl zu befreien und das Gefühl aus ihrem innerem Raum  zu entlassen.

Das Entlassen eines Gefühls ist jedoch nur im Moment der Bewusstwerdung möglich, denn solange Karin nicht in Kontakt kam mit ihrer Traurigkeit, solange wusste sie nichts um diesem Seeleninhalt, der ihren inneren Raum belagerte und sie unbewusst in all ihren Gedanken und Handlung unbewusst beeinflusst hat.

Nach diesem „Erlösungsprozess“, der durch eine intensive Atemtechnik begleitet wird, fühlt sich Karin sehr viel leichter und befreiter und kommt immer mehr in ihre Kraft, die sie stärkt, frei und ungezwungen froh macht.

Herzlichst
Alexandra Rieger

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