Kreislauf des bewussten Erlebens.
von Viktor W. Ziegler -
Nicht „Ich denke, also bin ich…“ sollte es heißen!
Sondern:“ Ich fühle, also denke ich!“
Soweit zu „Descartes Irrtum“(*) und der Widerlegung von „cogito ergo sum“!
Unser Verhalten wird ganz wesentlich geprägt von unserem bisherigen Leben. Von unserer Erziehung, aber natürlich zum Teil auch von unserer Vererbung. Und was wir auf unserem bisherigen Lebensweg damit gemacht – oder nicht gemacht haben. So wachsen wir zu einem ganz bestimmten Menschentypen heran. Als Mensch, der prinzipiell vor Gefahren davon läuft, Problemen aus dem Weg geht oder sich in der Rolle des armen Ichs aufgibt. Oder kampfbetont, aggressiv, vielleicht sogar gewaltbereit, sich in der Rolle des Kämpfers behaupten will.
Das „Lauf weg“ der Angst bestimmt die einen, das „Schlag zurück“ vielleicht die anderen. Für alle jedoch, ganz gleich um welchen Menschentyp es sich nun handeln mag, ist der Kreislauf des bewussten Erlebens einer Situation stets der gleiche. Es ist wie in einem Theaterstück, bei dem der Ausgangspunkt der Handlung vorgegeben ist, die Handlung selbst, deren Verlauf und Ende jedoch von den Akteuren bestimmt wird.
So, wie in den beiden nachstehenden Beispielen:
Der „Ausgangspunkt“ ist ein an und für sich unbedeutender kleiner Autounfall mit Blech-schaden.


