Psychologie: Wahrnehmung - Bewusstsein

Chrisitan Rieken - Autor bei ViGeno

Wahrnehmung und Bewusstsein.

von Christian Rieken -

Das Geschenk.

Wenn wir uns an unsere Vergangenheit erinnern, dann erzählen wir uns selbst eine Geschichte. Diese Geschichte hat keine objektive Realität, denn es gibt gar keine objektive Realität. Unsere Erinnerungen sind emotional angefüllte Bilderserien, die völlig subjektiv durch die eigene Brille unserer Wahrnehmung gefiltert, oder besser gesagt kreiert werden. Es sind unsere ureigensten Prägungen und Glaubenssätze, die diese Geschichte formen. Das ist auch der Grund, warum zwei Menschen, die das gleiche erleben, trotzdem eine völlig unterschiedliche Geschichte erzählen und vor allen Dingen fühlen!

Vielleicht warst Du schon einmal mit einem Freund oder einer Freundin im Kino und hast in den Gesprächen danach beobachten können, dass der Andere völlig andere Dinge wahrgenommen und gefühlt hat. Das kann sogar so weit gehen, dass man sich manchmal fragt, ob man im gleichen Film war. Wir können immer nur das wahrnehmen, was in unserem Bewusstsein "freigeschaltet" ist.

Unsere tiefen Überzeugungen, die zugegebenermaßen meist von den Eltern, oder dem Umfeld der ersten Lebensjahre geprägt sind, lenken diese "Freischaltung" auf die Sicht der Dinge. Es gibt also immer genau so viele Realitäten, wie es Menschen gibt. Jede Diskussion zwischen Menschen mit dem Ziel, dass einer von beiden Recht hat, ist also ein völlig unsinniger Versuch eine gemeinsam gültige Realität zu erschaffen. Es mag sein, dass wir manchmal für unsere Selbstwert-Bestätigung jemanden brauchen, der unsere Wahrnehmung als die Richtige ansieht, doch das dies tatsächlich geschieht, ist eher unwahrscheinlich. Die Bestätigungen fremder Realitätswahrnehmungen, die wir im Alltag zwischenmenschlich oft erleben, basieren eher auf dem Wunsch das Gefühl von Einheit, Zugehörigkeit und Anerkennung zu erschaffen.

Wer wirklich echt und authentisch nachforscht, ob er die gleiche Wahrnehmung hat, wird schnell ernüchtert. Keine zwei Menschen auf dieser großen Welt haben die gleiche Empfindung, Wahrnehmung oder Einschätzung! Das ist auch nicht nötig! Im Gegenteil, denn wenn sich zwei Menschen begegnen, geht es viel eher um die gegenseitigen Gaben, die man sich schenken kann. Alles dreht sich um das Thema Wachstum! Wie kann man sich gegenseitig bekräftigen in seiner Echtheit? Wie kann ich das Individuelle des Anderen fördern? Wie kann ich ihm helfen, dass sein Licht heller leuchtet, dass seine Kraft mehr in die Welt kommt? Das sind die Kernfragen in Beziehungen! Dazu ist die

Unterschiedlichkeit sogar notwendig, denn nur das ungleiche kann voneinander lernen, sich inspirieren und schwingungsmäßig anheben. Es ist also wichtig seinen Fokus in Begegnungen immer wieder auf das zu legen, was wir durch die Begegnung lernen können. Ich nenne es: „DAS GESCHENK"! Wenn das Geschenk der Begegnung von der Erwartungshaltung überdeckt wird in seiner Realitätswahrnehmung bestätigt werden zu müssen, dann kann keine echte Begegnung und auch kein echtes Wachstum entstehen.

Unsere SELBST-BESTÄTIGUNG müssen wir lernen uns selbst zu geben. Dazu ist es notwendig, sich auf die Suche nach demjenigen zu machen, der wir wirklich sind! Wer bleibt, wenn wir nicht in Beziehung sind? Was bleibt, wenn wir nicht durch unser Tun und Handeln die Anerkennung und Bestätigung eines Anderen "erkaufen" wollen? Wer die Antwort in sich gefunden hat, entfernt sich Stück für Stück von der Idee, dass es jemanden, oder etwas geben müsse, dass ihn bestätigt. Dies ist oft ein schleichender Prozess, der Achtsamkeit erfordert, denn die Verlockung ist groß sich schnell mal wieder eine Bestätigung von Außen zu ergattern.

Generell ist dagegen nichts einzuwenden, diese Handelsbeziehungs-Dynamik findet man in sehr vielen Beziehungen: Ich gebe Dir, was Du brauchst und gib Du mir bitte, was ich brauche. Nur leider ist Wachstum in dieser Art Beziehung streng limitiert. Sobald einer von beiden in eine neue "Freiheit" hineinwachsen möchte, oder sich daran erinnert, was er in Wirklichkeit für ein göttliches und schöpferisches Wesen ist, gibt es Probleme. Wie gesagt: Es ist nicht der Job eines anderen uns zu bestätigen.

Diesen Job müssen wir selbst übernehmen! Wenn wir dies tun, dann entdecken wir auch Stück für Stück das Geschenk des anderen an uns. Durch seine Art und Weise, die immer genau richtig ist, wird etwas in uns freigesetzt. Ein Gefühl das gefühlt werden will, oder eine Sehnsucht, die erfüllt werden möchte. Dies ist das Geschenk! Es ist die Aufforderung, uns etwas selbst zu geben, wonach wir uns sehnen. Diesen Akt der Selbsterfüllung nenne ich wahrlich Selbstliebe. Sie wäre niemals gewachsen, ohne den Anstoß des Anderen.

Egal, ob dieser Impuls des Anderen mit Schmerz und Leid verbunden war, oder nicht, ohne ihn hätten wir nicht gelernt, uns selbst zu erfüllen, zu bestätigen und zu lieben! Wir wären abhängig geblieben in dem Glauben, wir bräuchten etwas von einem anderen. Das Nichtbekommen dessen, was wir glauben zu brauchen, hält uns in Opferrollen gefangen. Diese Illusion verhindert in vielen Menschen die wahre Explosion ihrer Gabe, ihrer Talente und Liebe. Ich lade Dich daher ein, jede Begegnung als Geschenk zu erkennen, denn hinter der Verpackung steckt immer ein tiefer Sinn, der Dich an das erinnern möchte, was Du bist: Pure Liebe!

"Solange der eigene Schatten im Schatten liegt, benötigen wir das Licht der anderen."

Herzlichst Christian Rieken

 


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