Psychologie: Beziehung & Liebe

Christian Rieken - Autor bei ViGeno

Liebe & Beziehung - Die Ehe! - Teil 2

von Christian Rieken -
 

Die meisten Beziehungen scheitern, weil sie aus den falschen Gründen eingegangen werden. Aufgrund der ersten Beziehungen unseres Lebens mit Mutter, Vater und dem Umfeld, trägt die Mehrzahl der Menschen einen tiefen Mangel, eine große Sehnsucht oder Bedürftigkeit in sich. Wonach?

Ganz einfach: Nach Liebe und Anerkennung und zwar ohne die Bedingung von brav, lieb, ordentlich, sauber, leise, fleißig, still, usw. Es ist der tiefe Mangel nach einer Liebe, die uns unseren Wert unabhängig von Leistung und Perfektionismus erklärt.

Es geht um die Gewissheit: Du bist vollkommen in Ordnung und vollkommen richtig, so wie du bist. Unsere Eltern oder Erzieher haben sicherlich immer ihr Bestes gegeben, aber dieses "Du bist vollkommen!" hat kaum einer von uns wirklich je erlebt.

Diese unerfüllte Bedürftigkeit versucht sich nun in Beziehungen zu befriedigen. Das geschieht oft sehr unbewusst, da die Bedürftigkeit von inneren Anteilen eingefordert wird, die uns selbst oft mehr fern steuern, als dass sie bewusst sind. Wenn wir jedoch lernen, die Verantwortung für das zu übernehmen, was uns geschieht, dann kommen wir sehr schnell dahinter, dass diese inneren Anteile - oder von mir auch innere Personen genannt - von uns selbst zu einem Zeitpunkt von großer Enttäuschung oder Schmerzen erschaffen wurden.

Dies war ein Überlebensversuch für unseren Emotionalkörper. Im Klartext: Irgendwann tat es einfach zu weh, um es weiter fühlen zu wollen. Darum haben wir uns entschieden, das Denken dem Fühlen vorzuziehen, oder es sogar dadurch zu ersetzen.

In Beziehungen geht es somit sehr oft um große eigene Erwartungen, Wünsche, Sehnsüchte, etwas was wir erfüllt haben möchten, was wir heraus schlagen, oder bekommen wollen. Und genau das lässt jede Beziehung scheitern!

Die Gründe dafür sind:
• Kein Mensch ist dafür da, unseren Mangel zu beseitigen, oder gar zu erfüllen.
• Das Gesetz der Resonanz bringt uns immer wieder die Menschen an unsere Seite, die das gleiche
  Thema haben. Somit begegnen sich zwei Bedürftige, die vom anderen erwarten etwas zu bekommen,
  was sie selbst nicht haben. Dies ist die klassische Begegnung zweier Bettler, die beide nichts haben
  und jeweils beim anderen danach suchen. Die Bedürftigkeit multipliziert sich also!
• Der Glaube, dass wir etwas brauchen, ist eine Lüge!

Der Weg zu einer glücklichen Beziehung im Außen beginnt immer in der Begegnung mit uns selbst. Wir müssen zutiefst lernen die Energien in uns zu finden, die uns innerlich reich und erfüllt machen. Wir müssen lernen, das "brauchen wollen" und "haben wollen" zu transformieren.

Und wir müssen lernen, die Selbstliebe in uns aufzubringen, die wir von der Außenwelt haben möchten. Erst dann sind wir in der Lage einen Partner anzuziehen, der seine Fülle ebenso mit uns teilt. Dann findet eine Begegnung von zwei Reichen statt, die sich gegenseitig die Fülle schenken, die in ihnen selbst am überlaufen ist.

Dazu ist es nötig seine energetischen Wurzeln in Heilung zu bringen und sich von Verwicklungen mit seinen Ahnen und Eltern zu befreien. Solange wir noch mit Mutter und Vater verwickelt sind und entweder genauso, oder ganz anders sein wollen, als unsere Eltern es waren, sind wir nicht frei. Jede Verwicklung mit unseren Ahnen führt zu unechten Beziehungen und Verwechslungen. So wundert es nicht, dass viele Menschen das Gefühl haben, sie hätten einen Partner, der wie die eigene Mutter oder der eigene Vater ist.

In diesem Seminar werden wir uns auch unseren Ängsten vor dem Alleinsein und der Einsamkeit stellen. Wir werden unsere inneren Personen besuchen, sie verstehen lernen, die Verantwortung für unsere eigene Kreation übernehmen, unsere Angst transformieren, und die damaligen Beschlüsse des Nicht-mehr-fühlen-wollens rückgängig machen. Denn nur wer bereit ist zu fühlen, kann sich selber lieben. Und nur wer sich selber lieben kann, wird geliebt und hat Chance auf eine glückliche und authentische Beziehung.

Alles, was nicht ein Ausdruck der Liebe ist,
ist in Wirklichkeit ein Ausdruck von Angst.

Liebe ist vollkommen frei von Bedingungen und Erwartungen. Überlege selbst: Wo in Deiner Kindheit hast Du diese Bedingungslosigkeit kennen gelernt? Wo in Deiner Jugend, wo in Deinen ersten Beziehungen, wo am Arbeitsplatz? Und sei ganz ehrlich: Wo bist Du mit Dir selbst bedingungslos? Nun hast Du die Antwort darauf, warum Du nicht bedingungslos geliebt wirst, oder bedingungslos lieben kannst. Du hast es nie gelernt!

Das, was Du in aller Regel gut gelernt hast ist, innere Person zu erschaffen die Dich:  Antreiben, kritisieren, selbst verurteilen, Dich zum brav und lieb sein zwingen,  perfekt sein lassen wollen, Dich für nicht richtig erklären und die Dir die Schuld für alles was passiert in die Schuhe schieben. Am stärksten, aber zugleich auch am unbewusstesten ist die innere Person, die einfach nur die Überzeugung in sich trägt: Ich hasse mich! Denn wann immer Du einfach nur der warst, der Du bist, warst Du falsch.

Herzlichst Christian Rieken

 


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