Wissen ist nicht Weisheit

Bruno Würtenberger - Autor bei ViGeno

Wissen ist nicht Weisheit.

von Bruno Würtenberger -

Seit einigen hundert Jahren wurde die Menschheit damit geblendet, das Wissen alles sei. Je mehr man wüsste, so wird gelehrt, desto erfolgreicher würde man im Leben sein. Allerdings ist dies nicht falsch, aber man hat den Menschen nicht gesagt, welches Wissen man dafür haben müsste. Beigebracht hat man es uns nicht. Zumindest nicht das Wissen, welches wirklich wesentlich wäre. Im Gegenteil!

Man hat den Menschen immer nur das an Wissen zugänglich gemacht, welches sie in Abhängigkeit und Hörigkeit gehalten hat. Dafür bekamen sie dann einen mehr oder weniger bescheidenen Lohn so, dass sie gerade mal so leben konnten. Klar, Berufe welche mit mehr Wissen ausgestattet sind werfen ein bisschen mehr ab als andere, aber so richtig viel verdienen dadurch nur die allerwenigsten.

Somit kannst Du letztlich so viel Wissen sammeln wie Du willst und entweder ist es wertlos oder für den Durchschnittsmensch nicht zugänglich. Zumindest nicht ganz so einfach. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Wissen und Weisheit? Wissen ist isoliert, Weisheit vernetzt. Du kannst es Dir wie ein Rezept vorstellen: Die einzelnen Zutaten entsprechen dem Wissen und das fertige Gericht der Weisheit. Und genau dies hat man Dir unterschlagen, das Rezept.

Gut, manchmal wird auch eine essentielle Zutat unterschlagen. Dies scheint eine vernachlässigbare Kleinigkeit zu sein. Aber deren Auswirkung kann enorm sein. Wenn man zum Beispiel nicht weiß, dass zur Herstellung von Mayonnaise, das Öl nur ganz langsam und unter stetem Schlagen mit dem Schwingbesen den restlichen Zutaten hinzugefügt werden darf, dann resultiert das ganze Vorhaben in einer undefinierbaren und womöglich ungeniessbarer ‚komischen’ Sosse.

Und dabei hat man doch nur eine klitzekleine Kleinigkeit unterschlagen. Wissen wird dann zu Weisheit, wenn das Rezept auch in dem resultiert, was man kochen wollte. Wir müssen also nicht immer mehr Informationen sammeln und Wissen anhäufen sondern lernen, wie das Rezept – die Vernetzung und Verknüpfung – hergestellt werden kann. Weisheit führt letztlich also zum Genuss einer Realität welchen man auch gerne hätte. Gut, ich gebe zu, das Beispiel ist nicht unbedingt das beste.

Besser gesagt ist Weisheit das, was entsteht, wenn man das Wesen von etwas erfassen konnte. Dies ist allerdings alleine mit Wissen und Fakten nicht möglich. Es braucht dazu ein entsprechendes Bewusstsein welches weit genug ist, den übergeordneten Sinn dessen was man weiß und was Realität ist fassen kann.

Der einfachste und üblichste Weg – welcher jedoch bloß zu ein klein wenig Weisheit führt ist: Der Erfahrungsweg. Dieser ist meist relativ lang und oft auch ziemlich herausfordernd. Aber es ist auch möglich, sich zuerst das Bewusstseinsfeld zu erschliessen und sich erst danach die Fakten und das Wissen anzueignen.

Aber gut, ich spüre, dass dies nicht unbedingt verständlicher klingt. Hm... also... ähm... zuerst verstehen und dann wissen. Geht das? Na klar, das ist es nämlich, was ich tue. Also geht es auch. Aber, das hat einen Nachteil, denn ich kenne leider viele Details nicht. Ich kann Dinge erfassen, aber nicht erklären. Wohingegen andere, Wissende, die Dinge zwar erklären, aber nicht erfassen können.

Hm... was für ein Teufelskreis. Also, es scheint wohl so zu sein, dass man sich der Weisheit von zwei Seiten her nähern kann. Vom Wissen her, das wäre dann der lange und steinige Weg den man im Schweisse seines Angesichts geht und welcher zum Beispiel die Bibel und vermutlich alle Deine Lehrer, Eltern und Freunde proklamieren und denjenigen über das Herz. Dieser ist kurz und einfach aber, man steht damit oft im intellektuellen Abseits.

Allerdings ist der Vorteil für Menschen wie mich, welche intellektuell nicht so ambitioniert sind, unschätzbar wertvoll. So ist es auch uns ‚einfachen’ Menschen möglich, in die Mysterien des Universums einzutauchen. Es geht also nicht darum, so viel Wissen wie möglich anzuhäufen sondern, bloß das Notwendige. Doch einerlei von welcher Seite aus Weisheit erlangt wird, ob vom Kopf oder vom Herzen her, am Ziel sind wieder alle gleich. Ob das Menü mit Rezept oder mit Intuition gekocht wurde, macht dann keinen Unterschied mehr.

Doch eine Frage müssen wir uns stellen: Welche Menschen machen unsere Welt lebenswerter? Wandelnde Bibliotheken oder Herzensmenschen? Ok, dennoch plädiere ich für eine ausgewogene Mischung zwischen Wissen und Intuition, zwischen Kopf und Herz. Denn auch Herz ohne Intelligenz kann viel Schaden anrichten. Wissende und Weise denken unterschiedlich.

Für den Wissenden ist klar, dass 1 + 1 Zwei ergibt. Dem Weisen ist dies jedoch nicht die einzige Wahrheit. Sein Denken weitet die Rechnung aus und er sagt sich zum Beispiel: 1 Mann und 1 Frau könnte ja auch eine Familie von 3, 4 oder mehr Menschen ergeben. Somit ist für ihn klar, dass es immer auf den Kontext ankommt, wie man etwas betrachtet und es nicht ganz so klar ist, ob 1 + 1 Zwei ergibt oder eben nicht. Weisheit erkenn man also daran, dass es nie nur eine Wahrheit gibt.

Je kopflastiger ein Mensch jedoch ist, desto stärker neigt er dazu, seine Erkenntnisse respektive sein Wissen als absolute Wahrheit darzustellen. Es sind auch nicht die Herzensmenschen, welche in den Krieg ziehen, oder? Dies nur für den Fall, dass Du Dir überlegst, von welcher Sorte wir auf unserem Planeten mehr haben und von welchen wir noch ein paar brauchen könnten.

Der Wissende liest die Zeilen, der Weise eher dazwischen. Wo ist mehr Raum? Aha, dann können wir also davon ausgehen, dass da auch mehr Information ist, oder? Das wäre zumindest irgendwie logisch. Zahlen können zum Beispiel rein von ihrem Wert her betrachtet werden oder aber von ihrer Symbolik her. Und genau so wie beim reinen Rechner ist es auch dem Symbolverständigen nicht möglich etwas zu verstehen, was ihren Horizont übersteigt.

Die ganze Wahrheit, die ganze Weisheit und das gesamte Wissen ist nur dann vollständig, wenn die Wesen der gesamten Menschheit miteinander verknüpft sind und alles zusammen kommt. Lange Zeit konnte man es bestreiten, dass es da ein Feld gibt, welches uns alle verbindet. Heute ist erwiesen, dass ein solches existiert und sobald sich dieses Wissen durchgesetzt hat, wird es auch möglich sein, wieder Eins zu werden.

Denn es kann nur das geschehen, wofür die Masse an Menschen genannt Menschheit, bewusstseinsmässig auch dafür bereit sind und es für möglich halten. Und genau diesem Zeitpunkt kommen wir heute näher denn je.

Weisheit hat nichts mit Wissen zu tun. Erfahrung verbunden mit dem Erkennen des Zusammenhangs in Bezug auf die Schöpfung im grossen Ganzen, dies nenne ich Weisheit. Alles im Kontext zum Leben mit Bezug auf die gesamte Schöpfung als überpersönliches Ganzes zu betrachten, ist weise. Je individueller und persönlicher Erkenntnisse sind, desto mehr beziehen sie sich auf sich selbst als Zentrum. Je weiter, weiser und übergeordneter die Erkenntnisse sind, desto eher empfindet man sich als ein Teil des Gesamten und somit wird ein überpersönliches Erkennen möglich.

Doch selbst dann verschwindet man selbst nicht in einer Masse von Individuen und bleibt trotzdem stets das Zentrum seines eigenen Universums. Jedoch ohne sich als getrennt davon zu erfahren. Auch wenn ich zuvor sagte, dass der Erfahrungsweg bloß zu ein klein wenig Weisheit führt, ist Weisheit doch etwas, was nur auf eigenen Erfahrungen begründet ist. Dies scheint im ersten Moment ein Widerspruch zu sein... aber, Weisheit hat keine Schwierigkeiten mit Widersprüchen.

Bist Du schon weise genug, dies so nehmen zu können? Oder muss ich das im Detail erläutern? Nur ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Ohne zu fühlen ist Weisheit nicht möglich. Die Gefahr des Anhäufens von reinem Wissen ist die, dass man Wissen auch ohne zu fühlen erlangen kann. Aber es nicht unbedingt so, dass Wissen auch zum Fühlen führt. Die absolute Grundvoraussetzung für Weisheit ist für mich daher das Fühlen und nicht unbedingt das Erfahren leidvoller Umstände.

Weisheit ist eine schöne Sache. Ein Gefühl von: Ahaaaah..., so funktioniert das also! So hängt das also zusammen, wow...! Die Reaktion auf eingetretene Weisheit ist immer eine Art staunendes Erkennen mit entspannender Wirkung und dem Gefühl des persönlichen Schöpferseins. Man weiß einfach, dass es stimmt und man kann deutlich fühlen, dass alles in Ordnung ist so, wie es ist.

Daher auch die Aussage: Alles ist, wie es Ist. Nicht resignativ oder theoretisch, sondern gefühlt. Weisheit kann übrigens einem Weisen nicht vorgespielt werden. Scheinweise behaupten nämlich oft, dass ihre Erkenntnisse ‚wahr’ und so quasi der Weisheit letzter Schluss sind. Der wirklich Weise jedoch weiß, dass es immer möglich ist, dass es dennoch anders sein könnte. Er ist sich bewusst darüber, dass der eigene Horizont durchaus immer begrenzt ist. Sie würden also niemals für Ihre ‚Wahrheit’ in den Krieg ziehen. Weisheit erzeugt immer Frieden im Herzen und Ruhe im Verstand.

Mit Wissen läßt sich gut angeben, mit Weisheit steht man in der Gesellschaft jedoch eher im Abseits. Mit Wissen lassen sich tolle Zeitungsartikel schreiben und beeindruckende Diskussionen führen. Aber tiefe Verbindungen mit Menschen läßt sich durch Wissen alleine nicht erlangen. Weisheit will Verbindung fühlen, will den anderen verstehen und nicht überzeugen und Recht-Haben.

Weisheit ist wie Liebe, da hilft kein Wissen. Selbst dann nicht, wenn man genau weiß, dass daraus nichts werden kann, es hilft nicht. Man folgt dennoch meistens der Liebe oder besser gesagt, dem Verliebt sein. Weisheit kann sich also erst dann entfalten, wenn man nicht immer nur seinen eigenen Bedürfnissen folgt. Ja, die eigenen Bedürfnisse und persönlichen Vorteile dürfen nicht immer das bestimmende Element sein.

Das Feld der Weisheit eröffnet sich nämlich erst dann, wenn mein Ego die Schönheit dessen erkannt und akzeptiert hat wie wundervoll es ist, andere dabei zu unterstützen, dass sie glücklich sind. Das Wohl des Nächsten über das eigene Glücklichsein stellen zu können zeugt von wahrer Größe und wirkender Weisheit.

Wissen wirkt also vornehmlich für sich selbst wohingegen Weisheit hauptsächlich dem anderen dient. Dem Nächsten zu dienen oder eben; zu lieben ist daher kein Gebot zum erfüllen sondern, etwas was entsteht, wenn die Seele eines Menschen zu reifen beginnt.

Wissen altert und vergeht – Weisheit reift und besteht.

Willkommen im Jahre der Transformation 2018 wo Wissen sich überall zu Weisheit verwandelt.

Herzlichst Bruno Würtenberger

Hier mehr rund um das Thema "Bewusstsein" von Bruno Würtenberger.

 


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Bewusstseinsforscher & Begründer des Free Spirit®-Bewusstseinstrainings

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