Routine macht alt und krank - 2

Bruno Würtenberger - Autor bei ViGeno

Routine macht alt und krank - Teil 2 -

 

von Bruno Würtenberger -

 

 

Im letzten Artikel war meine Aussage "Gesunde Menschen altern nicht, sie reifen!" - Routine macht alt und krank - Teil 1 -
Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, wie sie zu mehr Lebensfreude und Lebensqualität finden. Sie möchten glücklich und gesund sein. Zudem kenne ich kaum jemand, der unbedingt alt und schrumpelig werden möchte. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass es möglich ist!

Wir leben in einer Welt deren Realität sich individuell immer nach den jeweiligen Überzeugungen des einzelnen Individuums richtet! Wir leben wohl in der selben Welt, aber noch lange nicht in der gleichen Realität!

Um diese Realität zu verändern ist es wichtig, außerordentlich wichtig, was man glaubt und aus welchem Standpunkt man die Welt betrachtet. Man darf seine Sichtweise natürlich gerne beibehalten, aber das, wovon ich hier spreche, ist dort leider nicht zu finden und schon gar nicht zu verwirklichen.

Das Leben beweist jedem, dass er mit seiner Sichtweise im Recht ist.

Dies sagt jedoch nichts über den Wahrheitsgehalt aus! Alles kann wahr sein, wenn man es nur einhundertprozentig glaubt. Wie heißt es doch so treffend: Dir geschieht nach Deinem Glauben. Vielleicht verbirgt sich in solchen Aussagen mehr Wahrheit als wir vermuten?! Werdet wie die Kinder! So steht es ebenfalls irgendwo geschrieben, oder? Aber was heißt das genau?

Es bezeichnet genau das, was jüngste wissenschaftliche Forschungen belegen, nämlich: Wir sollten das Leben so angehen, wie es die Kinder tun. Aber was tun sie anders?

1. Kinder leben nicht ständig in Angst.
2. Kinder sind neugierig, gierig auf Neues, nicht auf Gutes. Kinder sind Forscher.
3. Kinder bewerten nicht.
4. Kinder handeln immer nach Gefühl.
5. Kinder glauben nichts ohne es selbst geprüft zu haben.
6. Kinder kümmern sich nicht darum, was andere Denken könnten.
7. Kinder gehen immer vom Guten aus.
8. Kinder sind immer authentisch.
9. Kinder fürchten sich nicht vor Gott.
10. Kinder halten nicht an ihren Überzeugungen fest weil sie immer auf Überraschungen gefasst sind. 
      Sie sind also immer offen.
11. Kinder kämen nie auf die Idee, Fleisch zu essen. (Und ich weiß schon, aber wir sind keine 
      Neandertaler mehr und ob wir es je gewesen sind, das steht noch lange nicht fest nur weil wir es so
      gelernt haben!)

Dadurch, dass Kinder so sind, entdecken sie in jedem Augenblick immer wieder Neues und genau das ist der Schlüssel!

Man hat nämlich festgestellt, dass wenn ein Mensch immer wieder Neues entdeckt und neue Gefühle erlebt, seine Zellen nicht altern!

Am schnellsten altern jene Menschen, welche in Routine verfallen.
Die allseits so geliebten Strukturen dienen also nur den Eltern, aber nicht den Älteren im Sinne von Weisen. Es macht das Leben der Eltern, der Freunde, der Lehrer und Behörden einfacher. Aber es ist einem Kind unangemessen!

Heute haben die meisten Männer über 30 schon kaum mehr Haare und Frauen mit 20 schon Zellulitis. Was heißt das? Es heißt, dass wir zwar länger leben aber auch, dass wir früher altern.

Routine, Traditionen, Religionen, Rituale und Geschichte sind keine ehrbare Angelegenheiten sondern in der Tat nur Mittel zum Zweck. Alle Wiederholungen wirken sich hypnotisierend aus.

Routine und die Wiederholung alter Verhaltensweisen setzen das Gehirn außer Kraft. Irgendwann funktioniert man dann einfach nur noch. Man erlebt immer die selben Gefühle, die Lebensfreude und Lebensqualität weicht der Angst vor dem Versagen.

Dies führt unweigerlich in einen Teufelskreis in welchem man nur noch unglücklicher, kränker und depressiver wird.

Für Kinder spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Würden wir Erwachsene ihnen nicht ständig reinpfuschen, so würden sie sich vollkommen Gesund ernähren.

Es ist keine Eigenart der Kinder, sich mit Süßigkeiten voll zu stopfen! Es ist keine Eigenart der Kinder, Tiere zu jagen, umzubringen und zu fressen. Es ist auch keine Eigenart von Kindern, dass sie mit den Eltern shoppen gehen wollen oder die ganze Freizeit vor einem Kasten (Fernseher) hocken wollten.

Es ist auch keine naturgegebene Eigenart von Kindern, dass sie ihr Leben der Jagd nach Geld, Ruhm und Ehre widmen. Kinder spielen! Kinder entdecken! Kinder lieben! Würden wir ihnen solches nicht vorleben, dann würde kein Kind danach fragen! So lange die Kinder so wild drauflos leben, so lange werden sie auch nicht altern, sondern reifen.

Was sehen wir auf der Strasse den öfter, reife Menschen oder alte und gebrechliche? Aha! Die ganze Natur macht es uns vor. Im Herbst fallen die Blätter – nicht aus Altergründen, sondern aus Reife – und schon im nächsten Frühjahr spriessen die neuen.

Uns fallen die Haare aus, viel zu früh, und mit jedem Frühling kommt die Enttäuschung. Wir sprießen nicht mehr vor Lebendigkeit, wir verwelken und dies viel zu schnell! Unseren Zelle ist es nur langweilig.

Wir füttern sie immer mit den selben und meist sogar noch destruktiven Informationen von Angst, Sorge, Befürchtung und weiß Gott was alles. Wir wollen nicht mehr gesund, sondern einfach nicht krank sein. Wir wollen nicht glücklich, sondern einfach zufrieden sein. Wir wollen keine Abenteuer, sondern Sicherheit.

Jegliche Routine gaukelt eben diese Sicherheit vor. Und genau diese vermeintliche Sicherheit von welcher wir uns so viel Entspannung erhoffen, ist der Tod unserer Gefühle.

Jetzt stecken wir schon so tief in diesem destruktiven Kreislauf, dass sich viele einreden, dass es jetzt nicht möglich ist oder keinen Sinn mehr macht groß etwas zu ändern.

Und dann sterben sie so langsam vor sich hin und glauben, dass dies das Leben wäre.

Aber das Leben ist ganz anders! Leben ist das, was ein Kind oder ein kindlicher Erwachsener erfährt. Leben ist der Inbegriff von Lebendigkeit und Abenteuer und ja, auch von Unsicherheit. Sie begegnen ihren Ängsten während die anderen sie ständig zu vermeiden versuchen.

Lebe, liebe, lache und weine immer aus vollem Herzen und jenseits aller Routine und Du wirst staunen, dass es in der Tat einen ‚Jungbrunnen’ gibt und es sehr wohl kein Mythos ist, wenn in gewissen Schriften von Menschen gesprochen wird die 6-, 7- oder 800 Jahre alt gewesen seien oder noch älter.

Das ist meiner Meinung nach keine Phantasie und selbst unseren modernsten Forschungsergebnissen bezüglich der Alterung von Zellen, bekannt. Theoretisch könnten wir ewig leben. Es ist für mich nicht die Frage ob, sondern wie.

Kurz: Wer immer wieder neue Gefühle erlebt, bleibt jung.

Herzlichst Bruno Würtenberger

 


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Bewusstseinsforscher & Begründer des Free Spirit®-Bewusstseinstrainings

Begründer des Kinderhilfswerks "Free Spirit®-Compassion", Schriftsteller und Journalist (Mitglied; ENA, GNS, Syndicom)

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