Helfer-Syndrom - Meister - Schüler

Bruno Würtenberger - Autor bei ViGeno

Das Helfer-Syndrom - mehr Meister oder Schüler

 

von Bruno Würtenberger -

 

Das Helfer-Syndrom - Bald mehr Meister als Schüler?
Wenn aus allem nichts wird, dann werde ich eben Heiler, Medium, Engelkanal, Reiki-Meister, Meditationslehrer, Yogalehrerin oder spiritueller Künstler oder so... Ja, es sieht wirklich so aus, als hätten wir in einigen Jahren mehr Heiler als Patienten. Einige Berufsgruppen streiten sich ja schon heute um ihre Kundschaft.

Die Konkurrenz wird immer größer und man ist bereits dazu übergegangen Krankheiten zu erfinden um sich gesunde Patienten zu erschaffen die man dann von etwas heilen kann was sie gar nie hatten. Verrückte Welt. Drogen sind zwar verpönt, aber dass 9 von 10 Menschen regelmäßig Medikamente schlucken, scheint niemanden zu kümmern. na ja, ist doch gut, das Geschäft läuft.

Wenn jede zweite unzufriedene Hausfrau und jeder zweite erfolglose Mann plötzlich zum Medium, Heiler, Coach oder Therapeut wird, dann ruft dies bei mir große Verwunderung hervor. Und wenn ich genauer hinschaue und hinhöre was die alle so für Weisheiten von sich geben, dann..., dann graut es mir richtig.

Ratschläge die mehr an Schläge erinnern und Weisheiten die blasser als Weiß sind. Und das Verrückte daran ist; es scheint vielen zu gefallen und nur wenigen fällt auf, dass da mehr Widersprüche sind als es Sprüche gibt.

Das erste was ein angehender ‚Helfer’ bei mir in jedem Fall ablegen müsste – meine FreeSpirit®-Trainer müssen das – ist; eine Charakterprüfung. Denn wenn die Samen der Weisheit auf ungeeigneten Boden fallen, dann wächst entweder gar nichts oder irgendeine Mutation welche unkontrolliert herumdoktert und auf heilbringende Zufälle hofft.

Da es aber vielen nicht um echtes Wachstum geht sondern ums schnelle Wachsen, lässt man die Schüler viel zu schnell auf die Menschen los. Im Bereich Coaching, Bewusstseinstraining und Persönlichkeitsschulung wird man nicht zum Profi nach ein paar Wochenendkursen und auch nicht nach 1 bis 2 Jahren unregelmäßiger Schule an irgend einem Institut mit wohlklingendem Namen und schönem Zertifikat.

Es ist nichts für Eilige und nichts für Menschen, welche glauben, dass wenn sie ihr eigenes Leben schon nicht auf die Reihe bekommen, sie wenigstens anderen sagen können wie es läuft. Nein, so läuft es eben nicht. Es reicht eben bei weitem nicht, wenn nur die Show stimmt. Eine einigermaßen gute Ausbildung dauert, wenn überhaupt, mindesten 7 Jahre. Eher noch einiges länger. Es sei denn man ist ein gebürtiges Psychologietalent.

Ausdauer ist also die Grundvoraussetzung eines Studenten. Sich unterordnen und annehmen zu können ist sein Hobby. Sich selbst zu beobachten, zu analysieren und zu verändern ist seine tägliche Disziplin. Nicht herumsitzen und meditieren. Nicht einfach ein bisschen mit Menschen zu plaudern und es dann als Coaching zu bezeichnen. Coaching ist kein gemütliches Zusammensitzen. Genau so wenig wie echte Hilfe kein Trösten ist. Auch wenn Trost etwas Schönes ist so ist es dennoch keine Lösung für ernsthafte Probleme. Das Pflaster ist ja auch nicht die Heilung, oder?!

Aber lassen wir das für den Moment. Ich will hier nicht zu streng werden. Aber eines möchte ich doch noch sagen: So lange es Menschen mit Helfersyndrom gibt, wird es auch Menschen mit Opfersyndrom geben. Solche zwei passen gut zueinander. Der eine kann nicht helfen und der andere möchte gar nicht, dass ihm geholfen wird. Passt doch, Geschäft läuft und beide Seiten fühlen sich erfolgreich.

Wunderschön wenn auch bloß ein Selbstbetrug. Aber es gibt Menschen, die können damit zufrieden und glücklich sein. Klar, warum auch nicht... Jedem das Seine.

Was ich allerdings unter Helfen verstehe erfordert mehr als bloß den Wunsch zu helfen, viel mehr. Es erfordert eine Voll-Power-Vision auch selbst die tiefste Tiefe des eigenen Seins ergründen zu wollen um der gesamten Welt zur Transformation zu verhelfen.

Dieser Weg beinhaltet so viele Hindernisse, dass es die meisten Menschen nicht einmal einen wahren Meister finden. Und wenn doch, dann laufen sie für gewöhnlich nach kurzer Zeit wieder davon wie aufgeschreckte Hühner. Sie behaupten dann entweder, alles begriffen oder den Lehrer durchschaut zu haben. Und das müssen sie auch so sehen, sonst müssten sie sich ja ihr eigenes Versagen eingestehen und sich dem stellen was wirklich los ist.

Ich persönlich wäre also mehr an jenem Lehrer interessiert, der mich ablehnt als jenem, der mich unbedingt als Schüler haben will. Denn ich weiß, dass ich ein verdammt schlechter und schwieriger Schüler bin. Daher weiß ich auch, dass ich einen äußerst guten Lehrer brauche. Der gute Lehrer macht es dem Schüler nicht leicht und der gute Schüler dem Lehrer nicht schwer.

In diesem Abschnitt scheint übrigens ein Widerspruch zu sein, ist aber keiner. Und wenn Du das verstehst, dann könntest Du, falls Du mal Hilfe brauchst, Dich gerne bei mir melden.

Herzlichst Bruno Würtenberger

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Bewusstseinsforscher & Begründer des Free Spirit®-Bewusstseinstrainings

Begründer des Kinderhilfswerks "Free Spirit®-Compassion", Schriftsteller und Journalist (Mitglied; ENA, GNS, Syndicom)

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