Bedeutung - Ursache - Symptom - hyperaktives Kind

Antonie Peppler - Autorin bei ViGeno

Das hyperaktive Kind - Symptome - Bedeutung und Ursache aus Sicht der Homöopathie.

 

von Antonie Peppler -

 

Symptome - Bedeutung und Ursache - „Das hyperaktive Kind“.
Schauen wir auf unsere Gesellschaft, so sehen wir in unserer westlichen Welt ein Leben nach Vorbildern, nach Regeln, klar strukturiert durch ethisch-moralisch-kirchliche Normen, eingebettet in die Gesetzmäßigkeiten von Recht und Ordnung. Trotz der so hoch gelobten Freizügigkeit unserer derzeitigen Kulturepoche sehen wir doch überall starre und eingefahrene Verhaltensmuster, die sich besonders zeigen in Formulierungen wie „man tut ..., man macht ...“. Verbotsschilder dominieren den Straßenverkehr.

Die Individualität des einzelnen Menschen wird zugunsten des Konformismus hinten angestellt. Somit ist es nicht verwunderlich, daß besonders in elterlichen Beziehungen zu ihren Kindern fröhliche, kräftige, vor Gesundheit strotzende Kinder, Wonneproppen, die sich nicht in irgendwelche Regeln ohne Kraftanwendung pressen lassen, anstrengender im Umgang sind als Stubenhocker, in sich selbst zurückgezogene Wesen, die sich der Dominanz der Umwelt anpassen, ohne ihre eigene Individualität zu leben.

Ohne nähere Betrachtung der Hintergründe und Ursachen werden oftmals aufmüpfige Kinder als Quälgeister durch Erwachsene abgelehnt. Früher nannte man solche Kinder Zappelphilip - heute ist ein neutraleres, neudeutsches Wort dafür gebräuchlich: Hyperaktiv!

Die Thematik des hyperaktiven Kindes sollte beleuchtet und hinterfragt werden. Als Definition könnte man dieses Kind als „nicht der Gesellschaftsnorm entsprechend“ bezeichnen. Das heißt nichts anderes, als daß dieses Kind als gesunde Reaktion auf Druck von außen nicht pflegeleicht still hält, sondern sich noch gegenüber seinen Mitmenschen traut, sich zu wehren, was ein normaler Erwachsener sich nicht trauen würde, selbst wenn er dies könnte.

Das sagt uns als Verfechter des Weltbildes der kreativen Homöopathie ganz deutlich, daß ein hyperaktives Kind Dinge auslebt, mit denen ein angepaßtes Kind nicht umgehen kann, es also die Problematik in sich hineinfrißt und letztendlich auch daran zerbrechen kann.

Weiterhin zeigt es, daß hyperaktive Kinder ein Potential in sich haben, welches von Eltern, Lehrern und Bezugspersonen weder bewußt erkannt noch in gezielte Bahnen gelenkt wird, weil sie als unbequem und „schwer lenkbar“ angesehen werden.

Personen (wie z. B. Albert Einstein, der auch ein hyperaktives Kind war), die ihre Fähigkeiten nicht ausleben dürfen oder stark beschränkt werden, sind nur ruhigzustellen, indem man sie so fordert, daß sie Aufgaben selbständig und kreativ erfüllen. Denn genau dazu sind diese Menschen sehr wohl fähig; unabhängig von Alter und Geschlecht.

Unsere heutige Gesellschaft verbietet es aber, die kreativen Fähigkeiten der Kinder angemessen zu würdigen und in richtige Bahnen lenkend zu fördern. Das Bedürfnis, körperliche Aktivitäten auszuleben, bleibt auf der Strecke, obwohl hier ein ganz besonders hoher Anspruch des Kindes auf Ausgleich vorliegt und dringend nötig wäre.

Das gleiche gilt für die geistige, kreative Ebene, denn hyperaktive Kinder haben eine sehr hohe Auffassungsgabe und brauchen keine ständigen Wiederholungen des ewig gleichen Sachverhaltes. Sie zählen also nicht zur aktuellen Norm und sind meistens ganz hochbegabte Menschen. Es ist ihnen nur hochgradig langweilig, da ihre Fähigkeiten nicht einmal annähernd gefordert und durch Beschränkungen und Verbote nicht ausgelebt werden.

Die Schulmedizin gibt den Eltern eines hyperaktiven Kindes ganz klare Anweisungen, wie das Kind mit Tabletten und Ermahnungen ruhigzustellen sei. Der homöopathische Gedanke verbietet jedoch genau diese, die Individualität und Selbstentwicklung beschränkende Vorgehensweise.

In der Homöopathie bilden Körper und Geist eine Einheit. Nach dem homöopathischen Prinzip soll der Körper alle Fähigkeiten des Geistes ausprägen dürfen. Ständige Maßregelungen, wie „sei jetzt mal still“, „das kannst du ja doch nicht“, „sei brav und lieb“ und viele, viel zu viele mehr, drücken das gelangweilte und deshalb ständig zappelnde und quengelnde Kind gnadenlos in die Ecke von „das tut man nicht“.

Man spinne den Faden ruhig einmal fort. Ein Kind langweilt sich, versucht durch seine Unruhe die Aufmerksamkeit seiner bereits entnervten Umwelt einzufordern und wird von seiner Bezugsperson auch noch in enge Schranken verwiesen.

Da steht es jetzt ganz hilflos da, weiß nicht, was es mit sich selbst anfangen soll und verzweifelt an seiner eigenen Unfähigkeit, sich richtig ausdrücken zu können. Es verliert, je öfter dieses verteufelte Spiel mit ihm gespielt wird, immer mehr den Mut, ganz klar zu sagen, was es wirklich will, sucht immer mehr die Schuld für die Zurückweisung bei sich und seinem eigenen Verhalten, mit dem es seiner Meinung nach für die Ablehnung durch die Umwelt selbst gesorgt hat.

Nach und nach bleibt kein einziger Funken Selbstwertgefühl mehr übrig, sondern nur noch unterdrückter Haß, grenzenlose Wut und Depression. Ein solches Kind kann sich gegen nichts und niemanden mehr wehren, fühlt sich von allem abgeschnitten und jedem ausgestoßen. Es sieht sich weit abseits der Gesellschaft vor sich hin vegetierend.

Dieses Kind hat zwar den unwiderstehlichen Wunsch in sich, dazuzugehören, spürt und weiß aber gleichzeitig ganz genau, daß es nicht erwünscht ist. Es sucht sich deshalb schnell ein extrem unkonventionell geprägtes Umfeld oder schließt sich möglicherweise einer der neuzeitlichen Sekten an, um wenigstens irgendwo das Gefühl von Dazugehörigkeit spüren zu dürfen - mit der Ablehnung seiner Selbst will und kann es nicht mehr umgehen.

Es mutet denjenigen von uns, der über dieses Thema einmal bewußt in diese Richtung nachdenkt, schon fatal an: Da ist ein Kind mit einem großen geistigen und körperlichen Potential - und was macht die Gesellschaft damit?

Der Weg wird ihm erschwert und verbaut, statt es ordentlich zu fördern oder ihm Ideen zu geben, die es entwickeln darf. Man hat hier einen ganz besonderen Menschen vor sich, aber man reagiert selbst zu gereizt auf dessen Ausdrucksweise und Gebahren, daß man lieber auf jeden weiteren Kontakt verzichtet.

Vernünftige Eltern sollten zuallererst versuchen, ihr Kind auch zu verstehen. Als zweiter Schritt ist es wichtig, das Kind nicht unnötig zu verwirren, indem man unberechenbare Reaktionen zeigt oder je nach Lust und Laune etwas jetzt verbietet, später erlaubt und kurz darauf wieder verbietet.

Darauf kann sich kein Kind auf Dauer einstellen, denn es braucht eine klare Linie, was es wann darf und einen genauso festen Rahmen. Nur so wird soziales Verhalten anerzogen. Am einfachsten ist es immer noch, dem Kind soziale Verhaltsweisen konsequent vorzuleben.

Die Grundregel unseres Sozialverhaltens ist: „Was du nicht willst, das dir man tu’, das füg’ auch keinem andern zu!“ Genau das muß ein Kind zuhause durch das Vorbild der Bezugspersonen lernen und auch akzeptieren.

Leider trauen sich Mütter nur selten, für sich selbst einen Freiraum zu schaffen und werden deshalb unleidlich und grantig. Die Kinder dieser Mütter bleiben oftmals orientierungslos oder werden für die kleinsten Übertretungen der Norm ganz hart mit Liebesentzug bestraft.

Wir können nur an alle Eltern appellieren, daß Sie ihr Kind ernst nehmen und als eigenständige Persönlichkeit ansehen und ihm maßvolle, klare Grenzen setzen. Aber Vorsicht, denn „maßvoll Grenzen setzen“ hat nichts mit Druck ausüben zu tun! Druck empfindet ein Kind nämlich dann, wenn es nicht ernst genommen wird und sich dagegen zur Wehr setzt. Einziger Fluchtweg für das Kind ist dann seine eigene Illusionswelt. Nur dort fühlt es sich dann vor ungünstigen Einflüssen oder Bestrafung sicher - bloß gerade dort hat es keine Möglichkeit, seine Intelligenz auch auszuleben.

Die Homöopathie kann uns, gerade in der heutigen Zeit, bei dieser Problematik eine sehr effiziente Hilfestellung geben. Ein besonderer Vorteil liegt darin, daß die Einnahme hochpotenzierter homöopathischer Arzneimittel weder süchtig macht noch unerwünschte Nebenwirkungen hat.

Das ist ein Aspekt, der zwar gerne belächelt wird - aber es ist eine Verpflichtung, gerade unsere Kinder mit möglichst wenig Schadstoffen zu belasten, weil unsere Umwelt so übervoll davon ist.

Ziel der homöopathischen Behandlung ist nicht, ein hyperaktives Kind ruhig zu stellen, sondern seine Individualität, sein Selbstvertrauen zu stärken.

Hier einige Beispiele guter Hilfsmöglichkeiten in der Homöopathie:
Ein wichtiges homöopathisches Mittel ist ACIDUM MURIATICUM. Es bewirkt, das Chaos der Gefühle zu entwirren, in dem sich das Kind befindet. Acidum muriaticum befreit von dem Gefühl, hin- und hergerissen zu sein zwischen dem Bedürfnis, seine Fähigkeiten und individuellen Neigungen zu leben und dem Zwang des traditionellen Musters, das Individualität und freie Entfaltung verbietet.

ARNICA löst das Trauma der seelischen Verletzung auf, in dem sich das Kind befindet, weil es aufgrund seiner Verhaltensweise von der Umwelt abgelehnt wird.

Überaktivität ist ein Ablenkungsmanöver, weil das Kind durch sein überzogenes Verhalten seine eigentlichen Gefühle verdeckt, um sie nicht preiszugeben. Hier ist NUX VOMICA angezeigt.

SPONGIA befreit von dem Glauben, die eigenen Bedürfnisse verleugnen zu müssen, um geliebt und anerkannt zu werden.

Weiterhin wichtig ist VERATRUM ALBUM, das Mittel des Selbstverrats. Es bewirkt, daß das Kind zu sich selbst, zu seinen Stärken und Schwächen steht und es nicht mehr nötig hat, sich nach starren Maßstäben zu orientieren, die von der Umwelt als Tradition festgelegt werden und im täglichen Leben eine dominierende Stellung einnehmen.

Die hier beispielhaft aufgezählten und noch andere homöopathische Mittel befreien von Minderwertigkeitsgefühlen, von dem Bedürfnis, sich in eine Rolle zu zwängen, in die man nicht paßt, die zwangsläufig zum Scheitern führt. Zwar wird das hyperaktive Kind nach einer umfassenden homöopathischen Behandlung nicht weniger aktiv sein, aber befreit von Zwängen und Ängsten.

Diese Befreiung löst Gelassenheit aus - und wer gelassen ist, lenkt seine Aktivitäten in sinnvolle Bahnen und überträgt diese Gelassenheit auch auf die Umwelt.

Manchmal allerdings ist die homöopathische Behandlung der Eltern mindestens so nötig wie die homöopathische Behandlung des hyperaktiven Kindes selbst.

Herzlichst
Antonie Peppler

Quellen
Antonie Peppler, Die psychologische Bedeutung homöopathischer Arzneien, Bd.1 1998  CKH Verlag, Großheubach
Antonie Peppler,  Bedeutung der Symptome und Krankheitsbilder zum besseren Verständnis der homöopathischen Anamnese, 2005 CKH Verlag, Großheubach

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