Psychologie: Spielwiese für Lebensthemen

Stefanie Menzel - Autorin bei ViGeno

Der Beruf als Spielwiese für Lebensthemen.

von Stefanie Menzel -

Die Tochter einer früheren Bekannten hat ihre Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossenen und startet nun in den Beruf.

Als ich das hörte, fielen mir spontan die folgenden Lehrsätze der Heilenergetik ein:
"Sie wählen oder bekommen den Beruf, den Sie benötigen, um Ihre Themen bearbeiten zu können". "Wenn Sie den Sinn des Berufes für Ihre Themenbearbeitung verstehen, können Sie den Beruf weitaus besser ausüben und sich innerhalb des Berufes schnell entwickeln. Dies geht soweit, dass Sie den Beruf dann sogar wechseln können".

Bei der Tochter meiner Bekannten ist mir folgender Werdegang in Erinnerung:
Als das Mädchen ca. 3 Jahre alt war, trennten sich die Eltern. Es war eine harte Trennung. Nach heftigem Streit über längere Zeit ließ die Mutter die Türschlösser auswechseln und stellte ihrem Ehemann die Koffer vor die Türe. 

Es folgte ein heftiger Scheidungskampf vor Gericht mit klar festgelegten Regeln für das Sorge- und Besuchsrecht für das Kind.

Trotz dieser Regeln folgte ein Jahre langer Kampf zwischen Mutter und Vater. Die Mutter hatte einen derartigen Hass auf den Vater, dass sie der Tochter nur Schlechtes erzählte und den Vater in den Augen des kleinen Mädchens zur Unperson werden ließ. 

Alle 14 Tage, wenn der Vater das Mädchen am Samstagmorgen zum Besuchswochenende abholen wollte, gab es ein Gezeter und Geschrei. Die Tochter wollte nicht mit dem Vater gehen, Vater und Mutter schrieen sich an. Der Vater drohte damit, sein Besuchsrecht durchzusetzen und beim nächsten Mal mit der Polizei zu kommen. Die Tochter, die das alles hautnah mit bekam, geriet immer mehr in Panik.

Sehr häufig war die Kleine krank. Hinsichtlich der Ernsthaftigkeit der Erkrankungen hegte der Vater Zweifel und erwirkte einen Gerichtsbeschluss, in welcher Form und durch welche Ärzte die Krankheiten festgestellt werden mussten, um eine Aussetzung des Besuchsrechts auszulösen.

Die Mutter schilderte den Charakter des Vaters in den dunkelsten Farben. Sie ließ auch kein gutes Haar am Familiengericht. Mehrfach wurden von dort Untersuchungen durch das Jugendamt und einmal auch von einer Kinderpsychologin veranlasst. Jedes Mal, so berichtete sie erzürnt, erschien sie in einem schlechten Licht.

Schließlich wurde mir klar, dass die Mutter, auf Kosten ihrer Tochter, recht willkürlich ihre Wut auf ihren Ex-Ehemann ausgelassen hatte.

Nun also ergreift die Tochter den Beruf der Erzieherin. Sie beschäftigt sich mit Kindern im Alter von 3-6 Jahren, also in dem Alter, in dem sie selbst ihre schlimmsten Jahre erlebt hatte. Sie kann nun anhand ihrer Kindergartenkinder aus verschiedenen Blickwinkeln beobachten, wie ein Familienleben auch sein kann und ihre Erlebnisse nachfühlen und aufarbeiten. Alles unbewusst natürlich.

Weil das alles unbewusst geschieht, wird die junge Erzieherin von den unterschiedlichsten Ereignissen persönlich emotional angerührt werden. Sie wird mit dieser Mutter leiden und auf jenen Vater schimpfen. Sie wird sich ärgern, dass sie es als Kind nicht so gut hatte, wie manches ihrer Zöglinge. Sie wird manchen Vater hassen, nur weil er Ähnlichkeit mit ihrem eigenen Vater hat. Sie wird überreagieren, wenn es Situationen gibt, die sie an die eigenen Erlebnisse erinnern. 

Vielleicht wird sie große, schlanke, blonde Mädchen ablehnen oder besonders bevorzugen, weil sie damals auch groß, schlank und blond war.

Niemand wird wissen, weshalb die Erzieherin manchmal so komisch reagiert, manchmal unwirsch oder wortkarg ist und weshalb sie sich ohne ersichtlichen Grund aufregt.

Vielleicht konnte ich Ihnen mit dieser Geschichte ein klein wenig von den Zusammenhängen offen legen, die sich auf den unbewussten Ebenen hinsichtlich der Berufswahl ereignen. Wie befreiend wäre es, wenn die junge Dame ihr Thema bewusst aufarbeiten würde. Sie könnte dann ihre kleinen Zöglinge unbeschwert annehmen und wäre nicht mit einem großen Teil ihrer Emotionen in der eigenen Problembearbeitung gebunden.

Leider sieht unsere Lebenswirklichkeit anders aus und jeder schleppt seine Themen in den Beruf mit rein, Lehrer, Ärzte, Manager, Busfahrer, Finanzbeamte, Sekretärinnen, Verkäufer und wie sie alle heißen.

Wenn Ihr Beruf mal wieder so richtig anstrengend und unbefriedigend ist, machen Sie doch eine sinnanalytische Aufstellung zur Klärung der Frage: "Weshalb habe ich ausgerechnet diesen Beruf ergriffen, welches Seelenthema soll ich damit bearbeiten"?

Herzlichst
Ihre Stefanie Menzel

Weitere spirituelle Geschichten: www.spirili.de

 


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