Psychologie: Mit Heilenergetik durch den Tag
Mit Heilenergetik durch den Tag
von Stefanie Menzel
Der Wecker klingelt, wieder beginnt ein neuer Tag. Mein erster Gedanke gilt dem Gesprächstermin heute um 10.00 Uhr mit dem nörgelnden Kunden. Was soll ich mit ihm besprechen, wo soll ich ihm noch weiter entgegenkommen? Es geht einfach nicht so wie er sich das vorstellt. Meine Gedanken drehen sich immer schneller um dieses Problem und ich spüre aufkommende Panik. Ich will nicht aufstehen und denke daran, mich krank zu melden.
Meine Gefühle für den heutigen Tag sind geprägt von Angst und Ohnmacht.
Angst:
Wovor eigentlich? Was kann mir schlimmstenfalls passieren? Die in meinem Energiefeld seit meiner Kindheit aktive Angströhre ist durch den Gesprächstermin mit dem Kunden aktiviert worden.
Ähnliche Vorgänge haben in mir immer schon Ängste hervorgerufen. Meistens habe ich mich dann krank gemeldet, wodurch das Problem jedoch nicht gelöst wurde.
Jetzt habe ich dasselbe Szenario wieder und stehe vor der Entscheidung, entweder der Angst wieder bedingslos nachzugeben und mich unter der Bettdecke zu verkriechen oder die Angst anzuschauen und aufzulösen.
Ohnmacht:
Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut. Unterlegen zu sein, nicht Herr der Lage zu sein, sich unfähig, klein, schwach zu fühlen. Mit Herzklopfen, Kurzatmigkeit und eiskalten Händen den Kunden begrüßen und sofort verloren zu haben.
Anstatt klarer Statements nur gestammelte Satzfetzen, den Blick auf den Schreibtisch geheftet. Der Kunde wird groß und größer und mir fällt gar nichts mehr ein.
Da sitzt plötzlich Vater vor mir und ich bin die kleine unfähige Tochter, die nicht genügen kann. Ich bin so unfähig, dass ich sogar ein Mädchen geworden bin anstatt ein Junge, alles meine Schuld.
Sehr oft habe ich dieses Szenario erlebt und stets die Bettdecke über den Kopf gezogen. Ich habe mit die meisten Krankheitstage in der Firma obwohl ich körperlich kerngesund bin.
Heute habe ich wieder einmal die Gelegenheit, diesen Vorgang zu bearbeiten anstatt vor ihm davon zu laufen.
Ich erinnere mich daran, was ich im Heilenergetikerkurs gelernt habe: Angst und Ohnmacht sind Strukturen im Energiefeld. Sie können aufgelöst werden und ich wende die gelernten Übungen hierzu an. Angströhre aufschneiden. Ohnmachtskapsel auflösen.
Schon geht es mir besser und ich kann wieder klar denken. Ich treffe die Entscheidung, aufzustehen und den Tag aktiv zu beginnen. Ich verändere sogar meine gewohnten Abläufe beim Duschen, Schminken, Anziehen, Frühstücken, ein klein wenig, um mir bewusst zu machen, dass ich heute etwas begonnen habe, was mein Szenario dauerhaft verändern wird.
Der Kunde kann kommen.
Ich habe warme Hände und erwidere seinen Händedruck kräftig. Unsere Blicke begegnen sich und ich bin diejenige, die es länger aushält, sich gegenseitig in die Augen zu schauen. Mit einem freundlichen „Nehmen Sie bitte Platz. Hatten Sie eine gute Anreise?“ eröffne ich das Gespräch und habe das Gefühl, Leiter des Gesprächs zu sein. Ich bin präsent und kreativ in der Wortfindung. Es ist mein Spielfeld und ich bin der Spielführer.
Ein schöner Tag. Gut dass ich ihn aktiv gestaltet habe.
Weitere Texte zu den praktischen Möglichkeiten der Heilenergetik im Lebensalltag lesen Sie hier in Vigeno sowie auf www.heilenergetiker.de.
Ihre Stefanie Menzel
Ankündigung:
Stefanie Menzel ist auf der Frankfurter Buchmesse vom 06. - 10. Oktober 2010 mit einem eigenen Stand in Halle 3.1 präsent. Sie erteilt den Besucherinnen und Besuchern gerne Lebensrat aus der Sicht der Heilenergetik. Erfahren Sie den Sinn hinter den Ereignissen, Erlebnissen und Begegnungen Ihres Lebens. Nur was Sie vom Sinn her verstanden haben, können Sie verändern, sonst bleiben Sie verstrickt im endlosen Kampf gegen all das was Ihnen „zufällig“ begegnet.
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immer wieder bin ich klein
Ich kenne dieses Gefühl der Ohnmacht und des Sich-klein-fühlens nur zu gut. Mein Vater schafft es noch heute, mich durch einen Blick auf Ameisengröße schrumpfen zu lassen. Ich bin nie gut genug und werde es nie sein. Übrigens wollte er auch immer einen Sohn und das hat eben nicht geklappt. Aber meine Ängste und Selbstzweifel durchziehen mein ganzes Leben. Leider muß ich gestehen, dass ich in brenzligen Situationen oft nicht die Kraft und den Mut habe, dagegen anzugehen. ich fliehe meist, werde sehr oft wirklich körperlich krank und entkomme so der Situation. Mir ist schon klar, dass das keine Lösung ist, aber weiter bin ich noch nicht.