Psychologie: Löcher im Energiefeld

Stefanie Menzel - Autorin auf ViGeno

Tag der offenen Tür in der Schule, Sie backen einen Kuchen.
Gartenfest beim Kleintierzüchterverein, Sie braten Würstchen.
Geburtstagsfeier von Onkel Franz, Sie organisieren das Fest.
Ein paar Getreue engagieren sich mit Ihnen, es sind immer die Gleichen.

 

Weshalb sind es immer die Gleichen?
Haben die Anderen kein Interesse?

Löcher im Energiefeld

von Stefanie Menzel

Die Antworten führen im Einzelfall sicherlich zu unterschiedlichen inhaltlichen Erklärungen. Hier wollen wir jedoch die tiefer liegenden Gründe hinterfragen und den Vorgang aus heilenergetischer Sicht betrachten.

Der Mensch fühlt von Geburt an einen permanenten Mangelzustand und lernt aus seiner Erziehung, diesen Mangel zu befriedigen, indem er sich bei anderen Menschen energetisch bedient. Die typische Interaktion der Menschen untereinander ist deshalb, sich gegenseitig Energie abzuziehen. Hierbei gibt es Gewinner und Verlierer.
Sehr schön ist dieser Vorgang beschrieben in dem Buch "Die Prophezeiungen von Celestine".

Wie funktioniert dieses Energieabziehen?
In den verschiedenen Frequenzen des Energiefeldes können sich Löcher bilden, durch die Energie abfließen kann. Die Löcher im Energiefeld des Einen sind die große Chance für den Anderen, dort anzudocken und ein Kabel anzulegen, durch das Energie abgezogen werden kann.

In der Heilenergetikerausbildung werden diese Löcher genau definiert und den betroffenen Frequenzen des Energiefeldes zugeordnet. Hier mag es genügen, diese Löcher namentlich zu benennen.
Sie heißen "Pflicht", "Sorge", "Schuld".
Die Kabel, durch die Energie abgezogen wird, heißen "Erwartungen".

Gehen Sie, liebe Leserin, lieber Leser in sich und spüren Sie, wann und von wem Erwartungen an Sie gestellt werden. Spüren Sie jetzt weiter in sich rein, welche Gefühle Sie dazu haben.

Sie werden sicherlich hunderte von Situationen kennen, in denen eine Erwartung eines Anderen zu Gefühlen von Pflicht, Sorge oder Schuld bei Ihnen führen.
Umgekehrt werden Sie zugeben müssen, selbst mit dem Instrument der Erwartung virtuos umgehen zu können und Andere damit am Gängelband zu halten.

Es wird von Ihnen erwartet, zu grüßen, anzurufen, zu gratulieren, zu Besuch zu kommen, an den Geburtstag oder Hochzeitstag zu denken, etwas mitzubringen, hübsch auszusehen, endlich ein Kind zu bekommen, den Vorgarten schön zu pflegen, brav ja zu sagen, dabei zu sein, immer zu lächeln und freundlich zu sein, um 7 Uhr im Büro zu erscheinen, Punkt 12 das Essen fertig auf dem Tisch zu haben, usw.

Die Erwartungen kommen in sehr kreativer Verpackung daher. Von düsterer Miene über beleidigte Blicke bis hin zu verbalen Attacken erstreckt sich eine große Bandbreite.

Als Kind hatten Sie Ihre Themen von Pflicht, Sorge und Schuld von den Eltern und der Umgebung verbal oder nonverbal gelernt und sich Ihre eigenen Möglichkeiten und Verhaltensweisen gesucht, um selbst auch an Energie zu kommen. Je nachdem, wie stark Sie in Ihrer Erziehung von dem Prinzip des Energieabziehens geprägt wurden, sind Sie heute mehr oder weniger intensiv Opfer bzw. Täter in diesem Szenario.

Eine weit verbreitete Auswirkung dieses Vorgangs ist das Helfersyndrom. Der Eine hat es stärker, der Andere hat es schwächer und für den Dritten ist es kein Thema.

Sie können natürlich „nein“ sagen, wenn Sie gefragt werden ob Sie auch wieder einen Kuchen zum Tag der offenen Tür beisteuern. Tief in sich spüren Sie jedoch den ganzen Tag über ein Schuldgefühl und ertappen sich dabei, über Ausreden und gute Gründe nachzudenken. Wahrscheinlich gehen Sie dann überhaupt nicht zum Tag der offenen Tür, um nur ja keine peinliche Nachfrage zu riskieren.
Sie können bewusst darauf verzichten, Tante Hilde zum Geburtstag anzurufen, weil sie den Teufelskreis dieser Pflicht durchbrechen wollen. Auch hier geht Ihnen die Sache dann den ganzen Tag durch den Kopf und wenn Sie nächstes Mal Tante Hilde in der Stadt treffen, schämen Sie sich und entschuldigen sich wortreich.

Pflicht, Sorge und Schuld lassen sich nicht einfach missachten oder verdrängen. So lange die Löcher im Energiefeld aktiv sind, kommen sie aus der Nummer nicht heraus.

Was können Sie tun, wenn Ihre Gefühle von Pflicht, Sorge oder Schuld Sie belasten, Ihnen über den Kopf wachsen und Sie in Richtung burnout führen?

Die Heilenergetik rät, die Löcher im Energiefeld zu schließen und die Kabel zu Ihren Mitmenschen zu trennen. Hierzu gibt es bewährte Möglichkeiten.
Verhaltenstraining, medikamentöse oder meditative Ruhigstellung ohne gleichzeitiges Schließen der ursächlichen Energieabflüsse hat dagegen meist nur kurzzeitige, vorübergehende Wirkung.

Sie möchten keinesfalls die Beziehungen zu ihren Mitmenschen abbrechen, sondern nur den Zwang und Druck beenden, den Sie als Pflicht, Sorge oder Schuld fühlen?

Die Heilenergetik wäre ein schlechter Ratgeber, wenn sie Ihnen die Beendigung Ihrer sozialen Beziehungen empfehlen würde. Es ist im Gegenteil so, dass Sie belastende Beziehungen in herzliche Beziehungen umwandeln können.
Stellen Sie sich vor, Sie lösen das System von "Erwartung - Pflicht" das Sie an Ihre Mutter bindet oder das System von "Erwartung - Schuld" das Ihre Beziehung zu Ihrem Ehemann prägt und ersetzen es jeweils durch eine Herzverbindung. Können Sie fühlen, wie der Kopf freier wird, der Atem leichter fließt, der Druck auf der Brust verschwindet und Lebensfreude einkehrt? Können Sie sich vorstellen, wie die vorher gezwungenen Kontakte sich verändern und Sie plötzlich gerne mit Ihrer Mutter oder Ihrem Ehemann sprechen und Ihre Lieben fröhlich in den Arm nehmen können?

Heilenergetik, wer's kann lebt leicht.

Ihre Stefanie Menzel

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Immer die gleichen Rituale

Liebe Frau Menzel, es hat mir so ein wenig den Magen "herumgedreht", als ich Ihren Text und speziell die Aufzählungder Erwartungen im täglichen Leben las. Genau so habe ich es immer empfunden. Immer die gleichen Rituale. Obwohl man den Nachbarn nicht mag, geht man zu seiner Geburtstagsfeier und schenkt ihm auch noch etwas, was nun wirklich nicht von Herzen kommt. Aber: man kann doch nicht einfach absagen. Die Mutter erwartet jeden Tag einen Telefonanruf, obwohl man wirklich genug um die Ohren hat und es einfach auch nicht so viel zu erzählen gibt. Aber man traut sich nicht, diesen Kreis zu durchbrechen, weil man Angst hat, dann plötzlich nicht mehr gemocht zu werden. Zumindest habe ich das in meinem Fall als hauptsächlichen Grund ausgemacht. Ich möchte von allen genmocht werden und versuche immer ein "guter" Mensch zu sein. So werde ich zum "Gutmenschen", manchmal auch Trottel genannt, weil andere sich mit dem Abgrenzen und Nein-Sagen leichter tun und mich belächeln. Und aus dieser Misere komme ich nicht raus.

Ich bewerte und verurteile mich selbst nicht mehr - ich liebe alles was ICH bin.

Helfersydrom

Hallo,

Bei mir ist das Helfersydrom auch ausgesprochen ausgeprägt, aber im laufe der Jahre habe ich gelernt : Nicht immer der erste zu sein ,der *hier ich mache mit*  rufen sollte.
Seit 1 Jahr quälten mich soviele Verbindungen an welchen ich immer nur aus Nettigkeit teilgenommen habe, bis ich dann gemerkt habe wieviele negative Energie sich bei mir dadurch angestaut hatte und es mir immer schlechter ging.
Vielen Menschen fühlte ich mich gegenüber verpflichtet.
Eine solche Beziehung in eine herzliche umzuwandeln, war nicht möglich.
So habe ich mich von etlichen Menschen, auch Freunden im Umkreis losgesagt. Und fühle mich unglaublich befreit. Im gleichen Zeitraum sind seltsamerweise neue Menschen in mein Umfeld getreten, bei denen ich fühle , das ist positive Energie.
Und ich habe gelernt nicht alle Probleme von anderen Menschen an mich heranzulassen, so das es mich belasten würde.
Mir persönlich hat in dieser Zeit regelmäßig Meditation sehr geholfen um zu mir zu finden.

Vg von Hope

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