Psychologie: Der Weg des Herzens - Die 1. Tugend

Oliver Unger - Autor bei ViGeno

Die erste Tugend:
Großzügigkeit, Gebefreudigkeit, Wohltätigkeit und Darbringung

von Oliver Unger

Geben stellt einen essentiellen, vorbereitenden Schritt für unsere Praxis dar. Gib immer unkonditioniert und selbstlos. Mach dich frei von irgendeinem selbstsüchtigen Wunsch nach Dankbarkeit, Bestätigung, Vorteil, Ansehensvergrößerung oder weltlicher Belohnung. Hier geht es um unkonditionierte Liebe, eine grenzenlose Offenheit, die nichts erwartet. Was sollst du geben? Gib uneingeschränktes Verständnis, Liebe, Mitgefühl.

Widme anderen deine Zeit, Energie und andere Ressourcen, wie Geld, Essen, Kleidung, so dass es dem Wohlergehen deines Umfeldes dient. Hinzu kommt, dass unsere Praxis des Gebens frei sein sollte von Urteilen, ob sich jemand, der etwas von uns erhält, dessen würdig oder unwürdig erweisen könnte. So stellen wir Fürsorge und Annehmlichkeiten bereit, durch die sich Andere sicher und friedvoll fühlen können. Dazu bedarf es einer selbstlosen Haltung, ohne unseren Einsatz zu bedenken. Das erschafft eine besonders kraftvolle Art und Weise, diese Tugend zu praktizieren.

Du kannst dir denken, dass der einfache Akt des Gebens nicht ausreicht, sondern der eigentliche Prozess in der Absichtslosigkeit und der wahrhaften Anteilnahme für den Anderen liegt. Diese Art der Großzügigkeit ist ein Heilmittel für die Leiden, die von Begehren, Geiz und Besitzgier herrühren.

Auch gilt es, deine Erfahrungen, die du auf diesem Weg gemacht hast und deine daraus resultierenden Erkenntnisse mit anderen zu teilen. So gibst du anderen die Möglichkeit, sich ebenfalls von Sinnestäuschungen zu befreien, die Verwirrung, Schmerzen und Leiden hervorrufen. Auf diese Weise bietest du einen Zustand der Furchtlosigkeit an und eine Art Schutz, in dem wir lernen mit Gefahr, Stress, Angst und Terror umzugehen. 
Ihr Oliver Unger

 

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von Herzen geben können

Richtig: Geben ist seliger als Nehmen. Bei einigen herrscht eher der Grundsatz: Tue Gutes und sprich darüber. Aber ich glaube, dass es viele Menschen gibt, die wirklich von Herzen geben. Es ist vielleicht auch als menschliche Schwäche anzusehen, dass man oft auf eine Reaktion, ein Feedback hofft. Darüber hinaus zu wachsen ist wirklich die große Herausforderung. Ich selbst bin noch lange nicht soweit, dass muß ich zugben.

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