Der spirituelle Kummerkasten: Frag den Swami! Folge 2
Der Swami antwortet (auch ungefragt)
1. Nicht-Frage aus dem Nicht-Wissen heraus: "Swami, sprich uns von der Liebe!"
Der Swami hat dazu keine Stellung genommen, denn das kann man – da die Frage ohnehin geklaut ist – bei Khalil Gibran ("Der Prophet") nachlesen. Und Sägemehl zu sägen, ist seine Sache nicht oder wie man auf der Alm vor seinem Erwachen sagte "Ein leeres Euter zu melken, bringt niemals keine Milch nicht hervor".
2. Frage: "Warum tut Eifersucht so weh?"
Hierzu gibt es ebenfalls keine swamimäßige Äußerung, denn dazu gibt es in jedem Satsang von selbst ernannten Erleuchteten vielfältige, widersprüchliche, nichtssagende (die geniale Methode der Antwort) Meinungen. „I am what I am“ – sang schon ein Schlager-Star.
3. Frage: "Swami, ich bin durch allen Tiefen gegangen mit der Frage "Wer bin ich?" und dabei auf das Eine gestoßen "Wer bin ich wirklich?". Swamis Antwort: Ja, du bist auf dem richtigen Weg – wenn du eins wirst mit der Frage, dann verschwindet der Fragende und die Frage – dann stehst du – solange du dich fragend bemühst – vor der nächsten Frage. Das ist so. Also, höre auf zu fragen und höre einfach deinen inneren Antworten zu! Es ist alles in dir!"
4. Frage: Die kürzeste Frage lautete "Häh?"
Ja, das war eine Frage! Sie ließ den Swami aus dem zweieinhalb-fachen Lotussitz hochfedern, levitieren und mit der Zunge schnalzen; da war ein spiritueller Sucher an den Ursprung aller Fragen gestoßen, und hat alle Worte auf das eine Wort reduziert und ein personal-individuelles Mantra gefunden. Gerne hätte Swami darauf geantwortet, aber er wollte dem Sucher nicht die eigene, noch kommende Erfahrung nehmen (es wäre die Stille gewesen, die sich nur durch ein allein stehendes Fragezeichen hätte artikulieren können, verriet er später). Das Ende allen Suchens steht diesem Sucher bevor. Der Fragende war allerdings so aufs Wesentliche konzentriert, dass er seinen Namen nicht angegeben hatte und so wird er von seinem bevorstehenden Erwachen nichts wissen, und das ist gut so.
Stelle dir innerlich deine persönliche Frage, und wie du aus dem Vorstehenden entnehmen kannst, nimmt der Swami alle Fragenden ernst, manchmal aber nicht die Frage. Die Antwort aller Antworten: Die Antwort ist in dir.“
Wissenswertes auf den Webseiten
www.seminare-mitenand.de
www.gb.-ziegler.de
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Die Frage aller Fragen…
Nun ja - Hähh? - ist gut. Besonders wenn sich die Frage auf ein Ding bezog - oder wie siehst du das, Swami? Sind Dingens nicht genauso wichtig wie z. B. Dinge. Hähh?
Lieber Gruss - habakuk1
Der Swami geht in sich und antwortet
Lieber Habakuk
Bist du die Skulptur eines Raben von Henry Moore, die in Düsseldorf vor einem Museum steht? Oder bist du aus Fleisch und Blut - selbst wenn du Vegetarier bist?
Nun, es gilt zunächst zu klären, dass es Dinge, Dings und Dingens gibt. Dingens kommt vorwiegend im Ruhrgebiets- und Sauerlandjargon vor, während Dinge weitläufig gebräuchlich sind. Ding dagegen wird gerne im Schweizer Raum gebraucht und steht für alles, wo einem im Moment nicht der richtige Namen einfällt. Manchmal auch in Kombination verwendet mit Hääh. "Weisst du, wo ... Ding ist, hääh!" In der Grammatik ist es eindeutig definiert - es gibt das Ding-Wort und unterscheidet sich erheblich vom Tu-Wort.
Der Swami ist ein erklärter Freund von Dinge - bezeichnet es doch alles im Universum mit nur einem Wort und legt sich gleichzeitig auf nichts fest. Denn: Sein Ding ist anders als dein Ding oder ihr Ding oder mein Ding. Jeder meint etwas anderes - das ist die ultimative Flexibilität.
Es ist nahezu die ideale Antwort und wird deshalb gerne in der Eso- und Spiri-Szene verwendet: "Also, das ist jetzt aber dein Ding!" - oder "Ich mache mein Ding".
Dann gibt es noch das Dings-bumms - aber das ist eine andere Geschichte; und kein Bumms ohne Ding sagt schon die Kondomwerbung. Und wenn dann Ding im Dings war, kannst du Dingens bekommen.
Es lebe die Vielfalt in der Einfalt , denn die Einfalt drückt sich vielfältig aus - hat das nicht schon ein verkannter und gleichzeitig unbekannter ...äääh...Ding... ääh, ZEN-Meister gesagt?
Ein frohes Leben wünscht Samarpan