Heil werden - heil sein - Teil 1

Ich habe von mir selbst immer behauptet, daß ich nie das Rad erfunden hätte und vermutlich stimmt das. Doch vielleicht habe ich die Fähigkeit, das Rad oder die Räder abzuschrauben. “Die hat ein Rad ab! “ diese Redewendung sagt, daß jemand nicht mehr richtig in der Spur läuft. Dabei impliziert diese Aussage auch, daß es mindestens zwei Räder gibt. Lassen wir dieses Bild in uns vollständig werden, so entsteht dabei ein Gefährt. Ob nun ein Fahrrad, Auto oder etwas anderes ist erstmal zweitrangig. Spannend hingegen ist der Inhalt des Bildes bezogen auf uns selbst. Das Gefährt hat sowohl Stabilität, wie über die Räder Mobilität. Wenn wir es uns fahrend vorstellen, bewegt sich etwas nahezu gleichbleibendes durch die verschiedensten Landschaften. Obgleich dadurch die Möglichkeit zur Betrachtung gegeben ist, gibt es verhältnismäßig wenig Wechselwirkung auf das Aussehen, das Verhalten und die Art der Fortbewegung.

Genauso ist es meist bei uns Menschen. Wir bewegen uns durch die unterschiedlichsten Situationen, doch die wenigsten bewegen uns, noch dazu auf neue Weise. Es ist, als wäre alles festgeschraubt. Die Tage ereignen sich für uns fast gleichbleibend. Zugleich spüren wir immer öfter eine Langeweile und Erschöpfung von dieser scheinbar endlosen Wiederholung des immer Gleichen.
Was würde wohl geschehen, würden wir ein Rad abhaben oder alle? Was, würden wir uns nach und nach neu formen und uns immer mehr einer Wechselwirkung öffnen und das Wagnis eingehen, die alte Stabilität zu lockern, flexibler werden?

Wir sind es gewähnt, in ganz bestimmten Bahnen zu denken, auf bestimmte Weise Dinge miteinander in Verbindung zu bringen und daraus unsere Welt zu knüpfen.
Immer wieder auf` s neue gleich. Selten stellen wir dies wirklich in Frage. Und auch, wenn wir an der Welt, wie wir sie wahrnehmen leiden, fällt es uns doch erstaunlich schwer unsere alten Muster aufzulösen. Mit Vorliebe inszenieren wir unsere Dramen stets auf `s neue, und bei aller Langeweile oder Erschöpfung, können wir dahinter eine wahre Leiden - schafft entdecken. Natürlich auch Angst. Wohl bekanntes Terrain verlassen wir nicht gerne. Und so überdrüssig es uns auch scheint, hier kenne wir uns aus. Meisterhaft verstehen wir es, auch in neuer Umgebung unser persönliches Spiel zu inszenieren und die Menschen um uns darin gekonnt einzubinden.

Im Laufe der folgenden Artikel werde ich erst mit Dir vielleicht mehr Räder als bisher verbinden. So kann dann ein umfassenderes Bild Gestalt annehmen, und mit verschiedenen Übungen möchte ich Dir auch die eigene Erfahrung dieses Größeren zugänglich machen. Doch dann wollen wir gemeinsam die Fäden von den Rädern nehmen und zusammen heraus finden, wohin mich und Dich das bringen kann.

Vielleicht hast Du gerade bemerkt, daß ich begonnen habe Räder, die bisher voneinander getrennt waren zu verknüpfen, Deine und meine. Es kann sein, daß Du dies nun in Frage stellst insofern, daß ich Dich mit auf eine Reise nehmen kann, Du jedoch keinen Einfluß auf mich hast. Ob dies tatsächlich so ist werden wir im Laufe der Reise herauszufinden versuchen.

Fortsetzung folgt


raus aus dem gewohnten Trott

Hallo, Dein Artikel trifft den berühmten Nagel auf den Kopf. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und die meisten scheuen sich die alten Pfade zu verlassen, auch wenn diese schon mehr als ausgetreten sind. Wo bleiben die spannenden Momente im Leben? Wie knn ich überhaupt noch spüren, dass ich lebe.

Vor einiger Zeit habe ich eine Postkarte bekommen auf der stand: Um fliegen zu können, mußt du für einen kurzen Moment den Boden unter den Füßen verlieren.

In diesem Sinne freue ich mich auf eine gemeinsame Reise....

herzlich Willkommen auf der gemeinsamen Reise

Ich freue mich, daß Du auf der Reise dabei bist und meine ersten Worte Deine Aufmerksamkeit erlangten. Aufmerksamkeit ist immer das Erste, wenn wir uns auf den Weg machen.

Ich wünsche Dir, daß auch die folgenden Texte und Aufmerksamkeitsübungen Dich ein weiteres Stück mit auf den Weg nehmen.

liebe Grüße

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