Astrologie: STRESS - der Druck des Materiellen Zeitgeistes auf die Seele des Menschen

Immer wieder hören wir "Raus aus dem Stress*1".
Was ist es wirklich, warum so viele diesem Druck auf Herz oder Seele entfliehen wollen.
Druck ist sehr oft ein Zeichen für Fehlform im Leben.
Warum also gehen Menschen in Lebensformen, die ihnen nicht gut tun?
Angst und Sorge treiben einen, den Alltag, z.B. die Versorgung der Familie nicht zu schaffen oder Prüfungen, auf die man über lange Zeit hin lernen musste oder man hat eine wirklich schwierige Situation am Arbeitsplatz, ein problematisches Miteinander unter den Kollegen, einen unangenehmen Chef erwischt und vieles mehr.
Also dienen wir nicht unserer eigenen schöpferischen Kraft, sondern dem, womit wir glauben, unsere Existenz zu erhalten. Überlagerung des Selbst, des seelischen ureigenen Wesens geschehen.
In der Kindheit erfahrene und konditionierte Verhaltensstrukturen haben einen ganz schön weit fort von der eigenen Seele geführt. Der Mensch spürt wenig seine eigenen Empfindungen, wenn er in der ihm unangemessenen Lebenssituation steckt. Und ist er entfernt von sich selbst, besteht statt dessen dieser anonyme Druck mit all seinen Ängsten.
Dadurch geht uns langsam aber sicher die Freude rundherum in allen möglichen Situationen verloren.
Wir funktionieren und das so lange, bis der Körper sagt: "Ich mache das Spiel nicht mehr mit".

Jetzt reagieren die Menschen verschieden.
Geht man zum Arzt, wird dem Körper in Form von Medikamenten oder verordneten Anwendungen geholfen. Das mag auf Zeit richtig sein. Heilung von physischen Symptomen hat seinen Platz.
Auf anderen Ebenen jedoch bleibt man ungeheilt. Daher treten so oft nach Wochen, Monaten oder Jahren wieder die gleichen Probleme in Variationen - ich sage gerne grün, gelb oder lila .... - auf.
Der Mensch fällt zurück in die Form, die die Krankheit zeigt, weil das Seelische unbewusst und damit unerlöst geblieben ist.
Heilung kommt mit dem Erwachen, mit der Bewusstwerdung.
Das bedeutet sie kommt meistens von innen.

Übernehme ich nun Verantwortung für mich und stelle ich mich den Fragen:
Soll der Körper als Haus meiner einzigartigen Seele wieder fit sein und weitermachen wie immer mitten in der erkannten Problemzone?
Denke ich endlich über all das nach und suche nach Wegen heraus aus der Krise?
Lasse ich mich unterstützen zu verstehen, was meine Lebensfreude, meine Power und Kraft so sehr unter Druck brachte? Will ich mir dessen bewusst werden?
Will ich erfahren, warum ich an mir vorbei ein Programm fahre, was mich - oft über längere Zeitphasen - in diese Ecke gebracht hat?
Wo gibt es einen und nur meinen Weg heraus - zu mir?
Wie komme ich wieder - manchmal gar erstmals - in meine Strahlkraft?
Wie finde ich die Einsicht in meine ureigene Lebensform?
Wie komme ich dahin, die von mir in die Wiege gelegten Talente endlich zu erkennen und zu wagen?

Mein wichtigster Satz in der Wendezeit meines eigenen Lebens war: "Ich will verstehen, warum......!"

Die Wendezeit des Lebens ist Anfang 40 zur sogenannten Uranushalbzeit.
Uranus ist die große Schöpferkraft in uns. Er ist der Planet, der zum Wassermann gehört.
In jedem Radix, Geburtshoroskop steht er in irgend einem Haus vernetzt mit anderen Planetenenergien.

Seine Kraft erleben besonders die Wassermanngeborenen, denn er ist ihr Herrscher, die aktive Power;
die Wassermann-Aszendenten, der Wassermann-MC,
Menschen, deren 11. Haus besonders stark mit Planeten angefüllt ist,
diejenigen, die den Uranus im 1. Haus oder in Konjunktion zur Sonne oder zum MC haben.

Uranus läuft durch alle 12 Häuser -eine Runde also - 84 Jahre. Die Halbzeit ist 42 Jahre.
Das Schlagwort für die Lebensphase Anfang 40 war in den 80er und 90er Jahren "Midlifecrises".
In dieser Zeit beginnt ein Bewusstsein von dem, was davor gelebt wurde. Es eröffnen sich Gedanken über vieles, was man einfach hingenommen hatte.  Man kann mehr und mehr erkennen, was man nicht mehr möchte. Aus diesem Grunde entstehen Brüche, Veränderungen und sogar Wege heraus aus bestehenden Verhältnissen. Es ist wie ein Freiheitsdrang und Übergang vom bisher verbrachten Leben zur zukünftigen verbleibenden Lebenszeit.

Zur Zeit kommt niemand umhin, die Erneuerungsenergie des Uranus zu erleben.
Er durchläuft das Sternbild Widder von Frühjahr 2010 - 2019.  Das bedeutet, wir stehen in Neuanfängen - in einer Gründerzeit. Die Nähe von Jupiter zu Uranus im Widder (eine Konjunktion) heißt, wer zulassen kann und sich traut, erlebt glückliche Fügungen. Dies gilt derzeit ganz besonders für die am Frühlingsanfang Geborenen.
Es entstehen unerwartete Lösungen mitten im Desaster.
Chancen bieten sich plötzlich an, mit denen man sein Leben umgestalten und wandeln kann.
Neue Lebenswege und geistige Inspirationen stellen sich ein.
Es kommen also Angebote mitten in Krisen auf einen zu.
Hier ist das Gebot der Stunde zuzupacken, auch wenn es ungewöhnlich und völlig anders ist als bisher.
Das heißt, mitten in Krisen mutig zu wagen, was unbekannt und unerfahren ist.

Gegenüber dieser Jupiter-Uranus-Glückskonstellation stand im Sommer auf ca. 0° in der Waage der Saturn - also eine Saturn-Opposition. Das ist eine Lern- und Spannungssituation, die darauf hinweist, dass die Umgestaltung fällig ist. Die Waage ist die Öffentlichkeit, also bedeutet es herauszutreten und mit Saturn klare zielorientierte, der Zeitordnung gemäße Dinge zu planen und anzugehen.

Zur Zeit hat die Venus rückläufig einen guten Aspekt, ein Sextil zum Saturn.
Hier zeigt sich lösungsorientiert die Kraft, frühere Planungen und Pläne (z.B. Stuttgart 21) in der Vergangenheit zu lassen.
Es stimmt nicht mehr im Heute. Das Volk/die Öffentlichkeit will es nicht so undemo-kratisch. Daher die Demos. Da "Sie" jedoch nicht loslassen wollen (Geld regiert die Welt), ist es für alle so anstregend. Meine Diagnose - falls "Sie" es dennoch durchziehen- ist, es wird immer anstregend und problematisch bleiben. Wo bleibt da die Freude? Stress pur!
Mit Uranus kommen Trennungen von alten überkommenen Lebensordnungen zustande.
Die Trennung von dem, was nicht mehr in die neue Zeit gehört, ist notwendig.
Nur dann kann sich Glück fügen und die Einsicht in die eigenen Fähigkeiten eröffnet sich.

Man steht also zwischen dem originellen und schöpferischen neuen Selbstausdruck und dem gut bekannten Erfahrenen. Will man letzteres aufrechterhalten, kann es zu einem Zustand extremer Spannung kommen, bis es sozusagen knallt, weil die Spannung zu hoch ist.

Uranus ist der große Unterbrecher, damit die Evolution weitergehen kann. Stillstand würde Tod bedeuten.
Wenn ein Mensch die uranische Energie, die erneuernde Schöpferkraft ausschließen will, lässt Uranus zerbrechen oder zerstören, was der Erneuerung entgegensteht, sie nicht zulassen will.
Haltestellen in Form von Unfällen, Stürzen und Brüchen, Umbrüchen können in einer nicht gemachten Erneuerungsphase die Folge sein. Wir rennen dann wie vor ein dickes Stoppschild, worauf in unsichtbaren Lettern steht "So geht es nicht weiter! Gehe so nicht weiter!".

Das Verhaften an Altem bis hin zu Dogmen (wie einzementiert und für ewig) ist der alte Saturn.
Daher fliegt zur Zeit so vieles auf - z. B. in der Katholischen Kirche.
Verheimlichtes und Verdrängtes kommt ans Licht, damit notwendige Entwicklungen einsetzen können.
Dogmen müssen gesprengt werden. Auch das kann eine "Glückliche Fügung" sein.
Man schaue auf die vielen Opfer, die den verbotenen und verdrängten seelisch-körperlichen Bedürfnissen der "Kirchenherren" als Kinder und Jugendliche nicht ausweichen konnten.
Ein trauriges Kapitel in dieser Zeit ent-deckt sich.
Das Zölibat ist -schlicht gesagt- unter der Würde des Menschen, denn der Mensch ist auf das Du und damit die Begegnung ganzheitlich angelegt; d. h. heißt, eine Begegnung mit Körper, Geist und Seele.
Das Zölibat wurde eingesetzt, damit der Kirche durch Erben kein Erbverlust entstehen konnte.
Es wurde eingesetzt aus kalkulativen Gründen.
 
Dogmen, Kirchenlehren, kirchliche Lehrsätze sind Glaubenssätze von Menschen gemacht, die über andere herrschen wollen.
Jesus-Christus hat dies nie so gewollt.
Er war und ist in der Liebe zu allem, was auf Erden und in allen Sphären ist.

Die Öffnung zur geistigen Größe über allem Leben hier auf Erden, das Vertrauen in göttliche Fügungen, ist unabdingbar.
Wir sind eben nicht alleine der Macher unseres Schicksals. Wir haben großartige Helfer.

Stress*1  -  Quelle: Duden 7 Das Herkunftswörterbuch -Etymologie der deutschen Sprache
Stress: Die Bezeichnung für "erhöhte Beanspruchung, starke Belastung physischer und/oder psychischer Art" wurde 1936 von dem österreichisch-kanadischen Biochemiker und Mediziner Hans Selye (1907 - 1982) geprägt. Zugrunde liegt engl. stress "Druck, Anspannung", das aus distress "Sorge, Kummer" gekürzt ist. Dies geht über gleichbed. afrz. destresse letztlich auf lat. distringere "beanspruchen; einengen" (vgl. Distrikt) zurück.

Schauen sie immer wieder rein.
Herzlich    Monika Meyer


Stress und Wiederholungen

Eigentlich müssten wir ja unserem STRESS sehr dankbar sein, denn er führt uns nämlich genau an jene Stelle oder Punkt, vor dem wir immer wieder davonlaufen oder davongelaufen sind. Vielleicht ersetze ich meine Frage:"Was will da VERSTANDEN werden?" durch die Frage:"Was will da GEFÜHLT und ANGENOMMEN werden?".
Stress besteht doch aus verschiedenen Situationen, Zuständen oder Geschehnissen, die uns zwangsweise in eine bestimmte Richtung lenken. Und dabei hat unser Verstand kaum Möglichkeit, seine bisherige Kontrolle aufrechtzuerhalten. Der Kontrollmechanismus wird lahmgelegt.
Stress ist wie eine sehr enge schmale Gasse, und wir können uns nicht wie gewohnt da frei hindurchbewegen. Oftmals werden wir dann auch noch von Kräften und Energien hindurchgeschoben, ob wir wollen oder nicht.
Stress ist auch wie der Beifahrer unserer rasanten Autofahrt. Die ersten Schritte zur Veränderung leiten wir ein, wenn wir erst mal ANHALTEN, ATMEN und FÜHLEN.
Was will da gefühlt und angenommen werden? Zunächst nehme ich es nur als SCHMERZ wahr, und nur wenn ich bereit bin, in diesen Schmerz noch mehr hineinzufühlen und bewußt dahin zuschauen, erkenne ich, was HINTER dem Schmerz folgt oder auch was DARUNTER liegt.Erstaunlicherweise verwandelt sich der Schmerz alsbald in jene eigenen Seelenanteile, die ich bis dato abgelehnt hatte.Und sobald ich diese meine Seelenanteile wieder zu mir zurückgenommen habe, fühle ich plötzlich Erleichterung, Befreiung, Frieden, Begeisterung, wärmende Liebe usw. in mir und das macht mich stark und läßt mich strahlen sowie läßt es mich auch selbst dieses Strahlen bewußt wahrnehmen.
Damit ich also genau dorthin komme, kreiere und erschaffe ich mir solange immer wieder STRESS.
In diesem Fall sollte ich nicht nur dem Stress dankbar sein, sondern vor allem MIR selbst, weil ich mich immer wieder dahin führe, wo ICH zu finden bin.

Leicht verspätet bedanke ich

Leicht verspätet bedanke ich mich für die wunderbar erweiternden und ergänzenden Ausführungen.
Natürlich geht alles auf uns selbst zurück, kreieren wir uns selbst unsere Situationen, bis wir es erkannt und mit dem Herzen erfühlt haben. Ob es der Schatten (C.G.Jung), ob es die Elternintrojekte sind, was auch immer uns überfremdete, ist zu erfahren und mit dem Herzen von einem selbst zu sehen.

So werden wir durch manch zu enge Gasse geschoben, landen in Einbahnstraßen, wo nur die Umkehr bleibt, bis wir die natürlichen Wege befreiend begehen und uns führen lassen, um unsere Aufgabe, die wir mitgebracht haben, zu leben.
Herzlich Monika Meyer

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