Die Weisheit des Herzens

Der Artikel ist erschienen in der Welt der ESOTERIK Ausgabe 03/10 www.welt-der-esoterik.com

 

Es gibt die These, dass die Welt und damit auch alle Existenzen auf der Welt vornehmlich aus Nichts bestehen – also aus Leere. Dies sagen sowohl Quantenphysiker als auch Metaphysiker - letztere unterstützt durch heilige Schriften wie beispielsweise die Bibel: Im Anfang …. war die Welt wüst und leer (Genesis). Quantenphysiker wie der Einsteinschüler David Bohm sagen in Übereinstimmung mit Metaphysikern, dass dieses Feld die Information für Stofflichkeit enthält. Die Leere scheint also Grundlage unserer physischen Existenz zu sein. Die Frage, was die wahre Natur dieses leeren Raumes sei, beantworten demnach Vertreter beider Richtungen damit, dass dieses Leersein eine Fülle nichtmaterieller Intelligenz sein könnte, der Quell, dem alle Schöpfung entstamme. Kurz gesagt, die sogenannte „Quantensuppe“ ist ein nicht-lokalisierbares Feld von Energie und Information. Leer könnte dieser Raum uns erscheinen, weil wir nicht die Antennen entwickelt haben, seinen Ausdruck wahrzunehmen. Wir sind zunächst also nicht unbedingt in der Lage unsere Verbindung zu diesem Feld zu bemerken oder zuzuordnen. Vielleicht weil es,  wie Deepak Chopra sagt, möglicherweise Teil eines Kontinuums ist und zwar derart, dass es keinen Unterschied mehr gibt zwischen inneren Raum und dem äußeren Raum. Metaphysiker bezeichnen diese Quantensuppe seit Menschengedenken als Äther oder Akasha oder Chi oder Prana…etc. Es ist der leere Raum unendlicher Möglichkeiten. Letztendlich ist es dieser Raum, in dem wir das finden, was wir als Gott, als heiligen Geist, als Allah oder Brahman bezeichnen.

Spirituelle Praktiken sind oft darauf ausgerichtet mit der Leere in Kontakt zu treten, also mit göttlicher Weisheit in Verbindung zu gehen. Dies geschieht in der Meditation, in der inneren Einkehr, im Rückzug in die Stille. Wenn sich Menschen in ein Retreat oder auch in die Abgeschiedenheit eines Klosters begeben, dann um einen anderen, stillen Raum betreten zu können, den sie in der Alltagshektik für nur schwer zugänglich halten. In diesem Raum hoffen sie, entscheidende Antworten auf ihre Fragen zu finden. Dieser Raum spielt auch eine große Rolle in der Geistheilung. Menschen, die Energiearbeit leisten, übertragen nicht etwa ihre eigenen Kräfte, sondern gehen in Verbindung zum Geist, zur Schöpfung, also der Leere, um danach in der Gewahrsamkeit ihres Herzens Schöpfungsenergie, also Äther (oder Prana oder Chi, wie immer man es nennen möchte) bewegen zu können zum Wohl der Person, für die sie tätig sind.

Wenn wir also in absichtsvolle Verbindung mit dem leeren Raum treten, dann sind wir in Verbindung mit der Weisheit dieses Raumes (Gott, Schöpfung) und damit unserer Schöpferkraft. Wir glauben in der Regel, das sei nur in besonderen Situationen möglich, nämlich in der ruhigen Versenkung bei einer Heilsitzung oder Meditation. Das halte ich für einen Irrtum. Wir können uns in jedem Moment mit unserer ätherischen Kreationskraft verbinden. Und je öfter wir das tun, in jedem Augenblick des Alltagsgeschehens, desto intensiver und erfolgreicher können wir uns mit tiefer Weisheit oder anders ausgedrückt, göttlicher Intelligenz ausrichten und umso kraftvoller sind wir in der Lage zu manifestieren.

Wir können üben, in die Leere zu gehen und zwar durch ganz einfache Praktiken. Frank Kinslow schlägt in seinem Buch Quanten Heilung vor, sich eine einfache Frage zu stellen: Z.B. welche Farbe hat mein nächster Gedanke? Wenn man sich eine solche Frage stellt, wird man feststellen, dass ein Moment der Leere eintritt, ein Raum, in dem es keinen Gedanken gibt. Osho sagte, dass Manifestation dann geschehen kann, wenn man genau diesen Raum zwischen den Gedanken fokussiert. Man kann das trainieren, wenn man sich beispielsweise darauf ausrichtet, den Raum zwischen den Gedanken zu bemerken, indem man einen Text ganz langsam liest und zwischen die Worte oder Buchstaben schaut oder Worte langsam spricht. Man kann es zur Gewohnheit machen, sich generell auf Zwischenräume zu konzentrieren, also beispielsweise auf den Raum zwischen den Blättern der Bäume usw. Im Zustand der Leere befinden wir uns jenseits von Zeit und materiellem Raum. Es ist dieser heilige Raum, der Manifestation ermöglicht. Der Schöpferraum.

Es fällt auf, dass bei alten Yogaübungen zur Manifestation, in Zusammenhang mit dem Eintritt in die Leere auch das Herzchakra eine Rolle spielt. Als Beispiel sei hier die Sonne/Mond Meditation von Dr. Pillai erwähnt: http://www.youtube.com/watch?v=clyQmHzOLog.

Das ist letztlich nicht verwunderlich, bedenkt man, dass das Herzchakra eine Sonderposition unter den Chakren einnimmt. Die drei Chakren über dem Herzen sind die geistbezogenen Chakren. Sie betreffen, anders ausgedrückt, den Äther(Leere). Die drei unteren Chakren gehören zum physischen Seinsbereich, haben also mit Materie zu tun oder anders ausgedrückt mit Form bzw. formgewordenem Äther. Nach alter Erkenntnis verbinden sich im Herzchakra Erde und Geist. Das Herzchakra dient demnach als Transformator von Erde und Geist. In anderen Worten ausgedrückt: dem Herzchakra wohnt eine Kraft inne, die aus der Quantensuppe, der Leere, Form zu kreieren in der Lage ist und umgekehrt. Daher gilt auch ein klares Herzchakra als Ausgangspunkt für erfolgreiche Manifestation.

Unsere Schöpferkraft steht also in hohem Maße in Zusammenhang mit unserem Herzchakra. Diese Idee ist nicht neu. Die Übungen der Yoga Meister berücksichtigen dies. Wie können wir also zu bewussten, kraftvollen Schöpfern werden? Indem wir mehr auf unser Herz fokussieren. Meistens befinden wir uns im Kopf und das ist der Ort blockierender Gedankenfülle. Wie gesagt, der Zugang zu göttlicher Weisheit liegt in der Leere zwischen den Gedanken. Wir können sie leichter kreieren, wenn wir uns darauf ausrichten, unsere Gedanken ins Herz zu bringen. Wenn wir auf unser Herz fokussieren, werden wir feststellen, dass wir mehr Ruhe spüren. Aber nicht nur das. Unser Herz ist auch unsere Erdung im Leben. Als Schmelztiegel von Erde und Geist verbindet es uns mit beiden Ebenen auf harmonische Weise und genau das ist es, was wir unter Erdung verstehen. Wenn es gelingt, die Gedanken vom Kopf abzuziehen und den Schwerpunkt im Herz zu halten, wird man feststellen, dass man sich besser geerdet fühlt. Zur Erinnerung: Ein wirklich geerdeter Mensch ist in der Lage erfolgreich zu manifestieren. Ein Weg, um dorthin zu kommen ist der, die Aufmerksamkeit auf die Füße zu richten und sie zu spüren. Dann lässt man sein Gewahrsam von den Füßen aus hoch in das Herzchakra wandern. Und setzt die Absicht, es dort zu verankern. Wenn wir uns immer wieder auf unsere Herzgegend besinnen und auf die Frage: „Wie würde ich denken oder handeln, wenn ich wirklich an meine Herzintelligenz angeschlossen bin“, dann erlauben wir der dort ruhenden geheimnisvollen göttlichen Schöpferkraft das Ruder zu übernehmen. Im Herzen finden wir den Zugang zu unserer Essenz, dem Raum der „Leere“.

www.light-language.de


Artikel melden

Wenn Du der Meinung bist, dass dieser Artikel gegen geltendes Recht verstößt oder aus einem anderen Grund nicht im Internet veröffentlicht werden sollte, nutze bitte folgendes Formular, um das ViGeno Team darüber zu informieren. Vielen Dank für deine Hilfe!

 

Begründung:


E-Mail (freiwillig):


Jetzt kostenlos Mitglied werden!

Nutzen Sie ViGeno in seiner ganzen Vielfalt:
Foren, Blogs, Kommentare u.v.m.

 

 Gabriele S.  Bodmer

Gabriele S. Bodmer

» zum Newcomer-Profil
Newcomer Voting

Du musst dich anmelden oder registrieren um diesem ViGeno Newcomer deine Stimme geben zu können.

ViGeno Bücher SHOP

  Bücher, DVDs, Kartensets & mehr...

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Autor werden bei ViGeno

ViGeno Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Inhalt abgleichen

Medienpartner

In Kooperation mit dem

Magazin VISIONEN

Magazin Visionen

 

Ausführliche Themenbeiträge der
ViGeno-Autoren lesen Sie auch

im Reiki Magazin, Lichtfokus
Feng Shui Aktuell und raum&zeit.

 

Anzeige

Zapper Clark - VitaLation

Benutzeranmeldung

Anzeige

  Spirituelles Internetradio der neuen Zeit

Weitersagen heißt Unterstützen !!!

Follow ViGeno on TwitterFollow ViGeno on Twitter