Malen ohne Leistungsdruck

„Kunst im Ganzen ist nicht ein zweckloses Schaffen der Dinge, die im Leeren zerfliessen, sondern eine Macht, die zweckvoll ist. Sie muss der Entwicklung und Verfeinerung der menschlichen Seele dienen“  Kandinsky

 

Es gibt zudem das Wort von Picasso: „Ich suche nicht, ich finde“.   

Das drückt ziemlich genau den Weg zeitgenössischer, künstlerisch kreativer Arbeit aus. „Suchen“  – das würde heissen, dass das Ziel schon in sich getragen wird. „Finden“  – das heisst offen zu sein für alles, für jede neue Erkenntnis.

 

In den angebotenen Maltagen und -Wochen  besteht die Möglichkeit, das „in sich getragene Ziel“  zu erfahren. Hilfe ist dabei der Einstieg mit Meditation oder blindem Malen, um sich vom Gedankenstrom  zu lösen. Malen kann so  als Prozess erkannt werden, als ein Geschehen, das durch viele Schichten verläuft,  als ein beständiges Ablagern von Energie auf dem Weg zum Bild, das  der Ausdruck oder die Botschaft der eigenen Seele ist.

 

Es ist ein Malen, ohne Leistungsdruck. Ein Vertrauen entwickeln in die eigene Kreativität,  aber auch  ein sensibilisiert werden  für die ungegenständliche Wirkung der Formen und Farben, für die Art der Pinselführung und die Qualität des Farbauftrags. Gemalt wird an Malwänden mit Acryl und selbst angerührten Pigmenten, auf grossem Papieren oder aufgezogener Leinwand. Dies erlaubt eine freie, grosszügige Arbeitsweise  und ein Betrachten auf Distanz.

 

Malwochen bieten die aussergewöhnliche Gelegenheit sich, losgelöst vom Alltag, mit aller Intensität auf mehrere Bilder  einzulassen und jeweils  eines wegzustellen, wenn  der Malfluss  ins Stocken gerät.

Samstagworkshops sind stille „Kreativitätsinseln“ und beginnen mit einem meditativen Input. Der Tagesworkshop Techniken  eignet sich für all jene, die ihre Ausdrucksmöglichkeiten erweitern möchten. Das offene Atelier vom Montagnachmittag ist für all jene, die einen Malplatz suchen, sich austauschen wollen, aber selbständig arbeiten können. In den Workshops Geburtsfarben oder Namensfarben, die auf der Numerologie von Pythagoras und dem Farbsystem des Aura-Soma beruhen, wird  ein Schlüssel angeboten, um über die Farben des eigenen Geburtstages oder Namens, einen Einblick in die eigene Mission und Lebensweg zu erfahren.

 

Dass wir Menschen Mitkreatoren und Mitkreatorinnen in dieser Welt sind, zeigt sich unter anderem im gestalterischen Handeln, im Tun – auch in der Kunst.

Elisabeth Moers                                                                                       Juli  2010          


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