Liebeskummer - eine Chance (Teil 2)
Erste Schritte aus dem Liebeskummer-Labyrinth
Sich gut aufgehoben und verstanden fühlen
Freunde und Bekannte können einem zwar in vielen Fällen eine Stütze sein, doch nicht immer können sie eine akute Liebeskummer-Attacke nachvollziehen. Spürche wie „Wird schon wieder“ oder „andere Mütter haben auch nette Söhne/Töchter“ helfen einem in solchen Augenblicken nicht weiter. Das „Warum“ spukt einem im Kopf herum und man findet darauf einfach keine Antwort. Selbst die besten Freunde geraten dabei nicht selten an eine Grenze, mit der sie nicht umzugehen wissen und ziehen sich erst einmal zurück. So fühlen sich viele Liebeskummergeschädigte unverstanden und allein gelassen und igeln sich lieber zu Hause ein.
Dabei ist es gerade bei Liebeskummer so wichtig, sich gut aufgehoben und verstanden zu fühlen. Wenn Familie und Freunde dabei keine ausreichende Unterstützung bieten können, sollte man sich anderweitig nach Beistand umschauen.
Selbsthilfemaßnahmen: von Ratgebern und dem Internet
Ein Buch ist natürlich eine prima Möglichkeit, sich mit der eigenen Thematik auseinanderzusetzen und sich Anregungen zu holen, um wieder Kraft zu tanken. Allerdings bleibt man damit auch für sich allein. Nach einer Zeit des Weltschmerzes wird es aber auch wieder Zeit, wieder mal raus zu gehen, andere Menschen zu treffen und dem Leben die schöneren Seiten zu entlocken. Wer sich zu Hause versteckt, wird davon nur wenig mitbekommen, deshalb ist ein Schritt nach außen und auf andere zu so wichtig.
Ein halber Schritt auf andere zu kann schon mal das Internet sein. Auch im Netz kann man sich mit anderen Menschen über den Liebeskummer und wie man damit umgehen kann, austauschen. Möglichkeiten dazu bietet das Netz jede Menge. Hilfreich sind schließlich besonders die Menschen, die sich ebenfalls mit ihrem Liebeskummer beschäftigen oder die sich zumindest noch sehr genau daran erinnern können, wie es Ihnen mit ihrem eigenen Liebeskummer erging.
Psychologische Beratung für glücklichere Zeiten
Auch eine psychologische Beratung kann bei Liebeskummer ein erster Schritt nach draußen sein. Man muss schließlich nicht alles alleine tragen. Bei Liebeskummer geht es auch darum, das Ungleichgewicht von rationaler und Herzensebene wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Selbst wenn das Warum rational begründet und erklärt worden ist, kann das Herz diese rationale Ebene nicht so einfach akzeptieren. So folgt auf die Begründung ein weiteres Warum und die Kette von Begründungen nimmt kein Ende.
Bei mir in der Praxis erlebe ich immer wieder, dass gerade bei Liebeskummer erst einmal das Annehmen der Situation so wichtig ist und seinen Raum bekommt. Das geht natürlich mit ganz viel Traurigkeit einher, mit Wut und Zweifeln. Mit dem Annehmen der Situation zeigt sich häufig auch, dass es schon im Vorfeld Anzeichen dafür gab, dass in der Beziehung etwas nicht ganz in Ordnung war, dass man vielleicht Dinge ausgeblendet und die Beziehung verklärt hat.
Damit einem das so nicht wieder passiert und man wieder in glücklichere Zeiten durchstarten kann, dafür ist das Annehmen und Loslassen so wichtig.
Viel Leichtigkeit und Lebensfreude wünscht
Dörthe Huth
www.doerthe-huth.de & www.viale-psychologie.de
Zum Buchkauf geht es hier lang: Lass los und werde glücklich
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