Psychologie: Bestellt, benutzt, zurückgeschickt - Wertschätzung heute!
Heute erhielt ich wieder die Zeitung der Industrie- und Handelskammer. Schon auf der Titelseite fand ich einen Bericht, der mir Anlass für einen neuen Artikel gibt. Vorab erst einmal der Artikel selbst:
Bestellt, benutzt, zurückgeschickt
E-COMMERCE: 80 Prozent der Unternehmen mit Online-Handel klagen über Missbrauchsfälle.
Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags und Trusted Shops unter knapp 400 Betreibern von Online-Shops wird jeder siebte via Internet erworbene Artikel zurückgeschickt. "Und das oft in schlechtem Zustand", sagt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wandsleben.
Rund 80 Prozent der Unternehmen klagen zudem über Missbrauch. Das betrifft vor allem Waren wie Urlaubszelt, Tauf- und Abendkleid, die nach einmaliger Nutzung nicht mehr benötigt werden. Die Folgen: Ein Drittel der Befragten gibt an, dass die Ware 30 Prozent und mehr an Wert verliert. In vielen Fällen ist ein Wiederverkauf unmöglich, etwa bei Hygieneartikeln wie Lippenstiften oder Kontaktlinsen.
Bislang konnten Händler in besonders gravierenden Fällen vom Kunden Ersatz für die Nutzung und Verschlechterung der Ware verlangen. Dies hält der Europäische Gerichtshof jedoch für rechtswidrig. Das Bundesjustizministerium ringt derzeit um einen Kompromissvorschlag, der darauf abzielt, den Wertersatz in veränderter Form bestehen zu lassen. Bartholomäus Steiner
Auf der gleichen Titelseite findet sich ein weiterer Artikel. Diesmal mit der Headline "Die Gäste werden immer anspruchsvoller - Der Tourismus muß nicht nur die Vermarktung verbessern, sondern auch Qualität und Leistung...... ". Da fällt es nun schon ein wenig auf, daß es immer wieder um das gleiche Thema geht....
WERTSCHÄTZUNG
Wir alle haben das Geburtsrecht der Wertschätzung unserer Person und wir erwarten, daß man uns wertschätzt, uns respektiert und dies ist absolut richtig so. Wenn sie sich nun den oberen Bericht und danach noch einmal die Schlagzeile aus der Tourismusbranche anschauen, spiegelt dies die klare Linie wieder. Wie sehen sie das Thema "Versandhandel"? Haben sie auch schon einmal etwas in einem Onlineshop bestellt und dann wieder zurückgeschickt? Ich möchte jetzt nicht so weit gehen und sie fragen, ob sie zu dem Prozentsatz gehören, die in dem IHK-Artikel beschrieben wurde, jedoch reicht es doch schon, sich einmal zu fragen, wie man die bestellten Dinge wieder zurückgeschickt hat. Haben sie den Pulli, die Hose, den Artikel im allgemeinen geprüft, vielleicht kurz übergezogen um dann zu bemerken, daß er ihnen nicht zusagt oder paßt? Wird er dann lieblos im Wust der Verpackungsmaterialien versenkt, der Karton schnell zugeklebt, den Retourzettel drauf und ab zur Post... natürlich "unfrei", weil... was hab ich denn mit den Rücksendekosten zu tun? .......Mal ganz ehrlich....war das so?
Ich bin jetzt mal ganz ehrlich... JA... so, genau SO habe ich früher viele Male gedacht und gehandelt. Solange, bis ich selbst Dinge an Kunden verschickt habe. Mit einem kleinen "give away " drin, einem Zettel mit lieben Worten und was bekam ich zurück? Beschädigte Ware, selbstverständlich wurde mein kleines Kundengeschenk behalten, manchmal wurde auch nicht bezahlt und auf Anmahnung von Strafe, wurde dann nicht einmal reagiert. "Wie respektlos" dachte ich damals... und dennoch war es lediglich mein Muster der "nicht-Wertschätzung". Wie du mir - so ich dir... Das Unterbewußtsein kennt hier keine Unterschiede.
So möchte ich noch einmal den Blick auf den anderen Artikel der IHK-Zeitung lenken. Es geht um unser Wohlfühlgefühl, das, was wir uns als Wertschätzung unserer Person wünschen. Aufmerksamkeit in einem schönen Hotel, alles soll perfekt, sauber, einfach traumhaft schön sein. "Die Gäste werden immer anspruchsvoller...", sagt Peter Kammerer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK München. Es ist also die Erwartungshaltung, daß man selbstverständlich gut behandelt, vielleicht hofiert wird. Passiert dies nicht, wird reklamieren, was das Zeug hält.
Wäre es nicht schön, wenn unsere Selbstverständlichkeit für das Eigentum Anderer, unsere Wertschätzung für Dinge und Personen uns so ins Blut übergehen würde, wie wir diese Selbstverständlichkeit für UNS und unser Eigentum, unsere Urlaubszeit usw. auch empfinden und haben wollen?
Wie ein Spiegel zieht das Unterbewußtsein genau das an, was wir selbst darstellen, was wir leben und was wir denken. So erhalten wir immer genau die Wertschätzung, die wir aussenden, selbst zurück.
Wenn sie mehr über Ihre Potenziale und laufenden Muster wissen möchten, lade ich sie herzlich in meine Seminare und persönliche Coachings ein. Auf meiner Homepage und dem BLOG finden sie desweiteren regelmäßig News und informative Artikel.
Imke Christoph
Ayurveda-Therapeutin & intuitiver Coach
http://www.grenzenlos-erfolgreich.com
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