Gerd Bodhi Ziegler ist Autor der weltweit meistgelesenen Tarotbücher zum Crowley-Tarot.
Tarot: Liebe und Verliebt-Sein
Liebe und Verliebt-Sein
von Gerd Bodhi Ziegler
Die Intensität von LIEBE und Verliebt-Sein besitzt die Kraft, uns auf allen Ebenen tief zu öffnen. Tatsächlich können wir nur tief lieben in einem Zustand von Offenheit. Sind wir verliebt oder in Liebe, öffnet uns diese Erfahrung auch einen Einblick in unsere Seinsnatur. Deshalb nehmen wir die ganze Welt so verändert war. Unsere Sinne sind geschärft und weit geöffnet; wir könnten die ganze Welt umarmen (mit ihr in Einheit gehen). Das Leben erscheint sinnvoll, magisch und voller Wunder. Wir sind glücklich und dankbar, da zu sein und zu leben.
All dies sind Merkmale unserer innersten Seins- und Wesensnatur. Es ist die Öffnung für unser wahres Wesen, für unser SEIN, die Verliebt-Sein und Liebesaustausch so schön und wundervoll macht. Wenn wir diesen Zusammenhang tief erfassen könnten, dann würden wir solche Liebeserfahrungen immer wieder suchen und sie als Tore für unser SEIN nutzen. Dann würden wir uns nicht auf den geliebten Menschen fixieren. Wir würden in uns hineinspüren und unseren Bewusstseinsfokus immer wieder neu in unsere eigene Mitte richten.
Das Ende der Suche
Dadurch endet die vergebliche Suche im Aussen und wir stellen die Liebe zu unserem SEIN an den ersten Platz. Dann leitet ES uns von innen her zu den Menschen, mit denen wir es geniessen, in einem reichen Liebesaustausch zu SEIN. Durch diese innere Liebesverbindung zu UNS SELBST sind wir vollkommen erfüllt und genährt und können diese LIEBE, die WIR SIND, freizügig und angstfrei fliessen lassen, wohin immer sie fliessen möchte.
So kann jede echte Liebesbegegnung dazu beitragen, unsere Wurzeln im SEIN immer noch stärker werden zu lassen. Das ist die Aufwärtsspirale wahrer LIEBE, die uns in unvorstellbare Höhen tragen kann: in das höchste Glück und die tiefste Erfüllung, die für uns hier auf Erden möglich ist.
Die Illusion der Getrenntheit
Doch Menschsein bedeutet auch, Trennung zu erfahren. Tatsächlich beginnt jedes Leben mit Trennung: mit der Geburt und etwas später durch die Kristallisation des Ichs, den Verlust der ursprünglichen Allverbundenheit. Beides ist so zutiefst schockierend und schmerzvoll, dass wir uns nicht mehr daran erinnern können.
Ein enormer Verlust an Wissen und Bewusstsein findet statt. Wir verlieren nichts Geringeres als den Kontakt und die Verbindung zu unserer Seinsmitte; wir verlieren UNS SELBST. Die Illusion der Getrenntheit verfestigt sich immer mehr und wird für uns zu einer leidvollen Realität.
Wir wurden nicht wahrgenommen
Alle unseren späteren Bedürfnise zu lieben und geliebt zu werden sind oft verzweifelte Versuche, die schmerzhafte Isolation und Trennung zu überbrücken. Und schon als Kinder und Jugendliche erleben wir Enttäuschungen, in denen unsere Offenheit missbraucht, zurückgewiesen oder einfach gar nicht wahrgenommen wurde. Wir alle verbinden allzu oft Liebe eher mit Verletzung und Schmerz als mit Freude und Glück.
Angst in Liebesbegegnungen
Diese tiefsitzende Angst tragen wir nun erstmal in alle aktuellen Liebesbegegnungen hinein und hoffen oft verzweifelt, dass dieses Mal alles anders sein wird. Wir machen uns vom Anderen und dessen Verhalten abhängig und werden daher in der Regel enttäuscht. Wir können nur enttäuscht und erneut verletzt werden, solange wir noch ungeheilte Wunden und unerfüllte Löcher in uns tragen und solange beide Partner vom anderen erwarten, dass er sie heilt und vollständig macht.
Liebe heilt
Doch Heilung und Erfüllung ist möglich. Sie geschieht in dem Augenblick, in dem wir die Liebesöffnung zum SEIN erleben und uns ganz bewusst der LIEBE des SEINS anvertrauen, in IHR baden und UNS SELBST darin wiederfinden. Dann führt die LIEBE uns nicht mehr von uns weg, sondern schenkt uns UNS SELBST zurück.
Ihr Gerd Bodhi Ziegler
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Liebesfreud und Liebesleid
Die Liebe ist etwas wunderbares. Sie öffnet die Seele, das Herz und für bestimmte Dinge auch die Augen. Allerdings macht sie uns doch manchmal auch blind und läßt uns falsche Wege gehen. Was ist da los? Lieben wir dann den falschen Menschen?