Psychologie
Psychologie: Der König und sein Günstling
Der König und sein Günstling
Ein Leben für ein Königreich - oder ein Königreich für ein Leben?
Die Geschichte des Königs und seines Günstlings ist uralt…
Die Person, die den König lenkte, die „alles in allem und durch alles“ war. Sie kleidete sich wie der König, „huldigte“ ihm und war für die Alltagsgeschäfte zuständig, denen der Herrscher aufgrund seiner Stellung nicht nachkommen konnte – oder wollte. Dafür stand der Günstling in der speziellen „Gunst“ des Königs…
Doch was für eine Synthese war das? Wer regierte wirklich, wer hatte die Macht? Hatte der Günstling die heimliche Herrschaft? Oder wurde die Herrschaft sogar nur durch den Günstling erhalten? Denn der Vertraute des Königs hatte auch die Aufgabe, den Zugang zu ihm einzuengen. Er leistete damit dem von Bittstellern belagerten Landesherrn einen wichtigen Dienst. Der Herrscher des Landes wurde somit monopolisiert und schien damit unerreichbar auf seinem Thron. Das Volk erfuhr nur die Geschichten, die es erfahren sollte und der König wurde als eine besondere Persönlichkeit idealisiert – die er möglicherweise in der Realität gar nicht war. Und kriegerische oder persönliche Krisen des Königs sicherten die Stellung des Günstlings… solange er mit seiner Sündenbockfunktion dem Machthaber einen Neuanfang ohne Gesichtsverlust ermöglichte! Damit schien eines klar… je schwächer die Persönlichkeit des Herrschers, desto stärker war die Macht des Günstlings!
Selten erhielt der Günstling seine Macht bis ins Alter oder sogar bis an sein Lebensende… Denn mit der Übertragung der königlichen „Abgrenzungsmacht“, wuchs gleichzeitig die Angst des Königs, der Günstling könne selbst nach der Macht greifen und sich zum Herrscher „aufschwingen“. Oft wurde er also „beizeiten“ ausgewechselt, eingekerkert oder hingerichtet. Je niedriger seine Herkunftsposition war, je höher sein Aufstieg, desto tiefer sein Sturz… und nicht immer hatte der Günstling dann das Mitgefühl des Volkes. Dabei war doch des Günstlings größter Wunsch, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Sicherheit und Liebe zu bekommen!
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Psychologie: Alles kann ein Weg sein
Alles kann ein Weg sein.
von Claudia Sieber Bethke -
Unerwünschte und ungünstige Lebensumstände können uns in gefühlt aussichtslose Positionen bringen. Krisen können sich wie das Ende eines Lebens anfühlen. Doch genau diese Situationen können auch als Ausgangsmaterial zum Wachwerden genutzt werden. Das Geschenk einer Krise besteht darin, dass alles was uns wiederfährt, nicht als Unterbrechung oder Hindernis angesehen wird, sondern als Möglichkeit, wach zu werden. Wir denken nur allzu gern, dass alles nur dann etwas taugt, wenn es still und leise abläuft. Doch wenn etwas wirr und chaotisch abläuft, glauben wir oft, wir hätten etwas falsch gemacht. Aber noch öfter denken wir, jemand anderes wäre für diese Situation verantwortlich und hätte damit etwas kaputt gemacht.
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