Lenormand – Expertin mit eigener Lebensakademie. Veröffentlicht Fernstudien in den unterschiedlichsten spirituellen Bereichen.
Psychologie: Deine Welt, dein Leben, dein inneres Kind und die Gehirnhälften!
Das innere Kind anhören...
- Teil 2 -
Gehen wir zurück in die Welt der Kinder. Die äußere Welt abgeschaltet spielen Kinder mit imaginären Freunden. Sie haben noch die Verbindung zu Anderswelten. Für sie ist die Welt magisch. Nichts ist unmöglich.
Man hat festgestellt, dass erst im Schulalter diese Fähigkeiten dramatisch zurückgehen. Die rechte Gehirnhälfte wird weniger gefordert und die Verknüpfungen gehen zurück. Man lernt das Denken in geordneten Strukturen und langsam aber sicher versinken unsere Intuition, unsere Fähigkeit emotional zu leben und unsere Kreativität im Nebel der Zeit.
Bis wir irgendwann innehalten und erstmals bemerken, was wir verloren haben.
Am deutlichsten erreicht uns der Ruf jenseits der Schwelle des vierzigsten Lebensalters.
Unser Leben läuft oft gleichförmig in vorgegebenen Bahnen und wir können das erste Mal Luft holen. Die Kinder sind fast aus dem Haus, die Entwicklung unserer Beziehungen ist vorhersehbar und wir holen zur großen Neuorganisation aus.
Wir verlassen den Menschen, den wir einst geliebt haben und nehmen Unannehmlichkeiten in Kauf. Wir sind nun oft alleinerziehend, unser Tag hat nicht genug Stunden und wir denken, nun sind wir frei und glücklich.
Sind wir das wirklich. Reicht es wirklich aus sich von Menschen zu befreien, die uns nicht gut tun, oder haben wir lediglich die Chance zur Entwicklung nicht gesehen, die uns durch diesen Menschen vom Schicksal geschickt wurde.
Fakt ist, dass unser ganzes Leben geprägt wird von dem Fundament, das im Elternhaus geprägt wurde. Kinder lernen durch Nachahmung. Sie wollen wie die Großen sein. Sie können nicht unterscheiden, ob das Vorgelebte richtig oder falsch ist. Für sie ist es der Status Quo, das Normale.
Erst wenn Kinder aus der heimischen Prägungsphase entwachsen und auch einmal bei anderen Kindern sind und dort andere Verhaltensweisen sehen, dann kann eine Irritation entstehen. Natürlich erweitert sich dadurch das Weltbild des Kindes. Es kann ein Gefühl des Mangels entstehen. Natürlich kann sich auch das Gefühl von Geborgenheit verstärken, doch dies ist nicht das Thema unserer Betrachtungen.
Dieses Gefühl des Mangels begleitet uns durch unser ganzes Leben. Wir empfinden einen Hunger, der durch nichts gestillt werden kann.
- Essen
- Süchte
- Die Gier nach Aufmerksamkeit
- Wutausbrüche
Sind nur einige Versuche diesen Mangel zu beheben, doch sie bringen uns nur noch tiefer in unser Empfinden des Missverhältnisses in unserem Leben.
Schauen wir uns einmal die verschiedenen Möglichkeiten an, wie Kinder sich entwickeln können.
Das verspielte Kind
Dieses Kind spielt gerne, ist sehr kreativ, spontan und es liebt es Spaß zu haben. Viele von uns haben vergessen wie es ist ohne Schuldgefühle und Angst zu spielen oder uns etwas zu gönnen. Wir sind darauf geeicht nur Dinge zu tun, die auch einen Wert für uns oder andere darstellen. Etwas zu tun aus Freude oder spaß ist uns fremd geworden und erweckt Schuldgefühle in uns.
Das verzogene Kind
Dieses Kind weiß, was es will und es will es sofort. Wenn es nicht das Gewünschte auf der Stelle bekommt, können wir mit einem gewaltigen Wutanfall rechnen
Das vernachlässigte Kind
Um diese Kinder wurde sich nicht liebevoll gekümmert. Die Atmosphäre ihres Heranwachsens war lieblos und kalt. Sie glauben nicht, dass sie etwas wert sind. Sie sind depressiv und oft sehr traurig
Das verlassene Kind
Diese Kinder sind oft Scheidungskinder oder adoptiert worden. Manchmal hatten sie auch wenig Kontakt zu den Eltern, wenn beide Eltern berufsmäßig sehr eingespannt sind. Sie haben immer wieder Angst alleine gelassen oder verlassen zu werden. Sie brauchen immer besondere Aufmerksamkeit und die Versicherung, dass sie geliebt werden und sich sicher und gut fühlen können. Diese Kinder sind sehr einsam.
Das ängstliche Kind
Diese Kinder wurden sehr oft kritisiert in ihrer Kindheit. Nichts konnten sie richtig oder zufriedenstellend machen. Nun sind sie ängstlich und trauen sich nichts mehr zu. Sie brauchen sehr viel mutmachende und motivierende Unterstützung und positiven Zuspruch
Das abgelehnte Kind
Dieses Kind hat niemals Nähe kennen gelernt. Umarmungen lehnt es ab. Sie fühlen sich falsch und seltsam an. Es meidet Körperkontakt und ist oft sehr isoliert. Vertrauen ist ein großer Mangel und wird nicht empfunden.
Das nicht vorhandene Kind
Diese Kinder wurden ignoriert und verachtet, als ob sie gar nicht existieren würden. Sie glauben nicht an sich selbst und brauchen viel Liebe und Unterstützung um wieder an sich zu glauben.
Natürlich gibt es nicht nur diese ganz speziellen Typisierungen. Wie oft im Leben können hier Aspekte der verschiedensten Möglichkeiten einfließen. Dadurch verwischen sich die Grenzen und das Bild tritt nicht so klar zutage, wie wir es im therapeutischen Sinne gern hätten.
Wir sind aber heute erwachsen? Was haben all die Dinge aus der Vergangenheit mit uns zu tun?
Ich möchte es Ihnen anhand dem Wachstum einer Perle erklären.
Die Muschel liegt am Grunde des Meeres und öffnet und schließt sich im Rhythmus der Wellen. Sie ist noch klein und beherrscht das sich Öffnen und Schließen nicht richtig. Als sie wieder einmal zu weit die Tür aufmacht wird ein kleines Samenkorn in sie hineingespült und lagert sich im Herz der Muschel ab.
Das Sandkorn tut ihr weh und die Muschel versucht verzweifelt diesen Schmerz wieder loszuwerden, doch es gelingt ihr nicht. Um diese Wunde zu heilen, sondert sie ein Sekret ab, das sich wie ein schützender Film um das Sandkorn legt. Nun ist der Schmerz nicht mehr ganz so groß. Doch auch das reicht nicht und im Laufe der Jahre wird der Schmerz immer mal wieder stärker und die Muschel umhüllt das Sandkorn mit einer zweiten Schicht, einer dritten Schicht und vielen weiteren. All diese Schichten entstehen im Laufe von Jahren.
Doch je mehr Schichten entstehen, desto schwerer wird das Sandkorn und der Schmerz kehrt zurück und zwar größer wie je zuvor. Die Muschel versteht das nicht und denkt, dies ist ein neuer Schmerz. Sie bringt dieses Leid nicht in Verbindung mit dem winzig kleinen Sandkorn, das vor vielen Jahren in ihr Herz gespült wurde und jetzt sind so viele Schichten gewachsen, dass man es nicht mehr sehen kann.
Und doch ist genau dieses Sandkorn viele Jahre später erneut für unseren Schmerz verantwortlich. Wir denken, wir haben uns veredelt durch die Perle, doch in Wirklichkeit haben wir erst den Schmerz verdrängt und ihn dann so schwer gemacht, dass er uns aufs Neue weh tut und verletzt.
Es gibt noch so viele andere Kinder. Kinder, die sich schämen, Kinder, die sehr egoistisch sind oder Kinder, die immer noch an den Informationen der Eltern oder der Gesellschaft festhalten.
Welches Kind waren Sie?
Vielleicht denken Sie, dass die Kindheit lange vorbei ist und in ihrem heutigen Leben keine Bedeutung mehr hat.
Denken Sie an die Perle. Ihr Hunger von heute kann der verborgene Mangel von gestern gewesen sein.
Jeder von uns trägt dieses Kind tief in sich verborgen und wir müssen durch viele Schichten hindurch um den wahren Grund, das Sandkorn, unseres Schmerz zu finden.
Jede dieser Schichten trägt Erinnerungen und daher sind wir oft nicht gewillt, diesen Weg in Betracht zu ziehen, denn Schmerzen hatten wir doch genug.
Doch bevor wir nicht das Sandkorn entfernen, werden wir nie wirklichen Frieden in unserer Seele erreichen. Wir wollen ja nicht, dass es uns nur ein wenig besser geht, sondern wir wollen, dass wir endlich wieder unser strahlendes Potential leben und dazu müssen wir unser inneres Kind, aus der Tiefe unseres Seins ans Tageslicht holen und diese verwundete Seele heilen.
Natürlich strahlt eine Perle auch und Sie gilt als wertvoll, doch es gibt immer noch Menschen, die sich weigern Perlen zu tragen. Diese Menschen spüren intuitiv, dass eine Perlenkette nur einen Aneinanderreihung von Schmerz und Leid ist und egal wie sie strahlt und glitzert. Tief in jeder Perle lauert der Schmerz, aufgebahrt und konserviert für die Ewigkeit.
Teil 1 | Teil 2
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Mehr zum Autor dieses Artikels
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
ViGeno Newsletter
Medienpartner
In Kooperation mit dem
Ausführliche Themenbeiträge der
ViGeno-Autoren lesen Sie auch
im Reiki Magazin, Lichtfokus
Feng Shui Aktuell und raum&zeit.



.jpg)


