Lenormand – Expertin mit eigener Lebensakademie. Veröffentlicht Fernstudien in den unterschiedlichsten spirituellen Bereichen.
Psychologie: Erfolgscoaching - Zuhören
Erfolgscoaching - Zuhören
von Amara
Die vier Arten des Zuhörens
Einfühlungsvermögen hat viel mit richtigen Zuhören zu tun. Was dabei als "richtig" erachtet wird, hängt vom individuellen Ziel und der eigenen Einstellung zum Gesprächspartner und zum Thema zusammen. Grundsätzlich ist es für das Verständnis des eigenen und von fremden Zuhörverhalten hilfreich, die vier folgenden Arten des Zuhören zu kennen und erkennen zu können.
• Beim "Pseudo-Zuhören" geht es den Beteiligten lediglich darum, möglichst schnell selbst wieder zu Wort zu kommen und den Gesprächspartner mit als dafür hilfreich bewerteten Floskeln wie "Ich verstehe" abzuspeisen.
• Beim "Aufnehmenden Zuhören" lauscht der Zuhörer aufmerksam dem Gesagten und stellt eigene Antwort- und Frageimpulse gekonnt zurück und signalisiert dem anderen anhand der eigenen Körpersprache (Kopfnicken, Kopfschütteln, lautes Atmen, seufzen, mit Fingern trommeln usw.), dass man aufmerksam folgt.
• Beim "Umschreibenden Zuhören" gibt der Zuhörer das Gesagte mit eigenen Worten wieder, wobei er sich auf die Sachebene beschränkt. Wollen Sie Missverständnisse vermeiden, so ist das Wiederholen mit eigenen Worten die einfachste und sicherste Möglichkeit. Falls Sie nicht sicher sind, ob Sie Ihren Gesprächspartner richtig verstanden haben, stellen Sie am ehesten Übereinstimmung her, wenn Sie sagen, was bei Ihnen angekommen ist, ohne ihm mitzuteilen, wie Sie das Beurteilen.
Folgende Einstiegsformulierungen eignen sich für das umschreibende Zuhören:
◦ „Mit anderen Worten...“
◦ „Wenn ich Sie richtig verstehe, geht es Ihnen um...“
◦ „Ihnen ist wichtig, dass...“
◦ „Sie legen Wert auf...“
◦ „Verstehe ich richtig, dass...“
◦ „Für Sie kommt es sehr darauf an, dass...“
◦ usw.
• Beim "Aktiven Zuhören" erfasst die Zuhörer nicht nur das inhaltlich Gesagte, sondern auch das tatsächlich Gemeinte sowie die mitschwingenden Gefühle des Sprechenden und gibt alles in eigenen Worten wieder, um den anderen zu signalisieren, dass und was alles (vollständig) angekommen ist.
Beim Aktiven Zuhören fragen Sie sich im Stillen
◦ „Was empfindet mein Gesprächspartner?“
◦ „Was ist an dem, was er gerade sagt, so wichtig?“
◦ „Was beschäftigt ihn daran so sehr?“
◦ „Welches Interesse hat er daran?“
◦ „Was verfolgt er damit?“
◦ „Wie ist ihm zumute?“
Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, werden Sie sich bemühen, sich in den anderen hineinzudenken, ja hineinzufühlen. So beginnen typische Satzanfänge so:
◦ „Sie befürchten jetzt, dass...“
◦ „Sie sind misstrauisch, ob...“
◦ „Sie ärgern sich über...“
◦ „Sie sind sich noch nicht sicher, wie weit...“
◦ „Sie sind erschrocken über...“
◦ „Sie sind schockiert, weil...“
◦ „Dich nervt es, wenn...“
◦ „Du könntest platzen, weil...“
◦ „Dir stinkt es, wenn...“
Die meisten Menschen erleben es als ungeahnte Wohltat, wenn Sie wahrnehmen, dass ihnen ernsthaft und geduldig zugehört wird. Mögen sie anfangs noch so zurückhaltend sein, so zeigt sich regelmäßig, dass dieses anfängliche „Eis“ in der Wärme konzentrierter Aufmerksamkeit schnell schmilzt.
Herzlichst Amara
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