Lenormand – Expertin mit eigener Lebensakademie. Veröffentlicht Fernstudien in den unterschiedlichsten spirituellen Bereichen.
Psychologie: Erfolgscoaching Wahrnehmung
39. Woche Erfolgscoaching - Wahrnehmung.
von Amara -
Erfolgreich wahrnehmen!
Zunächst müssen wir uns ein paar grundlegende Gedanken über die unserer Art Wahrnehmung machen. Wie nehmen wir unsere Umwelt (im weitesten Sinne) wahr. Wahrnehmung ist immer subjektiv bzw. intersubjektiv bezogen, niemals eine bloße Abbildung der Realität.
Es ist eine Person bzw. eine Gruppe von Personen, die von ihrem Standpunkt aus etwas wahrnehmen. Wahrnehmung ist somit kein passiver Prozess, bei dem etwas in den Wahrnehmenden einfließt, sondern Wahrnehmung ist ein aktiver Prozess, bei dem der Wahrnehmende durch Selektion aktiv mit gestaltet.
Wie funktioniert der Wahrnehmungsprozess?
Wahrnehmung hat - ganz vereinfacht gesprochen - fünf zentrale Bestandteile und zwar sehen, hören, riechen, tasten und schmecken. Auf Wahrgenommenes folgen Steuerungen des vegetativen Nervensystems und des Zentralnervensystems.
Reaktionen des Gehirns auf Wahrgenommenes wären z.B. Hormonausschüttungen, Veränderung der Körpertemperatur, bestimmte Gefühle und Gedanken, ein bestimmtes Verhalten, Handlungen, Vermutungen, gewisse Absichten oder Schlussfolgerungen.
Man hört z.B. etwas und macht sich darüber Gedanken, ein anderer hört etwas und es entsteht ein bestimmtes Gefühl anstatt eines Gedankens. Diese Reaktionen treten im Alltag natürlich nie getrennt voneinander auf, sondern in verschiedenen Kombinationen. All dies kann bewusst und unbewusst ablaufen, bestimmte Teile werden ausgeblendet - bekannt als selektive Wahrnehmung bzw. Wahrnehmungsverzerrungen. Dieser Begriff hat eine sehr negative Bedeutung. Bei genauer Überlegung jedoch muss man feststellen, dass der Mensch an sich ohne diese Selektion schlicht nicht überlebensfähig wäre, denn man müsste bei jedem Denkprozess ohne den Einsatz von bestimmten vereinfachenden und verzerrenden Vorurteilen oder Erwartungen alles, was auf einen von außen einströmt, jedes Mal neu berücksichtigen.
Entscheidungen und Handlungen würden Ewigkeiten dauern. Verzerrungen komplett auszumerzen, wäre daher ein utopisches Unterfangen. Dies darf jedoch niemanden, vor allem nicht Menschen, die andere mit weitreichenden Konsequenzen beurteilen, davon abhalten, sich jedes Mal aufs Neue dem utopischen Ziel der Wertfreiheit und Objektivität zu nähern.
Der kommende Coaching-Beitrag handelt über die Verzerrung der Wahrnehmung.
Herzlichst Amara
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