Lenormand – Expertin mit eigener Lebensakademie. Veröffentlicht Fernstudien in den unterschiedlichsten spirituellen Bereichen.
Psychologie: Erfolgscoaching Verzerrung
40. Woche Erfolgscoaching - Verzerrung der Wahrnehmung.
von Amara -
Verzerrung der Wahrnehmung.
Wahrnehmungsverzerrungen, die immer auch den Urteilsprozess beeinflussen, entstehen, weil wahrgenommene Informationen nicht unabhängig vom wahrnehmenden Individuum und der Beschaffenheit der wahrzunehmenden Information sowie ihrer Bedeutung verarbeitet werden. Informationsverarbeitung kann genauso wie die Wahrnehmungsaufnahme individuell verschieden, je nach Vorerfahrung anders ablaufen. Die ganz automatisch und zum Menschen notwendigerweise gehörenden
Wahrnehmungsverzerrungen laufen in den unterschiedlichsten Variationen ab:
• Verzerrung durch gezielte Manipulation des Informationsgebers, beispielsweise bei
Selbstdarstellungstechniken.
• Aufgrund unserer menschlichen Beschaffenheit kann ein Außenstehender, aber auch ein Mensch
selbst, nie alle relevanten Informationen zur Erkenntnis der Gründe für eine Handlung oder ein
Verhalten wahrnehmen. Da wir aber immer Gründe suchen, tappen wir oft in die Falle der fehlerhaften
Ursachenzuschreibung bzw. Attribuierung.
• Verzerrungen durch Heuristiken. Was ist eine Heuristik? Als Heuristik bezeichnet man eine Methode,
komplexe Probleme mit Hilfe einfacher Regeln und unter Zuhilfenahme nur weniger Informationen zu
entwirren. Das ist eine sehr große Leistung unseres Gehirns, welche in der Regel gute Ergebnisse liefert
und für unser Überleben sehr dienlich ist. Diese Fähigkeit kann aber auch zu Beeinträchtigungen des
Wahrnehmens und Beurteilens führen. Z.B. wird ein Mensch, der mit einer Person mehrmals schlechte
Erfahrung gemacht hat, die Wahrscheinlichkeit überschätzen, dass sich die Person in anderen
Situationen ebenfalls negativ verhält.
• Verzerrung durch Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehler (Vorurteile) und dem ersten Eindruck (z.Bsp.
Sympathie-Antipathie), die man als besonders hervorgehoben wahrnimmt, prägen das anschließende
Urteil in ganz besonderer Weise.
• Wahrnehmungsverzerrungen durch Erwartungen des Wahrnehmenden - diese sind nicht per se
problematisch, sondern werden erst dann zum Problem, wenn sie im Widerspruch zur intersubjektiven
Realität stehen und sich trotzdem erfolgreich behaupten.
• Wenn beispielsweise ein Mensch stark davon überzeugt ist, alle Studenten hätten ein angenehmes
Leben, wird er aufgrund dieser Hypothese Studenten, die sich mittels Nebenjobs durch ihr Studium
schlagen, in seiner Wahrnehmung ausblenden.
• Wahrnehmungsverzerrungen durch Emotionen und Kognition – beispielsweise nimmt ein gut gelaunter
Mensch viel leichter positive Informationen wahr als negative.
Des Weiteren wurde erforscht, dass positive Emotionen die Kreativität und Flexibilität des Denkens fördern, hingegen begünstigen negative Stimmungen eher die analytische Präzision. Wenn die Emotionen jedoch besonders intensiv sind (dies gilt in beide Richtungen), hat man eine Verflachung des Denkens und die Neigung zu Kurzschlussreaktionen festgestellt. Ein kognitiver Kurzschluss aufgrund von Fehleinschätzung oder nicht hinterfragten Erwartungen führt ebenso zu Wahrnehmungsverzerrungen.
Im kommenden Beitrag gehen wir noch etwas näher auf die Wahrnehmungsverzerrung ein.
Herzlichst Amara
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