Psychologie: Erfolgscoaching - Miteinander reden

Amara - Autorin bei ViGeno

Erfolgscoaching - Miteinander reden

von Amara -

Das Gespräch ist eine sehr individuelle Kommunikation, die der Übermittlung persönlicher Informationen dient. Nach wie vor erhalten wir viele Informationen mündlich und persönlich. Die Bandbreite reicht vom Tratschen mit der Freundin, über Besprechungen bis hin zu formalisierten Vorträgen.
Bei keiner anderen Art der Informationsvermittlung (Lesen, Fernsehen usw.) ist die Interaktivität vergleichbar hoch. Und niemand kann sich dem wirklich entziehen, denn egal ob Beruf oder Alltag, wir befinden uns doch ständig im Gespräch mit anderen Menschen.

Für ein Gespräch bedarf es immer eines Redners (Sender) und mindestens eines Zuhörers (Empfänger). Wollen wir miteinander reden, so müssen wir die Rollen immer wieder tauschen und auf das Gesagte reagieren. Was sich oft als schwierig erweist, wie Sie selber sicher aus Erfahrung wissen. Wie viele Menschen reden aneinander vorbei oder hören ihrem Gegenüber gar nicht zu. Da sind Missverständnisse vorprogrammiert. Dabei sind viele von uns unzufrieden mit der Art, wie einige unserer Gespräche verlaufen.

Was läuft bei vielen Gesprächen schief?
• Sie müssen sich minutenlange Monologe anhören, ohne selbst zu Wort zu kommen.
• Sie werden beim Sprechen von Ihrem Gesprächspartner ständig unterbrochen.
• Beide oder einer der Gesprächspartner verstehen bzw. versteht nicht, wovon der andere jeweils redet und keiner gibt sich richtig Mühe, den anderen zu verstehen.
• Das Gespräch ufert aus und man kommt vom Hundertsten ins Tausendste und verliert das eigentliche Ziel aus den Augen.
• Das Gespräch endet in einem Streit oder in gegenseitigen Anschuldigungen.
usw., usw.

Es sollte uns nachdenklich stimmen, dass etwas so Zentrales , wie die Kommunikation so wenig systematisch durch Elternhaus und Schule entwickelt wird. Es gibt nicht einmal ein Schulfach Kommunikationserziehung. Das bedeutet unsere kommunikative Professionalität ist mehr oder weniger zufällig gut oder schlecht. In diesem Bereich haben wir noch große Reserven.

Wie kann man den Gesprächsverlauf beeinflussen?

Gesprächshaltung
Um eine Gesprächssituation zu schaffen und zu erhalten, die von Vertrauen und Glaubwürdigkeit geprägt ist, kommt es nicht nur auf Einstellungen an, die dieses Ziel befördern (Verbindlichkeit, Offenheit u. ä.). Ebenso wichtig ist es, solche Haltungen zu erkennen, die auf das Verhindern oder Stören einer solchen Gesprächssituation aus sind (dazu gehören nicht nur Provokation oder offen unverschämtes Verhalten, sondern auch Langatmigkeit, Ichbezogenheit oder Anbiederei).

Gesprächshaltungen bilden die Grundlage für jedes Gespräch. Mit folgenden Fragen können Sie sich in Bezug auf Ihre eigene Gesprächshaltung vorbereiten bzw. Ihre Einstellung während des Gesprächs kontrollieren:
• Mit welchem Gefühl führe ich das Gespräch?
• Welche Atmosphäre herrscht während des Gesprächs?
• Bin ich in der Lage bzw. habe ich die Möglichkeit, mich auf Person und Lage meines Gesprächspartners einzustellen?
• Kann ich mein Gesprächsverhalten auf meinen Gesprächspartner abstellen?

Da sich das Gesprächsverhalten in erster Linie und vor allem auf der sprachlichen Ebene vollzieht, geben wir im Folgenden einige Beispiele, auf welche Weise sprachliche Äußerungen bestimmte Haltungen und Einstellungen widerspiegeln.

Umkehrbarkeit
Hierunter sind Gesprächshaltungen zu verstehen, die die Kompetenzen der Gesprächspartner betreffen. Im Vorstellungsgespräch steht eine Aussage wie: "Fassen Sie sich kurz, ich habe noch weitere Termine!" zwar dem Interviewer, nicht aber dem Befragten zu, ist also nicht umkehrbar. Eine solche Aussage sagt viel über Ihren Gesprächspartner aus, denn in einer positiven Gesprächssituation sollte es so sein, dass das, was A zu B sagt, auch umgekehrt möglich ist.

Glaubwürdigkeit
Die wichtigste Gesprächshaltung für eine positive Atmosphäre ist Glaubwürdigkeit. Sie wirken unglaubwürdig, wenn Sie sagen: "Ich habe deshalb so lange Informatik studiert, um nebenbei noch allgemein bildende Vorlesungen besuchen zu können." Glaubwürdig wirkt hingegen, wenn Sie sagen: "Es stimmt, ich habe recht lange studiert. Bedenken Sie aber, dass ich wegen einer Verletzung bei einem Auslandsaufenthalt fast ein Jahr krank war. Ich habe die Zeit aber genutzt, indem ich zu Hause meine Sprachkenntnisse vertieft habe.
Außerdem habe ich neben meinem Studium folgende Praktika absolviert: ..."

Sensibilität und soziales Gespür
Stellen Sie sich vor, Ihr Gesprächspartner hat mit Ihnen ein situatives Interview geführt. Er spielte die Rolle eines Lieferanten, dem Sie eine neue Produktlinie vorstellen sollten, um ihn für neue Aufgaben zu gewinnen. Sie haben mit dieser Situation nicht gerechnet, stellen darüber hinaus fest, dass Sie nicht gut genug aufgepasst haben, als Ihnen im Zusammenhang mit der Beschreibung Ihres Aufgabengebietes diese Produktlinie vorgestellt wurde, da nicht Ihre künftige Abteilung dafür zuständig ist. Ihr Gegenüber beendet dieses Rollenspiel mit den Worten: "Es muss Sie jetzt sehr enttäuschen, in dieser Situation versagt zu haben, nicht wahr?" Eine solche Bestätigung dessen, was Sie ja selber gemerkt haben, verrät wenig Sensibilität und ist verletzend. Sie können jetzt nur noch versuchen, das Gesicht zu wahren, etwa, indem Sie sagen: "Nun, aus Misserfolgen müssen wir lernen. Wenn Sie mir die Gelegenheit dazu geben, kann ich Ihnen zeigen, wie ich die neue Produktreihe in unserem Verkaufsgeschäft platziere."

Rücksicht und Wohlwollen
Für Ihre eigene Gesprächsstrategie ist ebenso wichtig zu erkennen, ob Sie es mit einem eher wohl wollenden oder einem rücksichtslosen Gesprächspartner zu tun haben. Diese Einstellung kann sich z.B. auch non-verbal zeigen, etwa in auffälligen Gesten der Ungeduld (wiederholtes starkes Räuspern, lautes Klopfen mit den Fingern auf die Tischplatte usw.), wenn Sie einmal ins Stocken geraten oder länger überlegen müssen. Sie können versuchen, eine solche Situation zu entspannen, indem Sie Verständnis zeigen, etwa: "Ich kann mir gut vorstellen, wie Sie sich jetzt fühlen. Ich muss nur gerade meine Gedanken sortieren." Und dann empfiehlt es sich, laut weiter zu denken: "Wo waren wir stehen geblieben?

Sie wollten wissen, ob ... Habe ich Sie da richtig verstanden?" Der "schwarze Peter" liegt jetzt wieder bei Ihrem Gesprächspartner, der Ihnen jetzt eine positive Rückmeldung geben muss. Inzwischen haben Sie genügend Zeit gehabt, um Ihre ins Stocken geratene Argumentation in Schwung zu bringen. Im besten Falle beziehen Sie Ihren Gesprächspartner sogar dabei mit ein.

Insbesondere Äußerungen, die Sensibilität, soziales Gespür, Rücksicht und Wohlwollen vermissen lassen, können ein Indiz dafür sein, wie gut Sie bei ihrem Gegenüber "ankommen".
Reagieren Sie ruhig und gelassen. Versuchen Sie, durch aufmerksames Beobachten herauszufinden, ob derartige Äußerungen vielleicht nur in der Persönlichkeit Ihres Gegenübers liegen, nicht aber bei Ihnen. Bleiben Sie gleich bleibend freundlich und argumentieren Sie weiterhin sachlich.

Herzlichst Amara

 


wir haben das kommunizieren verlernt

Liebe Amara, ich halte diesen Abschnitt Ihrer Coaching-Reihe ja überhaupt für den wichtigsten. Unser ganzes Leben basiert auf Kommunikation, sonst gäbe es kein soziales Netz. Und genau das haben so viele verlernt, richtig miteinader zu reden. Entweder hört man nicht zu oder man redet am anderen vorbei. Besonders "lieb" sind mir die Menschen, die den Gesprächspartner immer nur als Stichwortgeber ansehen, um den eigenen Monolog fortführen zu können. Soetwas macht einsam und so kann man nicht erfolgreich sein im Leben. Ich hoffe, dass viele Ihre Ausführungen dazu lesen.

Von der fordernden Liebe ... zur gelassenen Liebe!

miteinander reden ist schön

Das Schlimme ist doch, dass es den meisten Menschen gar nicht mehr auffällt, wenn sie aneinander vorbei reden. Dabei gibt es doch nichts bereichernderes, als ein tiefgehendes Gespräch, in dem man etwas über den anderen erfährt, der sich öffnet und der auch offen ist für einen selbst. Ich kann auch gar nicht verstehen, wie man so gar nicht auf etwas Gesagtes eingehen kann. Das hat doch auch etwas mit Respekt zu tun.

Jetzt kostenlos Mitglied werden!

Nutzen Sie ViGeno in seiner ganzen Vielfalt:
Foren, Blogs, Kommentare u.v.m.

Mehr zum Autor dieses Artikels

Lenormand-Expertin, Medium, Reikimeister und ausgebildete Schamanin

Lenormand – Expertin mit eigener Lebensakademie. Veröffentlicht Fernstudien in den unterschiedlichsten spirituellen Bereichen. 

ViGeno Bücher SHOP

  Bücher, DVDs, Kartensets & mehr...

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Autor werden bei ViGeno

Anzeige

Alleine reisen, zu sich und anderen finden!

ViGeno Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Inhalt abgleichen

Medienpartner

In Kooperation mit dem

Magazin VISIONEN

Magazin Visionen

 

Ausführliche Themenbeiträge der
ViGeno-Autoren lesen Sie auch

im Reiki Magazin, Lichtfokus
Feng Shui Aktuell und raum&zeit.

 

Anzeige

Zapper Clark - VitaLation

Benutzeranmeldung

Anzeige

  Spirituelles Internetradio der neuen Zeit

Weitersagen heißt Unterstützen !!!

Follow ViGeno on TwitterFollow ViGeno on Twitter

Anzeige

NABU Umwelt-Tarif