Psychologie: Erfolgscoaching - Gesprächsstörer

Amara - Autorin bei ViGeno

Erfolgscoaching - Gesprächsstörer

von Amara

Gesprächsstörer

Manchmal reicht die Beachtung des Tonfalls, um die deutlich herausgestellte Überlegenheit zu erkennen. Folgende Auflistung gängiger Äußerungen provozieren allesamt Widerstand beim Gesprächspartner und scheinen nur das Ziel zu verfolgen, dass Gespräch schnellst möglich zu beenden.

Befehlen

Befehle erteilen wir nur dann, wenn wir überzeugt sind, dass sie auch ausgeführt werden.
Sie werden meistens unfreundlich, barsch bis sachlich oder präzise erteilt. Manchmal werden Sie eine sofortige Trotzreaktion entdecken können, denn oft werden Befehle nicht wegen ihres sachlichen Inhalts sondern wegen ihrer bevormundenden Form unterlaufen.

Überreden

Durch Überreden soll der Gesprächspartner zu einem Verhalten bewegt werden, dass er von alleine nicht tut. Überredet wird freundlich, nett und einschmeichelnd.

Warnen und Drohen

Wenn man mit dem „gut gemeinten“ Überreden nicht zum Ziel kommt, gibt es noch das Warnen und Drohen um den anderen zum gewünschten Verhalten zu bewegen. Warnen und Drohen setzt bei den bekannten Schwachpunkten des Gesprächspartners an.

Vorwürfe machen

Während bei den vorangegangenen Gesprächsstörern das künftige Verhalten beeinflusst werden soll, beurteilt „Vorwürfe machen“ vergangenes („falsches“) Verhalten. Ein beliebter Vorwurf ist die „Warum-nicht“-Frage (Warum haben sie das nicht getan?). Hier wird eine Begründung verlangt für etwas, dass nicht mehr zu ändern ist. Die Konzentration liegt dabei auf dem Negativen und es wird schnell klar, dass man so seinen Gesprächspartner sofort in eine schlechte Stimmung versetzen kann. Das haben Sie sicher auch schon erlebt.
Vorwürfe verletzen die Würde eines Menschen und stehlen das Selbstvertrauen. Sie nagen unterschwellig an der Selbstachtung des anderen.

Bewerten

Es gibt kaum einen subtileren Weg, einem anderen Menschen seine eigene Überlegenheit zu demonstrieren, als durch Bewerten. Vielleicht haben Sie auch schon beobachtete, dass Menschen, die diesen Gesprächsstörer anwenden, unter dem Zwang zu stehen scheinen, alles gut oder schlecht heißen zu müssen. Dabei wird der eigene Bewertungsmaßstab als allgemein gültig angesehen.

Herunterspielen

Zum Herunterspielen oder Bagatellisieren gehören manchmal auch das Trösten und Ermutigen. Denn oft versucht man jemanden zu trösten, in dem man ihm sagt „Das ist doch nicht so schlimm“. Man möchte dem anderen helfen und bedenkt nicht, dass diese Hilfe vielleicht nicht erwünscht ist. Wenn es hier kaum zu Trotzreaktionen kommt liegt das daran, dass der Gesprächspartner gerade so durcheinander ist, dass ihm die nötige Kraft für ein solches Aufbegehren fehlt.
Dieser Gesprächsstörer zielt darauf ab möglichst schnell wieder Ruhe zu haben.

Nicht ernst nehmen, ironisieren, verspotten

Während wir beim Nicht-ernst-nehmen dem anderen und dem, was er uns mitteilt, keine Bedeutung zumessen, setzen wir uns beim Ironisieren durchaus mit den Äußerungen unseres Gesprächspartners auseinander, allerdings auf seine Kosten.
Bewährte Methode, um die Gesprächsführung an sich zu reißen und das Gespräch zu beenden.

Lebensweisheiten zum Besten geben

Was wollen Sie noch entgegnen, wenn Ihnen jemand mit einer Lebensweisheit kommt, über die man nicht mehr zu diskutieren braucht. Einige Beispiele: "Frauen sind halt so!", "Männer können nun mal nicht zuhören.", "Man hat´s eben nicht leicht.". Vielleicht achten Sie einmal darauf, in welchen Situationen Sie selbst solche Floskeln benutzen.

Von sich reden

Ertappen Sie sich dabei auch immer wieder. Jemand erzählt eine Geschichte und noch ehe er so richtig zu Ende erzählt hat, fällt Ihnen ein Beispiel aus Ihrem Leben ein, das aus Ihrer Sicht mindestens so interessant, wenn nicht gar noch besser ist. Was auf der Strecke bleibt, ist das echte Interesse am anderen, an seiner Geschichte und daran, wie er sich dabei vielleicht gefühlt hat.

Ein anderer Fall von "von-sich-reden" sind die Leute, die ein unbändiges Bedürfnis haben, permanent von sich zu erzählen, ohne dabei darauf zu achten, wann es für den anderen genug ist. Sicher gibt es interessante Lebensgeschichten, aber die sollten doch vielleicht besser als Memoiren niedergeschrieben werden. Da hat man wenigstens als Leser die Chance, nach einem Kapitel das Buch zuzuklappen und später weiterzulesen.

Ursachen aufzeigen und Hintergründe deuten

Dem anderen die Hintergründe für sein Verhalten zu erklären, stellt eine wunderschöne
Gelegenheit dar, die eigene Menschenkenntnis, das eigene psychologische Know-how zu demonstrieren. Dem anderen zu zeigen, welche wahren Ursachen hinter seinen Ausführungen stecken, hat schon etwas Detektivisches und unterstreicht die eigene diagnostische und fachliche Kompetenz.

Ausfragen

Nur zu oft werden Fragen damit legitimiert, dass man schließlich dem anderen sein Interesse zeigen möchte. Nichts gegen Anteilnahme, doch, wer fragt stillt zu allererst seine Neugier. Und wer von uns lässt sich schon gerne ausfragen? Ein Gefühl wie bei einem Verhör, bei dem man sich in die Enge getrieben fühlt. Wozu will der das bloß alles wissen?
Was führt der im Schilde? Ist das wirkliches Interesse oder kommt irgendwann der "Hammer"?"
Vorschläge und Lösungen anbieten

Vielleicht sind Sie überrascht, dass auch dieses Verhalten zu den Gesprächsstörern gehört. Hier liegt die Betonung auf anbieten, denn die meisten Ratschläge, die wir einander verpassen, sind zwar gut gemeint, aber werden doch meistens ungebeten erteilt. Auch bei den ungebetenen Vorschlägen und Lösungen signalisieren wir unserem Gegenüber, dass er allein nicht zurechtkommt und unsere Hilfe braucht. In den seltensten Fällen werden solche Vorschläge von unserem Gesprächspartner angenommen und in die Tat umgesetzt.
 

Herzlichst Ihre Amara

 


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Lenormand – Expertin mit eigener Lebensakademie. Veröffentlicht Fernstudien in den unterschiedlichsten spirituellen Bereichen. 

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